28.03.2013 - 11:48 Uhr | News | Quelle: FCR
Zebras zeigen Solidarität mit Löwinnen

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Große Zufriedenheit beim FCR 2001 Duisburg: Der von der Insolvenz bedrohte Bundesligist hatte beim Benefizspiel gegen den 1.FFC Frankfurt gestern Abend 738 zahlende Zuschauer. Die Solidarität war umfassend, auch die komplette Mannschaft des MSV Duisburg war anwesend, die Zebra-Legenden um Bernard Dietz, der den Anstoß vornahm, und zahlreiche lokale Politprominenz waren ins PCC-Stadion gekommen. Entlohnt wurden sie mit einem munteren Spiel, zwei sehr unterschiedlichen Halbzeiten und sieben schönen Toren. Die Frankfurterinnen gewannen schließlich mit 5:2 (4:0). Und Siggi Dietrich, der Manager des FFC, brachte dem Gastgeber neben seinem Team auch noch warme Worte mit: «Wir wünschen dem FCR 2001, mit dem wir uns so viele tolle Duelle geliefert haben, viel Erfolg beim Bemühen, diese schwierige Situation zu überwinden.»

Der sportliche Teil ist zumindest bezüglich der ersten Halbzeit schnell erzählt – und natürlich liegt für Den FCR ein wenig Bitterkeit und Wehmut darin, sehen zu müssen, wie groß der Qualitätsunterschied in diesen 45 Minuten zwischen zwei Mannschaften ist, die sich jahrelang Duelle auf Topniveau geliefert haben und noch vor einem Jahr mit einem packenden Pokal-Halbfinale die Fans begeisterten. Allerdings ließ Duisburgs Trainer Sven Kahlert in diesem ersten Durchgang auch die jungen, teilweise noch unerfahrenen Löwinnen los: «Da hat man gesehen, dass meine Mannschaft in dieser Phase teilweise überfordert war, vor allem an dieses Tempo sind diese Spielerinnen noch nicht gewöhnt.»

Dreizehn Minuten waren gerade gespielt, da stand es bereits 0:3: Ausgerechnet Rückkehrerin Kozue Ando traf zur frühen Führung (4.), nachdem Kämper einen Gewaltschuss von Crnogorcevic nur mit Mühe abwehren konnte. Dann kam die große Show der Sandrine Bretigny: Nach jeweils sehr guten, schnellen Kombinationen traf die französische Nationalspielerinnen gleich dreimal (7./13./35.) zum Halbzeitstand von 0:4 – ein verdientes Resultat, das noch höher hätte ausfallen können. Der FCR 2001 hatte lediglich nach der einzigen Ecke für die Gastgeberinnen eine kleine Möglichkeit zur Ergebniskorrektur. Mit fünf neuen Spielerinnen versuchten die Löwinnen nach dem Wechsel, ein paar mehr Offensivaktionen zu setzen – und in der Tat, bereits in der 50. Minute prüfte Cengiz Torfrau Schumann mit einem fulminanten Distanzschuss, und nur drei Minuten später fiel dann das 1:4: Nach sehenswerter Kombination über Cengiz und Groenen stocherte Islacker den Ball entschlossen über die Linie.

Die Formation der zweiten Hälfte hatte deutlich mehr Offensivpotenzial, auch spielerisch hielten die Löwinnen nun mit und wurden auch belohnt: Oster bewies ihren wiederentdeckten Torjäger-Riecher und traf nach schöner Linksflanke zum 2:4 (68.). In der 71. Minute verhinderte nur der Pfosten bei einem Müller-Schuss den Anschlusstreffer. Den Schlusspunkt in diesem nach der Pause ausgeglichenen Spiel setzten dann doch die Gäste: Munk erzielte das 5:2.

Mit dem zweiten Durchgang war der Löwinnen-Coach Kahlert durchaus einverstanden: «Wir haben da bewiesen, dass wir absolut bundesligatauglich sind.»

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