Werder Bremen wirft Potsdam aus dem Pokal


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Werder Bremen wirft Potsdam aus dem Pokal |  Startbeitrag 08.10.2016 - 18:12
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Die zweite Runde im DFB-Pokal hat eine erste große Überraschung gebracht: Der Tabellenzweite der 2.Liga Nord, Werder Bremen, hat den Bundesliga-Spitzenreiter Turbine Potsdam rausgeworfen. Im Elfmeterschießen mussten sich die Brandenburgerinnen mit 5:6 (1:1 n.V., 0:1) geschlagen geben. Schon nach 90 Minuten sah es nach einer Sensation aus, denn Werder führte durch ein Tor von Reena Wichmann (19.) mit 1:0. Erst in der Nachspielzeit gelang Johanna Elsig der Ausgleich, mit dem sich die Gäste vor 330 Zuschauern glücklich in die Verlängerung retteten.

Als es nach 120 Minuten weiterhin 1:1 stand, kam es zum Showdown vom Elfmeterpunkt aus. Svenja Huth legte für Potsdam los – und verschoss! Marie-Louise Eta (Bremen) machte es nicht besser und jagte den Ball an die Latte. Tabea Kemme verwandelte anschließend zum 1:2. Als auch Stephanie Goddard für Werder scheiterte, schien es auf den erwarteten Favoritensieg hinauszulaufen. Doch auch Johanna Elsig, die in der 91.Minute noch gefeiert worden war, traf nur die Latte. Nächste Schützin für Werder: Lisa-Marie Scholz. Sie verwandelte, und plötzlich war alles wieder offen – 2:2. Nach Bianca Schmidt, Elise Kellond-Knight, Inka Wesely (alle Turbine), Michelle Ulbrich, Nina Lührßen und Meggie Schröder (alle Bremen), die alle mehr oder weniger sicher trafen, stand es 5:5. Bei jedem Anlauf stieg die Spannung auf den Höhepunkt, denn kein Team durfte sich mehr einen Ausrutscher leisten. Sarah Zadrazil war die bereits siebte Potsdamer Spielerin, die vom Punkt aus anlief. Der 23 Jahre alten Österreicherin versagten die Nerven, sie verschoss. Nun lag die Verantwortung bei Pia-Sophie Wolter (Foto): Die 18-jährige Tochter des ehemaligen Werder-Profis Thomas Wolter bewies bewundernswerte Coolness und traf zur grenzenlosen Freude des Bremer Anhangs.

Die anderen Erstligisten machten es besser als die Turbinen: Der VfL Wolfsburg gewann beim 1.FFC Fortuna Dresden 9:0 (4:0), der MSV Duisburg setzte sich beim SV Henstedt-Ulzburg ebenfalls relativ mühelos mit 5:0 (1:0) durch. Der SC Freiburg erreichte durch einen 4:0 (4:0)-Erfolg bei der SG 99 Andernach das Achtelfinale.

Die DJK Ibbenbüren aus der Westfalenliga (Verbandsliga) schaffte hingegen ebenfalls eine Überraschung: Sie warfen mit Bramfeld einen Zweitligisten aus dem Wettbewerb. 8:6 (3:3 n.V., 2:2) nach Elfmeterschießen lautete das Ergebnis.

In Dresden konnte sich der Heimverein vor mehr als 1000 Zuschauern nur insofern auf seine Namensgeberin Fortuna verlassen, als die Glücksgöttin wenigstens eine zweistellige Niederlage verhinderte. Für Wolfsburg trafen Anja Mittag (5./59./79.), Tessa Wullaert (28.), Élise Bussaglia (39. per Foulelfmeter/57.), Vanessa Bernauer (40.), Agata Tarczyńska (85.) und Ewa Pajor (90.). Beim Zweitligisten Henstedt-Ulzburg tat sich der MSV eine Halbzeit lang schwer. Sofia Nati brachte die Zebras in der 33.Minute in Führung. Nach dem Seitenwechsel erhöhten Kathleen Radtke (60.), Lee Sima Falkon (77.), Virginia Kirchberger (80.) und Rahel Kiwic (86.) für den MSV. Ein kurioses Wiedersehen gab es für die Duisburgerinnen mit Alina Witt: Die Torjägerin war vor der Saison zum MSV gewechselt, hatte aber nach sechs Wochen um Vertragsauflösung gebeten, um wieder nach Henstedt-Ulzburg zurückkehren zu können.

Lina Magull brachte Freiburg in Andernach in der 23.Minute in Führung, Drei Tore kurz vor der Halbzeit Lena Petermann (39.), Selina Wagner (42.) und Carolin Simon (45.) sorgten für die Entscheidung.

Bereits am Donnerstag schaffte der Zweitligist BV Cloppenburg durch einen 4:0 (0:0)-Sieg beim SV Union Meppen den Sprung ins Achtelfinale. Agnieszka Winczo (60./69.), Janine Angrick (74.) und Carole Costa (78.) trafen für den BVC.

(cmu)
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