14.10.2010 - 12:38 Uhr | News | Quelle: fcr
FCR-Chef: Bundesligaziel nur noch schwer zu erreichen

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(zi-) Der Mittwochnachmittag hat dem in der Bundesliga gebeutelten FCR 2001 Duisburg so richtig gut getan: Die Truppe spielte im ChampionsLeague-Spiel gegen Almaty 90 Minuten konzentriert nach vorne, schoss sechs schöne Tore und hat das Achtelfinale der CL erreicht. Vereinschef Dieter Oster strahlte nicht nur deshalb mit dem Sonnenschein um die Wette: „1087 Zuschauer an einem Mittwoch, das ist phantastisch! Wir sind sehr stolz auf unsere Fans.“

Nach der Kür folgt am Sonntag nun die Bundesliga-Pflicht (um 11 Uhr ist USV Jena zu Gast im PCC-Stadion), und in der Liga sieht die Bilanz natürlich nicht so rosig aus: Nach neun Spielen stehen schon zwei Niederlagen zu Buche, lediglich fünf Siege gab es zu feiern, und das Spitzenduo Potsdam/Frankfurt ist bereits vier und fünf Punkte enteilt; Zeit also, sich für die Saison neue Ziele zu setzen? Dieter Oster will die Realität nicht ausblenden, aber: „Bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt, doch es wird nun schon verdammt schwer, einen der ersten beiden Plätze zu erreichen.“

Natürlich erinnert der FCR-Chef in diesem Zusammenhang noch einmal an die „unfassbare Verletzungsmisere, wie wir sie hier seit Jahren nicht mehr erlebt haben“. Auf der anderen Seite: „Wir müssen ehrlicherweise sagen, dass wir trotzdem zum Beispiel gegen den HSV oder jetzt in Wolfsburg unnötigerweise Punkte liegengelassen haben.“ Über die Gründe rätseln die Verantwortlichen weiterhin, sicher ist nur, dass „wir in entscheidenden Situationen mitunter ungewohnt leichte Fehler gemacht haben, vielleicht mangelt es manchmal an der 100-prozentigen Konzentration“.

Doch Oster weiß auch: „Jammern hilft da gar nichts, wir müssen jetzt nach vorne schauen“ – und diesen Blick verbindet er ganz aktuell mit einer klaren Ansage: „Das Pokalspiel in Wolfsburg in einer Woche müssen wir unbedingt gewinnen, damit wir wenigstens in zwei Wettbewerben noch aussichtsreich im Rennen sind – aber auch aus ökonomischen Gründen. In der Bundesliga spielen wir bis zur Saison-Halbzeit noch gegen Jena und in Saarbrücken; auch da kann das Ziel nur heißen, möglichst zweimal zu gewinnen, um den Anschluss nicht gänzlich zu verlieren.“

Diesen Anspruch hat natürlich auch Cheftrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Sie hofft, dass die Mannschaft den Schwung aus dem Mittwoch-Spiel auch in die Partie am Sonntag mitnehmen kann - zumal „der Kader ähnlich aussehen wird wie gegen Almaty – und folglich auch sehr klein ist“. Aus dem Krankenlager zurück kommt allenfalls Mandy Islacker, „Himmighofen und Bresonik werden sicher weiterhin ausfallen“. Die Entscheidung, ob Popp und/oder Weichelt am Sonntag auflaufen werden, macht die Trainerin von den Entwicklungen der nächsten Tage abhängig. Einen Sieg erwartet allerdings auch sie am Sonntag von ihrer Mannschaft gegen Jena – auch, weil der Gegner aus dem denkwürdigen Pokalfinale im Mai in Köln eine eher enttäuschende Saison spielt und bisher nur zweimal - in Leverkusen (4:0) und gegen Herford (2:1) - gewonnen hat. Gerade weil dieses Spiel so wichtig ist, hat Dieter Oster noch einen Wunsch „an die besten Fans der Welt“: „Es wäre wunderbar, wenn wir auch gegen Jena die 1000er-Schallmauer durchbrechen könnten.“

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