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10.12.2011 - 10:00 Uhr | News | Quelle: Soccerdonna/Vereine
Frankfurt will mit Sieg in Duisburg den Anschluss halten

©FCR 01 Duisburg
Einen so hohen Sieg wie damals erwartet heute niemand, zumal sich die Frankfurterinnen nach zuletzt drei Bundesliga-Pleiten in Folge wieder gefangen haben: Mit einem 5:1 im Pokal ausgerechnet gegen den Deutschen Meister und aktuellen Tabellenführer Turbine Potsdam schossen sich die Kickerinnen aus der Banken-Metropole aus der Krise.
Geht es nach dem FCR, derzeit Tabellenzweiter mit zwei Punkten Rückstand auf Potsdam, wird Frankfurt in der Bundesliga aber seine vierte Niederlage hintereinander kassieren. „Wenn wir unsere Moral, unsere Einstellung vom Potsdam-Spiel abrufen, können wir selbst gegen diese starke Mannschaft gewinnen, das Potential haben wir auf jeden Fall“, ist sich Duisburgs Spielführerin Annike Krahn, eine der Torschützinnen von vor drei Jahren, sicher.
An Motivation wird es bei dieser Begegnung nicht fehlen, weiß auch FCR-Cheftrainer Marco Ketelaer: „Wenn diese beiden Topteams aufeinander treffen, will man immer gewinnen. Doch diesmal hat das Spiel sogar richtungweisenden Charakter, obwohl wir erst am Ende der Hinrunde stehen; denn wenn wir gewinnen, landen wir einen richtig fetten big Point – zumindest im Kampf um einen Platz in der ChampionsLeague.“ Ein Erfolg gegen Frankfurt würde bedeuten, dass die Löwinnen mit einem Sieben-Punkte-Polster auf Frankfurt in die Rückserie gehen würden.
Das wollen die Gäste, die mit 21 Punkten im Moment vier Zähler hinter Duisburg liegen, natürlich verhindern. FFC-Coach Sven Kahlert: „Ich erwarte, dass wir gegen Duisburg mit dem gleichen physischen und spielerischen Engagement wie im Pokalspiel auftreten und alles dafür geben, um mit dem positiven Drive im Hinterkopf im Kampf um die Champions-League-Plätze weitere Punkte zu erkämpfen.”
Die Ex-Duisburgerin Lira Bajramaj macht da eine klare Ansage: „Der FCR hat mit dem Sieg gegen Potsdam gezeigt, was für eine hohe Qualität die Mannschaft hat. Das Spiel gegen uns wird daher sicher auf Augenhöhe sein, aber für uns ist es ein Muss, das Spiel zu gewinnen. Es gibt viele Faktoren, die letztlich ausschlaggebend sein können. Wir müssen auf jeden Fall alle 100 Prozent geben.“
Ob Bajramaj allerdings spielen kann, ist ungewiss. Sie plagt sich noch mit einer Oberschenkel-Zerrung herum. Ebenfalls fraglich ist der Einsatz von Melanie Behringer (Beckenknochen-Prellung). Beide Ausfälle würden die Frankfurterinnen treffen, die zwar einen großen, ausgeglichenen Kader besitzen, aber auch auf einige Spielerinnen verzichten müssen: Kim Kulig (Reha nach Kreuzbandriss), Ana-Maria Crnogorcevic (Reha nach Schultereckgelenksprengung), Valeria Kleiner (Aufbautraining nach Innenbandriss) und Silvana Chojnowski (Aufbautraining nach Rückenproblemen) fallen definitiv aus.
Die Kulisse in Duisburg wird auf jeden Fall stimmen: Die Tribüne mit 1500 Zuschauern ist bereits seit Tagen ausverkauft, und der FCR rechnet insgesamt mit mindestens 2000 Besuchern.
In Hamburg wurde die Partie des HSV gegen den FC Bayern München wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt - es ist der erste wetterbedingte Ausfall in dieser Saison.
Die weiteren Spiele:
Sonntag, 11 Uhr: SC Freiburg - FF USV Jena
Sonntag, 14 Uhr: VfL Wolfsburg - SG Essen-Schönebeck
Sonntag, 14 Uhr: Bayer 04 Leverkusen - SC 07 Bad Neuenahr
Sonntag, 14 Uhr: 1. FC Lok Leipzig - 1. FFC Turbine Potsdam
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