06.02.2011 - 09:35 Uhr | News | Quelle: Vereine
Meisterschaft spannend wie selten - Potsdam empfängt Duisburg

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©FCR 01 Duisburg
Fällt heute eine Vorentscheidung im Titelrennen? Zwei der drei Top-Teams an der Spitze der Bundesliga treffen heute in Potsdam aufeinander: Der 1. FFC Turbine (40 Punkte) empfängt den Dritten FCR 2001 Duisburg (38 Punkte). Hinter Tabellenführer Potsdam lauert der 1. FFC Frankfurt (39 Punkte), der es zu Hause mit dem abstiegsbedrohten 1. FC Saarbrücken zu tun haben wird. Die Frankfurterinnen hoffen auf einen Ausrutscher der Potsdamerinnen, um wieder die Tabellenführung übernehmen zu können. Das Spiel Turbine Potsdam gegen FCR Duisburg wird ab 11 Uhr live auf www.dfb-tv.de übertragen.

Nach dem überraschenden Erfolg im Nachholspiel in Frankfurt (1:0) am vergangenen Wochenende möchten die Duisburgerinnen den zweiten Tabellenführer innerhalb einer Woche vom Thron stoßen. Nur bei einem weiteren Sieg hat der FCR noch eine realistische Chance auf die Meisterschaft. Der 1.FFC Turbine Potsdam kam nicht so gut aus der Winterpause: Beim knappen 1:0-Pokalsieg gegen Essen-Schönebeck erwischten die Turbinen nicht ihren besten Tag: „Wir haben uns lange das Leben schwer gemacht“, sagte Bianca Schmidt, die Schützin des goldenen Tores, nach dem Fight, der auch durch den schwer bespielbaren Boden gekennzeichnet war.

Holpriger Pokalsieg, schwerer Boden – sind das Aspekte, die FCR-Cheftrainerin Martina Voss-Tecklenburg (Foto) in ihre Spielvorbereitung aufnimmt? „Ich gehe davon aus, dass der Platz besser bespielbar sein wird, weil in Potsdam keine Frosttemperaturen mehr erwartet werden. Die Platzverhältnisse haben wir schon in Frankfurt nicht als Argument für eine teilweise schwache Leistung gelten lassen und so halten wir es auch in Potsdam“, sagt Voss-Tecklenburg. Mit welcher Aufstellung und taktischen Ausrichtung die Begegnung bestritten werden soll, lässt sie offen. Relativ klar ist nur, dass der FCR nicht erneut in einer 4-1-4-1-Formation starten wird, die in Frankfurt trotz des Sieges nicht so recht funktionierte. Voss-Tecklenburg: „Wir wollen das Spiel gewinnen, und dafür müssen wir auf jeden Fall den gefährlichen Dreiersturm der Turbinen in den Griff bekommen.“ Ob es dafür neben taktischen auch personelle Umstellungen geben wird, entscheidet Voss-Tecklenburg erst kurz vor dem Spiel. Sicher ist nur, dass Stamm-Torfrau Uschi Holl weiter verletzt ist.

Turbine-Trainer Bernd Schröder hat ebenfalls die bekannten personellen Probleme. Nadine Keßler, Stefanie Draws und Jessica Wich (alle verletzt) stehen nicht zur Verfügung. Tabea Kemme hat nach ihrer Kopfverletzung wieder mittrainiert und ist einsatzbereit. Josephine Henning kränkelt ein wenig, doch hofft Schröder, dass sie spielen kann. Schröder, der keine Sonderbewachung von Duisburger Top-Torjägerin Inka Grings plant, will die Löwinnen von Anfang an mit hohem Tempo unter Druck setzen. „Wir müssen einen frühen Rückstand verhindern und auf ein schnelles, eigenes Tor drängen“, so Schröder vor der Partie auf der Vereinshomepage.

Auf einen Ausrutscher der Brandenburgerinnen hofft der 1. FFC Frankfurt – und muss selbst dringend punkten. Für Cheftrainer Sven Kahlert ist das Spiel gegen den Ligazehnten kein Selbstläufer: „Mit Saarbrücken erwartet uns ein Gegner, der selbst jeden Punkt für den Klassenerhalt braucht und daher sicher kompakt und aggressiv kämpfen wird. Im Kader von Stephan Fröhlich stehen viele gute Talente wie die U 19-Nationalspielerinnen Nina Rauch und Laura Vetterlein, aber auch erfahrene Kräfte wie Torfrau Romina Holz, Nigerias Cynthia Uwak oder die Isländerin Sif Atladottir“, zeigt Kahlert Respekt vor den Gästen.

Im Kader des 1. FFC Frankfurt fehlen weiterhin Silvana Chojnowski (Rückenprellung), Valeria Kleiner (Reha nach Innenbandriss), Sara Thunebro (Reha nach Außenbandriss im Sprunggelenk) sowie Stephanie Ullrich (Rückenprobleme). Fraglich sind zudem die Einsätze von Birgit Prinz (Oberschenkel-Reizung) und Ariane Hingst (Erkältung).

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