28.04.2012 - 21:54 Uhr | News | Quelle: Soccerdonna
Titel-Vierkampf: Stolpern verboten!

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Nie war die Frauen-Bundesliga so spannend wie in diesem Jahr. Vier Spieltage vor Schluss kämpfen noch vier Teams um die Meisterschaft: Die Differenz zwischen dem Tabellenersten VfL Wolfsburg (43 Punkte) und dem Vierten 1. FFC Frankfurt (40 Punkte) beträgt nur drei Punkte. Wie eng es an der Spitze zugeht, zeigt auch das Torverhältnis: Das Führungsquartett liegt zwischen plus 39 (Wolfsburg) und plus 33 (Duisburg).

Der FFC Frankfurt (4.) eröffnet den 19. Spieltag gegen den SC Freiburg (5.). Um elf Uhr treffen am morgigen Sonntag die Tabellennachbarn aufeinander; 17 Punkte liegen zwischen beiden Vereinen – mehr als zwischen den Breisgauerinnen und dem Letzten Lokomotive Leipzig. Obwohl der spielstarke Aufsteiger bereits gerettet ist, will er sich für die Heimpleite gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Wochenende rehabilitieren. Der Freiburger Trainer Milorad Pilipovic erhofft sich, «dass wir in Frankfurt schnell die richtige Einstellung zum Spiel finden und unsere Chance suchen und hoffentlich auch finden werden». Drei Punkte erwartet er allerdings nicht. «Als Sportler will man ja eigentlich jedes Spiel gewinnen, aber wenn wir in Frankfurt gut spielen, und es dennoch nicht reichen sollte, bin ich auch nicht unzufrieden.»

Um 14 Uhr empfängt die Mannschaft von Turbine Potsdam (3.) mit dem FC Bayern München (7.) einen der diesjährigen Pokalfinalisten. «Das Spiel ist für uns der Wegweiser für die restliche Saison», blickt Turbine-Cheftrainer Bernd Schröder voraus. «Wir haben noch alle Möglichkeiten in der Meisterschaft, wissen aber auch genau, dass wir uns keinen Punktverlust mehr leisten dürfen.» Auch wenn die Bayern weiterhin auf Julia Simic und Petra Wimbersky verletzungsbedingt verzichten müssen, warnt Schröder sein Team: «Bayern ist nie ein einfacher Gegner.»

Ebenfalls ab 14 Uhr (live auf DFB-TV) hat es der FCR 2001 Duisburg mit dem SC 07 Bad Neuenahr zu tun. FCR-Trainer Marco Ketelaer: «Neuenahr ist eine gefestigte Mannschaft mit spielerischen Qualitäten – und dann haben sie noch Celia.» Da müsse und wolle man Mittel und Wege finden, um die absolute Topstürmerin Celia Okoyino da Mbabi möglichst erfolgreich zu bekämpfen, so Ketelaer. Das 0:2 im Hinspiel war für die Duisburger ärgerlich – es war die erste Saisonniederlage. Für den SC 07, damals am Tabellenende, war es zugleich der erste Sieg und der Beginn einer Serie. Die Kurstädterinnen haben sich längst ins Tabellenmittelfeld vorgeschoben. Simone Laudehr vom FCR hat das Hinspiel noch gut in Erinnerung: «Wir waren dort überlegen und haben deshalb unglücklich verloren; das wollen wir jetzt unbedingt besser machen.»

Vom Jäger zum Gejagten – der VfL Wolfsburg steht zurzeit an der Spitze, weil Turbine Potsdam noch ein Nachholspiel zu absolvieren hat. Bei Bayer 04 Leverkusen (14 Uhr) erwarten die VW-Städterinnen aber keine leichte Aufgabe. Bayer, in der Winterpause fast schon abgeschlagen, hat sich durch engagierte Spiele wieder ans rettende Ufer herangekämpft. Ralf Kellermann, Trainer des Tabellenführers, zeigt Respekt: «Leverkusen hat sich in der zweiten Saisonhälfte deutlich gesteigert. Damit sind wir bei einem Team zu Gast, das sich nicht erst durch den 1:0-Erfolg in Freiburg im Aufwind befindet.» Trotzdem sei das Ziel seiner Mannschaft klar. «Wir wollen weiter Druck auf die Konkurrenz aufbauen. Ein Sieg ist Pflicht, um unsere sehr gute Ausgangssituation zu behaupten.»

Der Hamburger SV kann gegen die SG Essen-Schönebeck (14 Uhr) mit einem Sieg den Klassenerhalt sichern. In Leipzig hat die Lokomotive ihre letzte Chance: Im Ostderby gegen den FF USV Jena (14 Uhr) muss unbedingt ein Sieg gelingen. Dann würden die Sächsinnen bis auf drei Punkte an Jena heranrücken. Im Falle einer Niederlage allerdings stünde drei Spieltage vor Schluss der erste Absteiger fest: Lok müsste dann nach nur einem Jahr die Bundesliga wieder verlassen.

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