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17.04.2026 - 09:00 Uhr | News | Quelle: dpa
Iranische Fußballerinnen danken Australien für Asyl

Mit einem stillen Protest gegen die Führung in ihrer Heimat riskierten sie alles - mittlerweile haben zwei iranische Fußball-Nationalspielerinnen ein neues Leben im australischen Exil begonnen. Jetzt dankten sie der Regierung und allen Unterstützern in einer Mitteilung - und zeigten sich «überwältigt von der Herzlichkeit und Großzügigkeit» insbesondere der iranischen Diaspora in Down Under, wie der australische Sender ABC berichtete.
Fatemeh Pasandideh und Atefeh Ramezanisadeh erklärten, die Unterstützung habe ihnen Hoffnung auf eine Zukunft gegeben, «in der wir sicher leben und unseren Sport ausüben können». Momentan konzentrierten sie sich vor allem auf ihre Sicherheit, ihre Gesundheit und den Wiederaufbau ihres Lebens. Sie waren zunächst beim A-League-Verein Brisbane Roar untergekommen, mit dem sie trainierten.
«Wir sind Spitzensportlerinnen, und es ist weiterhin unser Traum, unsere sportliche Karriere hier in Australien fortzusetzen», schrieben sie. Gleichzeitig baten die beiden Frauen um Zurückhaltung: Für öffentliche Auftritte oder Interviews stünden sie derzeit nicht zur Verfügung. Auf einem Foto waren beide ohne Kopftuch zu sehen.
Stiller Protest mit Folgen
Die beiden gehörten zu einer Gruppe von insgesamt sieben Teammitgliedern, die während des Asien Cup in Australien Asyl bekommen hatten. Hintergrund war, dass die Mannschaft vor dem Auftaktspiel die Nationalhymne nicht mitgesungen hatte. Im Iran wurde das als Zeichen gegen die Führung in Teheran gewertet. Staatsmedien bezeichneten sie später als «Verräterinnen», auch wenn sie bei den folgenden Partien wieder mitsangen und salutierten.
Beobachter befürchteten, dass den Frauen im Iran schlimme Konsequenzen drohten - oder, dass ihre Familien unter Druck geraten könnten, falls sie nicht zurückkehren sollten. Fünf der sieben Teammitglieder, denen die australische Regierung humanitäre Visa gewährt hatte, hatten ihre Asylgesuche am Ende wieder zurückgezogen und waren abgereist. Das Schicksal des iranischen Teams hatte im März für großen Wirbel gesorgt.
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