24.08.2026 - 10:15 Uhr | News | Quelle: sd | von: Michael Paral
Cordes und Co. schießen sich für Champions League-Playoff warm

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©FK Austria Wien
Vier Runden sind in der ADMIRAL Frauen Bundesliga Saison 2026/27 bereits absolviert und so langsam ergeben sich erste Tendenzen, wo es für die Teams jeweils hingehen könnte. Das Wochenende hatte von Schützenfest, über Überraschungen bis hin zu richtigen Thrillern wieder alles zu bieten.

Austria zerlegt Salzburg in Einzelteile

Eröffnet wurde die vierte Runde vom vermeidlichen Topspiel zwischen Austria Wien und dem FC Red Bull Salzburg. Die Salzburgerinnen starteten entschlossen in die Saison und konnten aus den ersten drei Spielen zwei Siege mitnehmen. An diesem Freitagabend in Wien sollten den Bullinnen aber ihre Grenzen aufgezeigt werden. Kurz zusammengefasst könnte man sagen, jeder Schuss ein Treffer. Die Gäste aus Salzburg wirkten vom Anpfiff weg überfordert und mussten sich praktisch schon nach einer halben Stunde geschlagen geben. Tore von Lotta Cordes, Patricia Pfanner und Louise Schöffel sorgten für eine schnelle 3:0 Führung der „Veilchen“. Vor der Pause musste Salzburg-Torfrau Valerie Guha bereits noch zweimal hinter sich greifen. Patricia Pfanner machte nach 38 Minuten ihren zweiten Doppelpack in Folge perfekt, Modesta Uka erhöhte fünf Minuten vor der Pause auf 5:0. Auch im zweiten Durchgang änderte sich das Geschehen wenig. Natürlich schalteten die Wienerinnen einen Gang zurück und schonten Spielerinnen. Zweimal sollte es aber trotzdem noch klingeln. Lotta Cordes krönte ihre Leistung ebenfalls mit einem Doppelpack und unterstreicht damit, dass sie nach ihrer Verletzung wieder zu alter Stärke findet. Den Schlusspunkt eines aus Salzburg-Sicht schmerzhaften Abends setzte das junge Top-Talent Valentina Pötzl, die per Außenrist den 7:0 Endstand herstellte. Die Austria hat also wieder in die alte Spur gefunden und zeigt, dass sie wieder das Team sein werden, das es zu schlagen gilt, um Titel zu gewinnen. Am Dienstag wartet bereits das Champions League Playoff Spiel gegen den SK Brann auf die Veilchen.

Vienna schockt Sturm

Die bis hierhin makellosen Grazerinnen vom SK-Sturm mussten am Freitag den ersten Punktverlust der Saison hinnehmen. In einem intensiven und engen Spiel kamen die Steirerinnen nicht über ein 1:1 gegen die First Vienna hinaus. Die Gastgeberinnen aus Wien-Döbling hatten in der Anfangsphase große Probleme die Offensive der Gäste in Schach zu halten. Mehr als einen Lattentreffer von Marie Spieß gab es in den ersten 45 Minuten jedoch nicht zu bejubeln. Nach dem Wiederanpfiff dann aber der überraschende Führungstreffer der Vienna. Sturm-Torfrau Sarah Dübel verschätzte sich bei einem langen Ball, was durch Lilah Havel eiskalt bestraft wurde. Unbeeindruckt zwangen die Grazerinnen der Vienna ihr Spiel auf und konnten auch den verdienten Ausgleich erzielen. Sara Pavlovic nahm sich aus der Distanz ein Herz und versenkte den Ball unhaltbar für Vienna-Schlussfrau Grabenhofer. In der Schlussphase konnte sich die Torfrau der Wienerinnen jedoch noch mehrmals auszeichnen und mit sehenswerten Paraden den Punkt festhalten. Nicht nur Sturm Graz, sondern auch die First Vienna bleibt damit in der laufenden Saison weiterhin ungeschlagen.

