13.05.2018 - 18:00 Uhr | News | Quelle: dpa
Wolfsburg macht Meisterschaft perfekt

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Der erste Titelgewinn für Wolfsburg ist perfekt. Schon zwei Spieltage vor dem Ende steht die Elf von Trainer Stephan Lerch als deutscher Meister fest. Nun warten zwei Endspiele innerhalb von sechs Tagen.

VfL Wolfsburg hat den Meistertitel in der Bundesliga erfolgreich verteidigt und ihre Vormachtstellung in Deutschland eindrucksvoll bestätigt. Die Niedersachsen gewannen am Sonntag mit 2:0 (0:0) gegen die SGS Essen und sicherten sich damit nach 2013, 2014 und 2017 den vierten nationalen Triumph. Der FC Bayern kann das Team von Trainer Stephan Lerch zwei Spieltage vor Schluss nicht mehr einholen. Spontan rannten die Spielerrinnen auf das Spielfeld und hüpften freudig mit ihren Meistershirts im Kreis, es war der vierte Meistertitel in gerade einmal sechs Jahren.

Die Tore beim neunten Heimsieg erzielte Ella Masar, die mit einem Doppelpack (55. und 59. Minute) den Sieg herbeiführte. Wolfsburg kann wie 2013 das Triple gewinnen: Im Pokalfinale tritt der VfL am 19. Mai in Köln gegen den FC Bayern an, im Endspiel der Champions League (24. Mai) wartet in Kiew Olympique Lyon. Für die Verfolger Bayern und den SC Freiburg geht es damit an den restlichen beiden Liga-Spieltagen nur noch um die Vize-Meisterschaft.

Masar erwies sich im Strafraum als Vollstreckerin. Beim ersten Treffer verwandelte sie auf Vorlage von Penille Harder, nur wenige Minuten später musste die 32-Jährige nach Zuspiel von Tessa Wullaert nur noch einschieben. Der Wille des Gegners aus Essen war in der Folge gebrochen. Später sah Masar vor 2082 Zuschauern die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels, weshalb sie die vorzeitige Entscheidung um den Titel nicht mehr auf dem Rasen miterlebte.

Die Spielzeit mit bislang 18 Siegen, einem Remis und einer Niederlage zeigt einmal mehr, wie stark Wolfsburg national geworden ist. «Wir wussten, dass es nochmal richtig Kraft kosten wird», sagte Lerch, der beim ersten Interview mit Wasser statt Bier geduscht wurde. «Wir wollten Meister werden und das haben wir geschafft», befand der frühere Co-Trainer nach seinem ersten Titel als Chefcoach. An das Finale in der Liga muss nun nicht mehr groß gedacht werden.

Lara Dickenmann war nach dem Sieg voller Euphorie und sagte: «Ich glaube felsenfest an das Triple.» In der aktuellen Form wird der VfL auch die beiden Endspiele binnen einer Woche als Favorit aufnehmen. Das letzte Gegentor in der Bundesliga kassierte Wolfsburg vor über fünf Monaten: Beim 3:1-Sieg gegen Pokalfinalgegner Bayern am 11. Dezember 2017.

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