29.11.2020 - 17:30 Uhr | News | Quelle: dpa
Torhüterin Berger vor Debüt in DFB-Auswahl

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Bloß kein Risiko! Die Reise nach Irland wird für die deutschen Fußball-Frauen um die dreifache Torschützin Laura Freigang und der angekündigten Debütantin Ann-Katrin Berger zu einem eineinhalbtägigen Kurztrip.

Die Torhüterin von Chelsea Ladies soll in der letzten EM-Qualifikationspartie am Dienstag (18.00 Uhr/Sport1) mit 30 Jahren ihr erstes Länderspiel bestreiten.

"Natürlich geht da ein Kindheitstraum in Erfüllung. Ich kann’s kaum erwarten, der Tag kann gar nicht schnell genug kommen", sagte die frühere Keeperin von Turbine Potsdam in einer Video-Pressekonferenz am Sonntag. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hatte ihr den Einsatz signalisiert. Bei Berger war 2017 Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert worden, nach einer Operation stand sie ein paar Monate später schon wieder auf dem Platz. "Ich war ein bissschen vorsichtiger als die anderen", sagte sie zu ihrer Situation in der Pandemie.

Mit der Frankfurterin Merle Frohms im Tor hatte die Mannschaft am Freitag in Ingolstadt mit einem 6:0 gegen Griechenland ihre Bilanz auf sieben Siege und 43:0 Tore ausgebaut. Im Spiel davor stand Laura Benkarth vom FC Bayern im Tor. Vor der EM 2022 in England zeichnet sich ein harter Konkurrenzkampf im Tor ab.

Mit der spätestmöglichen Anreise am Montag und dem Heimflug unmittelbar nach dem Spiel reagieren der DFB und Voss-Tecklenburg auf die Corona-Lage und die jüngsten Fälle von Infektionen, die sich bei Länderspielreisen im Männerbereich zugetragen haben. Das Motto für Dublin lautet also: gesund hin, gesund zurück und die bisher perfekte EM-Qualifikation mit einem letzten Sieg krönen.

"Wichtig ist das nicht, aber es ist ein Ziel von uns. Und es ist schön, wenn man seine Ziele erreicht", sagte Voss-Tecklenburg zur Zwischenbilanz ohne Gegentor. Elite-Gegner hatte das 2019 im WM-Viertelfinale ausgeschiedene DFB-Team aber dabei nicht zu meistern. "In Irland ist der Gegner emotional anders dabei. Wir werden versuchen, noch mal zu gewinnen und auch zu null zu spielen", sagte die 52 Jahre alte Trainerin zur Ausgangslage.

Das Wochenende konnten die DFB-Frauen vor der Abreise nach Dublin zur Weiterbildung nutzen. Am Samstag lauschte die Mannschaft einem Vortrag von Ex-Bundesliga-Profi Jan-Ingwer Callsen-Bracker, der als Mitglied der DFB-Akademie über neurozentriertes Training referierte. Dabei geht es um eine Weiterentwicklung der klassischen Einheit, bei dem das Gehirn und das Nervensystem zentral eingebunden werden. Ziele sind verbesserte Bewegungsabläufe und eine Reduzierung der Schmerzen.

Hoffnungsträgerin für das Quali-Finale auf der Insel dürfte nach ihrem Hattrick vom Freitag die Stürmerin Freigang sein. Die 22-Jährige von Eintracht Frankfurt will trotz ihrer starken Leistung aber keine Ansprüche stellen. Bezüglich ihres Einsatzes in Irland sagte sie: "Ich gehe von gar nichts aus. Ich freue mich über jede Minute, das meine ich wirklich ernst."

Dabei hat Voss-Tecklenburg in der Eiseskälte von Ingolstadt mit Wohlwollen und Freude registriert, was für eine zusätzliche Alternative ihr Freigang neben Alexandra Popp und Lea Schüller auf dem Weg zur EM bieten kann. "Es wird spannend sein, Laura gegen internationale Top-Gegner zu sehen", sagte die Bundestrainerin.

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