20.08.2026 - 11:00 Uhr | News | Quelle: dpa
Trotz Misstönen: Bundesliga-Vorfreude bei Mainzer Fußballerinnen

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Nach dem Aufstieg findet bei den Fußballerinnen des FSV Mainz 05 ein großer Umbruch statt. Alles wird breiter und professioneller aufgestellt für das Abenteuer Bundesliga.

Runderneuertes Team und professionellere Strukturen: Trotz eines vermeidbaren Ärgernisses sehen die Fußballerinnen des 1. FSV Mainz 05 mit viel Euphorie ihrem Bundesliga-Abenteuer entgegen. «Die Vorfreude ist groß. Wir sind froh, dass wir uns nun präsentieren können und es endlich ans Eingemachte geht», sagte die sportliche Leiterin Nadine Kreß. Zum Auftakt geht es am kommenden Montag (18.00 Uhr/Sport1, MagentaSport und DAZN) daheim gegen Werder Bremen.

Die Vorfreude überstrahlt auch die Misstöne, die zuletzt im Zusammenhang mit dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt aufgekommen waren. Spielerinnen, die am überraschenden Aufstieg mitgewirkt hatten, inzwischen aber den Verein verlassen haben, fehlten bei der kürzlich stattgefundenen Ehrung. Kreß räumte den Fauxpas ein und entschuldigte sich bei den teilweise aufgebrachten ehemaligen Akteurinnen.

Verein entschuldigt sich bei Ex-Spielerinnen

Sie bedauere dies und werde jede Spielerin persönlich kontaktieren. «Hier ist in der internen Organisation einiges schiefgelaufen. Wir möchten die betroffenen Spielerinnen unserer Aufstiegsmannschaft ausdrücklich um Verzeihung bitten», sagte Kreß in einer Vereinsmitteilung.

Der kommenden Saison blickt sie nun aber optimistisch entgegen. «Es ist ein Privileg, dass wir uns mit den Besten in Deutschland messen dürfen. Wir wollen Spiel für Spiel das Beste geben, alles mitnehmen und genießen und am Ende der Saison hoffentlich über dem Strich stehen», sagte Kreß.

Kader runderneuert - 11 Spielerinnen kamen, 13 gingen

Gemeinsam mit ihren Mitstreitern gab es nach dem Durchmarsch in die Eliteliga viel abzuarbeiten. Kaum ein Stein, der nicht umgedreht wurde. «Mit so einem Aufstieg sind verschiedene Themenfelder neu oder intensiver geworden», sagte Kreß. So habe man sich auch dank eines höheren Budgets anders aufgestellt, sowohl was die Spielerinnen als auch das Trainerteam angehe. «Wir haben auf Halbprofi-Dasein umgestellt. Wir haben jetzt auch Trainer und Funktionäre, die in Vollzeit arbeiten. Das war in der letzten Saison noch anders», betonte sie.

Ein großes Thema war die nicht ganz einfache Kaderplanung. Dreizehn Spielerinnen verließen den Verein, elf neue kamen hinzu. Coach Takashi Yamashita hatte nur wenige Wochen Zeit, alle zu integrieren. «Ich denke, wir haben eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt, die sich in der Bundesliga messen kann. Das Augenmerk lag vor allem darauf, uns individuell, also positionsspezifisch in der Qualität zu verstärken. Dabei war es ganz wichtig, dass der Charakter der Spielerinnen zu uns passt», sagte Kreß.

Training und Strukturen professioneller

Denn der Liga-Neuling erwartet, im unteren Drittel der Liga zu landen - mit dem Ziel Nichtabstieg. «Wenn es darum geht, jeden Punkt mitzunehmen, ist die Moral und Mentalität einer Mannschaft ganz entscheidend», sagte Kreß. Es müsse passen, denn so komme man auch aus schwierigen Phasen - die mit Sicherheit kommen werden - wieder heraus, könne daran wachsen und stecke nicht den Kopf in den Sand.

Ein weiterer großer Punkt auf der Agenda war das professionellere Training. Die komplette Infrastruktur rund um den Übungsbetrieb sei neu und breiter aufgestellt worden. Dies funktioniere eng in Absprache mit dem Nachwuchsleistungszentrum und den Männern, da sich die Teams ein Gelände teilen. «Wir haben einen ganz guten Weg für uns gefunden», bestätigte Kreß.

Zuschauerzahl soll steigen

Für die Premierensaison erhoffen sich die Mainzerinnen auch einen größeren Zuschauerzuspruch - möglichst im vierstelligen Bereich. Das Stadion am Bruchweg bietet dafür den entsprechenden Rahmen. «Die Atmosphäre dort ist etwas ganz Besonderes. Es ruft traditionsreiche, nostalgische Gefühle hervor. Die Stimmung wird immer als sehr besonders wahrgenommen und sie trägt einen auch», sagte Kreß.

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