15.04.2017 - 19:08 Uhr | News | Quelle: Soccerdonna
DFB-Pokal: Wer zieht ins Finale ein?

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©SC Freiburg
Kommt es zu einer Wiederholung des letztjährigen Pokalendspiels zwischen dem VfL Wolfsburg und dem SC Sand? Am morgigen Ostersonntag entscheidet sich, wer ins DFB-Pokalfinale in Köln einziehen wird. Der SC Freiburg empfängt im Möslestadion den Titelverteidiger VfL Wolfsburg (15 Uhr, live auf DFB-TV).

Für die Elf von Trainer Jens Scheuer (Foto) ist der Halbfinal-Gegner kein Unbekannter, im Gegenteil. In den vergangenen vier Jahren scheiterte der Sport-Club gleich dreimal im Halbfinale an der Mannschaft des ehemaligen Welttrainers Ralf Kellermann. Dabei steigerten sich die Breisgauerinnen jedoch kontinuierlich, im vergangenen Jahr boten sie dem großen Favoriten lange Paroli, ehe sie sich am Ende in Wolfsburg mit 1:2 geschlagen geben mussten. «Entscheidend wird sein, als Mannschaft dagegenzuhalten und sich nicht nur aufs Verteidigen zu verlegen. Wenn wir zu passiv agieren und in Ehrfurcht erstarren, werden wir früher oder später ein Gegentor bekommen. Wir müssen unsere Qualitäten auf den Platz bringen und mutig sein, ohne dabei zu überdrehen. Je länger wir das Spiel offen halten, desto besser», sagt SC-Trainer Jens Scheuer, der sich eine «gute Schiedsrichterin» wünscht, «die sich nicht durch die immer wieder gezeigte Theatralik einiger Wolfsburger Spielerinnen beeinflussen lässt». Auf welche eigenen Spielerinnen er setzen kann, ist noch offen. Scheuer: «Es sind mehrere Spielerinnen angeschlagen, und ihr Einsatz steht auf der Kippe. Wir müssen die anstehenden Untersuchungen abwarten und einfach hoffen, dass sie fit werden.»

Auch Ralf Kellermann hat personelle Sorgen: Lena Goeßling (Knochenödem) fällt nach ihrer OP am Fußgelenk noch länger aus, ebenso Zsanett Jakabfi (komplexe hintere Kniegelenksverletzung) und Jana Burmeister (Sehnenverletzung im Oberschenkel). Julia Simic (muskuläre Probleme) und Joelle Wedemeyer (Leistenprobleme) konnten in der Länderspielpause ins Mannschaftstraining einsteigen. Babett Peter musste Mittwoch und Donnerstag mit einer Erkältung aussetzen, der VfL-Coach ist aber zuversichtlich, dass sie bis Sonntag fit wird. Nilla Fischer hat sich bei der Länderspielreise eine Rückenverletzung zugezogen und konnte nicht trainieren, hinter ihrem Einsatz steht ein Fragezeichen. Isabel Kerschowski hat sich im VfL-Training am Mittwoch eine Knieverletzung zugezogen und wird wohl in Freiburg nicht zum Einsatz kommen können.

«Das große Ziel ist es, zum vierten Mal über Freiburg ins Pokalfinale einzuziehen. Wir gehen das Spiel sehr entspannt an, weil wir einen tollen Lauf haben und sehr gute Leistungen in den letzten Wochen und Monaten gezeigt haben. Wir haben eine Menge Selbstvertrauen», ist Kellermann von seinem Team überzeugt.

Zu einem Duell der Außenseiter kommt es Halbfinale in Leverkusen, wo Bayer 04 auf den Vorjahresfinalisten SC Sand trifft (14 Uhr). Für Verena Hagedorn ist es das erste Spiel als Cheftrainerin der Gastgeberinnen. «Alle in der Mannschaft sind Feuer und Flamme, das große Ziel am Sonntag zu erreichen», sagt die 34-Jährige. Für die in der Bundesliga stark abstiegsbedrohte Werkself ist die Partie das Highlight der Saison, die Spielerinnen sind laut Bayer-Internetseite «beseelt vom Traum, erstmals in der Vereinsgeschichte ins Pokal-Endspiel einzuziehen». Zehn Tage arbeitet Hagedorn nun in Leverkusen. «Ich habe bei Bayer 04 ein spielstarkes Team vorgefunden, das noch Potenzial nach oben hat», sagt die Ex-Assistentin von Nationaltrainerin Steffi Jones. Dass Bayer vor erst vier Wochen das Heimspiel in der Bundesliga gegen Sand mit 0:3 verloren hat, will sie nicht überbewerten. «Der Pokal ist auch noch einmal ein ganz anderer Wettbewerb als der Kampf um Meisterschaftspunkte.»

So sieht es auch der Sander Trainer Richard Dura. «Im Pokal gibt es keine Favoriten», sagt er. Hagedorn und Dura bangen noch um den Einsatz einiger Spielerinnen. Beide wollen sich nicht in die Karten schauen lassen und nennen keine Namen.

(cmu)

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