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06.04.2012 - 16:20 Uhr | News | Quelle: dpa
Okoyino da Mbabi auf Rekordjagd

©picture-alliance
Einen Vergleich mit der großen Rekordfrau des Frauenfußballs lehnt Okoyino da Mbabi stets vehement ab, doch nur neun Monate nach deren Rücktritt hat sich die 23-Jährige als legitime Nachfolgerin etabliert. Seitdem sie von der Position als hängende Spitze in die Prinz-Rolle gerückt ist, gelingt der Stürmerin von Bad Neuenahr beinahe alles - dieses Jahr feiert sie alle 35 Minuten ein Erfolgserlebnis.
«Heute war noch mehr drin, wir haben noch einiges liegen gelassen», ärgerte sich Okoyino da Mbabi aber trotz ihrer vier Treffer (16./38./70./85. Minute). Den Rasen verließ sie am Donnerstag mit angewinkeltem linken Arm unter der wärmenden schwarzen Jacke, nach einem Sturz auf die bereits vergangenes Jahr verletzte Schulter soll am Samstag eine genaue Diagnose folgen.
Gegen die Schweizerinnen war sie auch von der Blessur nicht aufzuhalten, bereitete das 2:0 von Anja Mittag (24.) sowie das Eigentor durch Marie Egli (64.) vor und will nun die beeindruckende Bilanz fortsetzen. «Wir sind Tabellenerster, haben uns da festgesetzt. Wir wollen die nächsten Spiele gewinnen und mit einer fast weißen Weste rüber nach Schweden», meinte Okoyino da Mbabi.
Mit 19 Punkten aus sieben Spielen führt der zweimalige Weltmeister die Qualifikationsgruppe 2 weiter souverän vor Spanien (16) an. Gegen die Rumäninnen Ende Mai sowie in Kasachstan und gegen die Türkei im September dürfte auch Okoyino da Mbabi ihr imposantes Torkonto weiter aufstocken. In den vergangenen vier Partien gegen den WM-Dritten Schweden (3), Weltmeister Japan (3), Spanien (4) und die Schweiz gelang ihr stets mindestens ein Dreierpack.
In der Frühphase ihrer Karriere hatten noch ein Schienbeinbruch und Pfeiffersches Drüsenfieber den rasanten Aufstieg gebremst. Bei der Heim-WM reifte die Studentin der Kulturwissenschaft dann trotz des frühen Viertelfinal-Aus zum neuen Gesicht des deutschen Teams und harmoniert auch mit der neuen Angriffspartnerin exzellent. «Es macht einfach Riesenspaß mit ihr», meinte Mittag, «Celia kann man im Moment eigentlich anspielen wie man will, die macht jedes Ding rein.»
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