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26.03.2011 - 18:42 Uhr | News | Quelle: Eigener Bericht
2:1 für Frankfurt! Der DFB-Pokal geht zum achten Mal an den Main

Vor 20.312 Zuschauern im Kölner Rhein-Energie-Stadion entwickelte sich ein interessantes, kampfbetontes Spiel zwischen den beiden besten deutschen Vereinsmannschaften. Die ersten 30 Minuten gehörten dem Rekord-Pokalsieger aus Frankfurt. Nach einer Hereingabe der US-Amerikanerin Ally Krieger, die ihr letztes Spiel für die Hessinnen bestritt, nutzte Svenja Huth in der 15. Minute eine Verwirrung in der gegnerischen Hintermannschaften zur Führung. Mit links ließ sie Turbine-Torhüterin Anna-Felicitas Sarholz keine Chance. Das frühe Gegentor brachte die Potsdamerinnen aus dem Konzept. Nach einer misslungenen Rückgabe von Viola Odebrecht spielte Birgit Prinz Sarholz aus, doch Josephine Henning klärte im letzten Moment vor der Torlinie.
Langsam fanden auch die Turbinen ins Spiel, und in der 40. Minute bot sich ihnen eine gute Möglichkeit zum Ausgleich: Nach einem Eckball stimmte die Zuordnung in der Frankfurter Abwehr nicht, und Babett Peter kam freistehend aus kurzer Distanz zum Schuss. Allerdings traf sie den Ball nicht richtig und setzte ihn neben den linken Torpfosten. Nur zwei Minuten später aber gelang dem deutschen Meister der Ausgleich: Nach einem Ballverlust der starken Melanie Behringer im Mittelfeld wurde auf rechts Yuki Nagasato angespielt, die nach schöner Einzelleistung Nationaltorhüterin Nadine Angerer bezwingen konnte. Fast wäre in der Nachspielzeit der erneute Führungstreffer für Frankfurt gefallen: Ein Freistoß von Behringer fand den Kopf von Verteidigerin Gina Lewandowski, doch der Ball landete nur an der Latte.
Trotzdem ließ das 2:1 nicht lange auf sich warten. In der 48. Minute konnte Sarholz einen platzierten Schuss von Prinz nur abwehren. Kerstin Garefrekes reagierte am schnellsten und schob den Ball hinter die Linie. In der 59. Minute musste Angerer das Leder aus dem Tor fischen – allerdings zählte der Ausgleichtreffer nicht. Peter hatte nach einem Freistoß die Frankfurter Torhüterin im Fünfmeterraum behindert – zumindest nach Meinung des Schiedsrichtergespanns. «Keine Ahnung, ob das abgepfiffen werden musste», zeigte sich Angerer nach dem Spiel fair.
Mitte der zweiten Halbzeit verflachte das Spiel. Die Potsdamerinnen versuchte es 72 Stunden nach dem CL-Einzug ins Halbfinale mit der Brechstange, allerdings ohne weitere große Torchancen zu haben. Der 1. FFC Frankfurt verwaltete mit Routine den Vorsprung über die Zeit. Und hatte in den letzten Minuten noch zwei gute Konterchancen, die Prinz aber vergab.
«Ich freue mich, dass wir mit dem Pokalsieg eine tolle Saison gekrönt haben», jubelte Kerstin Garefrekes, Schützin des Goldenen Tores, über den Pott. «Der Ausgleich war für mich ein reguläres Tor. Ich verstehe nicht, warum wir in der zweiten Halbzeit nicht alles riskiert haben», haderte ein enttäuschter Turbine-Trainer Bernd Schröder mit der Schiedsrichterin und dem eigenen Team.
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