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30.08.2026 - 17:15 Uhr | News | Quelle: sd | von: Emilie Bitsch
Tolhoek kurz vor Schluss: Frankfurt wendet Blamage gegen Nürnberg ab

©IMAGO
Vor rund 3005 Zuschauer:innen ging an einem sonnigen Sonntagmittag Arnautis mit sieben Wechsel in das Spiel gegen die Clubfrauen. Dabei blieben prominente Namen wie Larissa Mühlhaus, Erëleta Memeti oder Amanda Ilestedt erstmal auf der Bank. Neu in das Team sind Noemi Ivelj, Jarne Teulings, Jamilla Rankin, Haley Raso, Pia-Sophie Wolter, Danique Tolhoek und Sara Doorsoun gekommen.
Club-Trainer Omar Adlani wechselte hingegen nur einmal: Für die gelb-rot gesperrte Fany Proniez begann Toulouse-Neuzugang Louna Lapassouse.
Adlanis Wechsel wirkt, Frankfurt ideenlos
Das Spiel startete träge. Ein umkämpftes Mittelfeld, was teils pro Nünrberg entschieden wurde, konnten die Zuschauer:innen im Stadion am Brentanobad sehen, – meist zugunsten der Nürnbergerinnen. Gerade das Club-Juwel Charline Coutel hielt Frankfurt in seinen Zäunen, die Hessinnen konnten im neu-formierten Mittelfeld von Hanna Bennison und Noemi Ivelj wenig zugreifen.
Nürnberg stand hinten kompakt, die Eintracht hatte wenig Ideen, was dagegen zu setzen. Somit kam der erste Abschluss nicht von den Frankfurterinnen, sondern von Nürnberg: In der 24. Minute stimmten sich die wieder in die Startelf gerückte Sara Doorsoun und Pia-Sophie Wolter nicht richtig ab, beim Klärungsversuch von Wolter stibitzt Lapassouse den Ball auf Lara Meroni, die sich aus rund 20 Meter sich das Herz fasst und abzieht. Doch SGE-Keeperin Lina Altenburg ist früh unten und kann sicher halten.
Durch diesen ersten Abschluss, drückte Nürnberg immer mehr gegen die doch sehr unsichere Abwehr rund um Doorsoun und konnte sich dann in der 32. Minute belohnen: Stürmerin Lapassouse kombinierte sich mit Nastassja Lein durch die Reihen, die sich erst gegen Marthine Østenstad und dann Doorsoun durchsetzt, aber den Ball erst verliert. Beim Klärungsversuch im Strafraum von Ivelj, hält Lein das Bein hin, wodurch dieser zu Lapassouse kommt und frei vor Altenburg abschließen kann. Damit gingen die Clubfrauen verdient in Führung. Außerdem war es das erste Tor für Louna Lapasousse, die durch die gesperrte Proniez reingerutscht ist.
Die Eintracht kam Minuten später das erste Mal zum Abschluss durch eine Kombination von Kapitänin Laura Freigang, Danique Tolhoek und Hayley Raso, die aber vorher von Ex-Frankfurterin Keira Bednorz abgewehrt werden kann.
Mühlhaus kommt und geht, Memeti mit Energie
Zur Halbzeit ist klar, dass Trainer Arnautis nicht zufrieden mit der Leistung gewesen sein kann. Somit nahm er Mittelfeldstrategin Hanna Bennison und die unglückliche Raso runter und warf Stammspielerinnen Erëleta Memeti und Larissa Mühlhaus rein. Für die Torschützenkönigin der vergangenen Saison Mühlhaus geht es aber nach nur zehn Minuten nicht mehr weiter. Nach einem Zweikampf blieb die deutsche Nationalspielerin liegen und hielt sich den Oberschenkel. Nach aktuellem Stand sollte es nur ein Pferdekuss gewesen sein. Ob sie bis Mittwoch wieder fit ist, ist aktuell noch ungewiss.
Auch in der zweiten Halbzeit ließ die Abwehrreihe rund um Jamilla Rankin und Østenstad viele Fehler zu und Nürnberg kam immer wieder frei zum Abschluss. Einzig die Keeperin Lina Altenburg rettete die Eintracht vor weiteren Gegentoren (57.).
Frankfurt kam auch durch die Wechsel von Amanda Ilestedt und Dilara Açikgöz nicht richtig ins Spiel, doch die eingewechselte Memeti wirbelte immer wieder die Abwehr rund um Club-Spielerin Leia Varley auf und brachte die SGE als einzige Spielerin immer wieder in Gefahr. So auch beim 1:1-Ausgleich: Die kosovarische Nationalspielerin tankt sich auf dem rechten Flügel bis in den Strafraum durch und sieht die herein laufende Niederländerin Tolhoek, die frei einschieben kann (86.). Es war ein Befreiungsschlag der Hessinnen, die noch eine Blamage vor dem Spiel gegen die Pariserinnen abwenden konnten.
”In der Bundesliga ist kein Spiel leicht”
Auch nach dem Spiel saß der Frust etwas tief. Cheftrainer Niko Arnautis sah, dass nicht alle Spielerinnen den letzten Funken rüberbringen konnten, um die maximale Topleistung rausholen zu können. Diese sah er in kaum einer Phase bei seinem eigenen Team. Noch vor dem Spiel warnte der 46-Jährige vor Nürnberg, dass sie ein ernstzunehmender Gegner seien und so kam es auch. “In der Bundesliga ist kein Spiel leicht”, resümierte Arnautis. Man sei froh einen Punkt mitzunehmen gegen stark spielende Clubberinnen, jetzt müsse man den Blick auf das Spiel gegen Paris setzen. Ob auch die starke Rotation ein Fehler gewesen sei, verneinte der Cheftrainer.
Jetzt bleibt abzuwarten, ob Eintracht Frankfurt nach dem Heimspiel gegen Nürnberg nochmal alle Kräfte sammeln kann, um am Mittwoch (18:30 Uhr) gegen Paris nach zwei Saison Abwesenheit wieder in die Champions League Endrunde einzuziehen.
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