SKN weiterhin solide

Die Samstagspartie wurde in Linz gespielt, wo der LASK den SKN St. Pölten empfing. Die St. Pöltnerinnen unterstrichen erneut ihre starke Form und konnten den nächsten sicheren Sieg einfahren. Bereits nach vier Minuten konnte Union-Berlin Leihspielerin Alma Aagaard einen Patzer der Linzer Torfrau Andrea Gurtner ausnutzen und die „Wölfinnen“ in Führung bringen. Ähnlich wie in den Vorwochen verteidigten die Linzerinnen sehr geschlossen und machten es den Gästen schwer. Noch vor der Pause klatschte der Ball zweimal ans Aluminium durch Schüsse von Vago und Aagaard. Auch die Linzerinnen kamen zu ihren Chancen, scheiterten jedoch mehrmals an Torfrau Carina Schlüter. Auf die Entscheidung mussten die Zuschauerinnen und Zuschauer in Linz bis kurz vor dem Schlusspfiff warten. Isabel Aistleitner vollendete einen perfekt zu Ende gespielten Angriff gegen die aufgerückten Linzerinnen zum 2:0 Endstand. Der SKN bleibt damit in dieser Saison weiterhin makellos. Nächste Woche steht für die Niederösterreicherinnen das Champions League Play Off Spiel gegen Juventus Turin an.

Reisinger köpft Altach zu erstem Saisonsieg

Am Sonntagvormittag empfing der SK Rapid zum ersten Bundesliga-Heimspiel den SCR Altach. Die Vorarlbergerinnen konnten nach zwei deutlichen Niederlagen wieder Selbstvertrauen tanken und drei Punkte aus Wien-Hütteldorf mitnehmen. In einem sehr umkämpften, aber auch chancenarmen Spiel taten sich beide Teams lange schwer zu klaren Tormöglichkeiten zu kommen. Die Altacherinnen belohnten sich für den engagierten Auftritt nur kurz nach Wiederanpfiff. Bei einem Eckball stieg Lea Reisinger am höchsten und beförderte den Ball per Kopf zur Führung ins Tor. Danach gab es noch Gelegenheiten für den SK Rapid um doch noch anzuschreiben, doch das Glück sollte an diesem Tag nicht auf Seiten der Grün-Weißen stehen. Mit dem 0:1 Auswärtssieg schreibt Altach erstmals in dieser Saison an und schiebt sich damit vorübergehend vom Tabellenende auf Platz sieben, während sich Rapid auf dem neunten Rang wiederfindet.

Auch Blau-Weiß holt wichtigen Sieg

Zum Abschluss der Runde konnte der FC Blau-Weiß Linz/Kleinmünchen erstmals in der neuen Saison voll anschreiben. Beim FC Südburgenland/Hartberg konnte das Team von Trainerin Jasmin Pistotnik einen knappen 0:1 Sieg feiern. Die Burgenländerinnen zeigten aber erneut eine gute Leistung und machten es den Gästen aus Linz lange schwer. Die Linzerinnen kamen immer wieder gefährlich vors Tor, scheiterten aber immer wieder an der stabilen Defensive der Gastgeberinnen. Südburgenland konnte selbst einige Chancen verzeichnen, blieb jedoch im Abschluss zu ungenau. Nachdem es lange nach einem 0:0 aussah, sollte eine Standardsituation den Unterschied machen. Die Ecke der Linzerinnen konnte Sarah Lackner eiskalt verwerten und den ball unhaltbar in die rechte Ecke zum 0:1 Endstand köpfen. Mit den drei Punkten kann sich auch Blau-Weiß Linz aus dem Keller vorerst befreien und sich auf Platz acht schieben. Die Südburgenländerinnen übernehmen währenddessen punktegleich mit Rapid die rote Laterne.

Besonders die Duelle der vier letztplatzierten Teams sorgen somit für eine spannende Tabellensituation rund um den Abstiegsplatz. Nach der Niederlage des LASK und den weiteren Ergebnissen sind die Plätze sechs bis zehn nur durch einen Punkt getrennt. An der Spitze bleibt es ebenfalls weiter spannend, nachdem die St. Pöltnerinnen mit einem Spiel weniger auf einen Punkt an den SK-Sturm heranrücken.

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