07.04.2012 - 07:42 Uhr | News | Quelle: Soccerdonna | von: evchen/flingern-zebra
Pokal-Halbfinale: Ein Favorit fliegt raus

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Am Osterwochenende stehen die beiden Halbfinalspiele im DFB-Pokal auf dem Programm. In Frankfurt treffen der 1.FFC und der FCR 2001 Duisburg (Sonntag, 13 Uhr) aufeinander. Ein vorweggenommenes Finale, das der Manager der DFB-Nationalelf, Oliver Bierhoff, im Dezember ausgelost hatte. Im zweiten Semifinale spielt der FC Bayern München am Ostermontag (13 Uhr) gegen den Hamburger SV. Damit steht fest: Ein Außenseiter wird das Endspiel erreichen.

Nachdem die Frankfurterinnen im Achtel- und Viertelfinale bereits den VfL Wolfsburg und Turbine Potsdam ausgeschaltet hatten, sind sie und die Duisburgerinnen von den vier verbliebenen Teams die erfolgreichsten Pokalmannschaften. So gelang es der Elf vom Main in elf Finalteilnahmen insgesamt acht Mal, den Pokal ins heimische Frankfurt zu holen. Der FCR Duisburg nahm an sechs Finalpartien teil und gewann drei Mal den Cup.

Auch in der Bundesliga zählen Duisburg und Frankfurt zu den Top-Teams der Liga: Frankfurt steht auf Platz drei, Duisburg einen Rang besser. Somit ist ein spannendes und ausgeglichenes Spiel am Brentanobad zu erwarten. So sieht es auch Duisburgs Trainer Marco Ketelaer: «Die Chancen stehen 50 zu 50. Natürlich hat Frankfurt eine Klassemannschaft mit vielen herausragenden Spielerinnen und einem großen Kader, da müssen wir mit einer geschlossenen Teamleistung gegenhalten.» Verzichten muss er auf Luisa Wensing (Muskelfaserriss) und Jackie Groenen (Bauchmuskelverletzung). Dagegen stehen Mandy Islacker und Simone Laudehr nach überstandenen Verletzungen wieder im Kader, werden aber wohl zunächst auf der Bank Platz nehmen.

Auf Frankfurter Seite fallen Torhüterin Nadine Angerer (Knorpelschaden im Knie), Alexandra Krieger (Kreuz- und Innenbandriss) und Valeria Kleiner (Innenbandriss) aus. Trainer Sven Kahlert gibt als Ziel natürlich den Einzug ins Finale aus, zeigt jedoch auch Respekt vor den Duisburgerinnen: «Mit Duisburg treffen wir auf einen echten Gradmesser, der uns alles abverlangen wird. Es wird sicher ein Duell auf Augenhöhe, bei dem auch die Tagesform entscheiden kann.»

Zuletzt im DFB-Pokal standen sich die beiden Mannschaften übrigens im Finale am 26. Mai 2007 gegenüber. Damals siegten die Frankfurterinnen mit 5:2 nach Elfmeterschießen. Ob das morgige Spiel ebenso spannend wird, können die Zuschauer ab 13 Uhr live im Hessischen Rundfunk verfolgen.

Der Weg des 1.FFC Frankfurt ins Halbfinale:

VfL Kommern – 1.FFC Frankfurt 0:6

1.FFC Frankfurt – Wolfsburg 1:0

1.FFC Frankfurt – Turbine Potsdam 5:1


Der Weg des FCR Duisburg ins Halbfinale:

SC Sand – FCR Duisburg 0:2

FCR Duisburg – Herforder SV 10:0

FSV Gütersloh 2009 – FCR Duisburg 0:7


Eines der wichtigsten Spiele der vergangenen Jahre steht für den FC Bayern und Hamburger SV im zweiten Halbfinale bevor. Wenn den Bayern der Finaleinzug gelänge, stünde erstmals ein Klub mit dem Männer- und Frauenteam im Finale. Der Münchener Trainer Thomas Wörle baut auf die zurück gewonnene Stärke seines Teams: «Betrachtet man die Rückrundentabelle, ist der FC Bayern München augenblicklich auf dem ersten Platz.»

Dabei müssen die Bayern zwei Ausfälle verkraften: Durch die Kreuzbandrisse von Petra Wimbersky und Julia Simic fehlen zwei prägende Spielerinnen im Mittelfeld. Bereits verletzt passen für die deutsche A-Nationalmannschaft mussten Kathrin Längert und Lena Lotzen. Stefanie Mirlach, Nicole Banecki, Sarah Romert und Tanja Wörle benötigen noch etwas Reha-Zeit.

Auch für die Gäste aus der Hansestadt ist das Halbfinale das vorläufige Highlight der Saison. «Das hat man der Mannschaft während der Vorbereitung auf das Spiel auch angemerkt», machte HSV-Trainer Achim Feifel keinen Hehl daraus, dass das Nord-Süd-Duell in München eben kein Spiel wie jedes andere ist. Immerhin geht es um den Einzug ins Finale am 12. Mai in Köln - der Traum einer jeden Spielerin. «Zu motivieren brauche ich die Mädels nicht mehr - die sind heiß auf die Partie», so Feifel.

Bereits am Sonnabend bricht die komplette Mannschaft inklusive der nicht einsatzfähigen Spielerinnen per Flugzeug nach München auf. Feifel wird auf Aylin Yaren verzichten müssen, die im Viertelfinale - damals noch in Diensten des 1. FC Lübars - die gelb-rote Karte sah und ein Spiel zusehen muss. Auch Henrike Meiforth wird nicht dabei sein. Sie fällt mit einem Anriss des Kreuzbandes für den Rest der Saison aus. Für Kristina Brenner (Aufbautraining) kommt die Partie ebenfalls zu früh. Ansonsten aber kann Feifel personell aus dem Vollen schöpfen.

Für alle, die das Spiel nicht live im Stadion verfolgen können, bietet der HSV eine Hörfunk-Spielreportage im Internet an: de.1000mikes.com/show/rautenradio.

Der Weg des FC Bayern München ins Halbfinale:

1. FC Saarbrücken – Bayern München 0:1

Bayern München - FF USV Jena 2:0 n.V.

SC Bad Neuenahr – Bayern München 5:6 n.E.


Der Weg des Hamburger SV ins Halbfinale:

SV BW Hohen-Neuendorf – Hamburger SV 0:3

Hamburger SV - SC Freiburg 2:0

Hamburger SV – Lok Leipzig 3:2


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