09.09.2012 - 10:50 Uhr | News | Quelle: Eigener Bericht
2. Spieltag: Aufsteigerduell in Gütersloh

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Auch der zweite Bundesliga-Spieltag besteht wegen der U20-Weltmeisterschaft in Japan aus einem Rumpfprogramm: Nur zwei Spiele werden am heutigen Sonntag ausgetragen.

Zum Duell der Aufsteiger kommt es um 14 Uhr in der Tönnies-Arena in Rheda-Wiedenbrück, wo der FSV Gütersloh 2009 auf den VfL Sindelfingen trifft. Während für die Gastgeberinnen die Saison beginnt, haben die Sindelfingerinnen in der vergangenen Woche bereits gespielt – und mit einem 1:9 gegen den Deutschen Meister Turbine Potsdam eine herbe Klatsche kassiert.

«Die Vorbereitung war jetzt lange genug, und die Mannschaft freut sich auf die neue Liga. Außerdem spielen wir das erste Pflichtspiel im neuen Stadion. Wir erwarten zum Saisonauftakt mehr als 1000 Zuschauer, die Kulisse wird uns sicher noch mehr anspornen», sagt FSV-Coach Markus Graskamp. Personell plagen ihn keine Sorgen: Shpresa Aradini wird ausfallen (Bänderriss im Sprunggelenk). Ansonsten hat er alle Spielerinnen an Bord.

Sindelfingen hingegen steht bereits unter einem gewissen Druck. «Es ist ganz klar, dass das Spiel in Gütersloh für uns sehr wichtig ist. Gegen Potsdam, Frankfurt oder Wolfsburg wird es nicht viel zu holen geben. Wir müssen zum Beispiel gegen Gütersloh punkten, auch wenn das schwer wird. Das ist uns bewusst. Aber trotzdem ist das ein Gegner, mit dem wir uns messen können. Mit einem positiven Ergebnis könnten wir die Potsdam-Pleite womöglich besser als Lernprozess einordnen», sagt VfL-Trainer Niko Koutroubis in einem Interview mit DFB.de. Er nimmt die hohe Niederlage zum Saisonauftakt auf seine Kappe: «In der ersten Halbzeit haben wir sehr defensiv agiert und sind durch zwei Standards in Rückstand geraten. In der Pause habe ich die Mannschaft offensiver ausgerichtet, wir wollten mutiger nach vorne spielen. Diese Idee ist böse nach hinten losgegangen.»

Auch Koutroubis hat keine personellen Sorgen. Bis auf Julia Schneider, die sich im Training einen Handbruch zugezogen hat und am Freitag operiert werden muss, sind alle Spielerinnen fit und einsatzbereit. Torfrau Simone Holder steht nach abgelaufener Rotsperre wieder zur Verfügung.

Mit dem Heimspiel gegen Serienmeister 1. FFC Frankfurt startet die SGS Essen in ihre neunte Bundesligaison. Anstoß ist ebenfalls um 14 Uhr, DFB-TV berichtet live. In Essen hat sich einiges getan. Der Verein startet unter einem neuen Namen, und genauso wie Gütersloh haben die Essenerinnen eine neue Heimat: Die SGS trägt erstmals ein Heimspiel an neuer Wirkungsstätte aus.

Das große, stimmungsvolle Stadion Essen an der Hafenstraße erlebt zum Auftakt das «Spiel der Spiele», wie es SGS-Manager Willi Wißing bezeichnet. Denn trotz Derbygegner Duisburg und Deutschem Meister Potsdam ist für ihn der FFC Frankfurt «die herausragende Mannschaft der letzten 20 Jahre».

Brisant, dass der FFC bereits Anfang August Gegner im neuen Stadion gewesen ist – zur Einweihung vor knapp 10.000 Zuschauern. Da gewann Frankfurt. Nun ist es Ernst. «Die Mannschaft von Trainer Markus Högner wird sicherlich anders agieren, als wir dies im Eröffnungsspiel erlebt haben», sagt FFC-Trainer Sven Kahlert, der auf Saki Kumagai (Trümmerbruch der rechten Mittelhand), Saskia Bartusiak (zwei Spiele Rot-Sperre) sowie die beiden U20-Nationalspielerinnen Dzsenifer Marozsán und Silvana Chojnowski verzichten muss.

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