28.08.2026 - 13:30 | News | Source: sd | von: Emilie Bitsch
Frankfurt warnt vor Nürnberg: „Ein Jahr Bundesliga-Erfarung mehr“

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©IMAGO
Eintracht Frankfurt geht mit Respekt in das Duell mit dem 1. FC Nürnberg. Dass der Club ein ernstzunehmender Gegner ist, zeigte sich bereits am ersten Spieltag der neuen Bundesliga-Saison gegen den VfL Wolfsburg. Nürnberg führte zur Halbzeit überraschend mit 2:0, ehe eine Gelb-Rote Karte die Partie in der zweiten Hälfte entscheidend veränderte. In Unterzahl musste sich der Club am Ende mit 2:8 geschlagen geben. Für Niko Arnautis ist das Ergebnis deshalb kein Grund, Nürnberg zu unterschätzen.

Neue Saison, neue Voraussetzungen

„Nürnberg hat jetzt ein Jahr Bundesliga-Erfahrung mehr“, betonte Arnautis auf der Pressekonferenz. Der Club habe sich an das Niveau gewöhnt und wisse inzwischen deutlich besser, was ihn in der Bundesliga erwarte. Gleichzeitig hat sich auch das Gesicht der Frankfurter Mannschaft verändert. Zahlreiche Spielerinnen haben den Verein im Sommer verlassen, während neue Kräfte dazugestoßen sind.

Damit verlieren auch die vergangenen direkten Duelle an Aussagekraft. In der vergangenen Saison verlor Frankfurt überraschend im turbulenten Auswärtsspiel mit 3:5, setzte sich im Rückspiel jedoch mit 4:1 durch. Für Arnautis sind diese Ergebnisse allerdings nur bedingt relevant. Schließlich standen damals teilweise Spielerinnen auf dem Platz, die heute nicht mehr zum Frankfurter Kader gehören. Gegen Nürnberg müsse man deshalb „wieder bei null anfangen“.

Dass die Neuzugänge bereits dabei sind, ihre Rollen zu finden, stimmt den Trainer positiv. Spielerinnen wie Larissa Müllerhaus oder Paulina Krumbiegel hätten sich in der Vorbereitung und im Training ambitioniert gezeigt und seien in die Mannschaft bereits voll integriert. Gleichzeitig setzt Frankfurt nicht ausschließlich auf die neuen Gesichter.

Dilara Açikgöz nach langer Verletzungpause voll drinne

Ein Beispiel dafür ist Dilara Açikgöz. Die 22-Jährige kann auf mehreren Positionen eingesetzt werden und ist damit zu einer wichtigen Option für Arnautis geworden. Ob Außenverteidigung, zentrales Mittelfeld oder die defensive Position davor – die deutsche U23-Nationalspielerin Açikgöz bringt die nötige Variabilität mit, um auf unterschiedliche Spielsituationen reagieren zu können.

Ihre Entwicklung ist dabei besonders bemerkenswert. Nachdem sie in der vergangenen Saison aufgrund einer langwierigen Verletzung kaum zum Einsatz gekommen war, spielt sie nun eine deutlich wichtigere Rolle. Açikgöz steht damit sinnbildlich für eine Frankfurter Mannschaft, die sich nach dem Umbruch neu sortieren muss – und dabei nicht nur auf die Sommer-Neuzugänge setzt, sondern auch auf Spielerinnen, die bereits im Kader standen.

Fünftes Pflichtspiel innerhalb drei Wochen

Hinzu kommt die Belastung. Für Frankfurt ist die Partie gegen Nürnberg bereits das fünfte Pflichtspiel innerhalb weniger Wochen. Grund dafür ist die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation. Erst am Mittwochabend war die Eintracht gegen Paris Saint-Germain gefordert und erkämpfte sich ein 1:1. Nürnberg steht dagegen erst vor seinem zweiten Pflichtspiel der Saison.

Trotz der intensiven Wochen will Arnautis seine Mannschaft mit viel Energie sehen. Die Belastung dürfe nicht dazu führen, dass Frankfurt passiv auftrete. Vielmehr gehe es darum, von Beginn an aktiv zu sein und die eigenen Stärken auf den Platz zu bringen.

Nürnberg dürfte dabei genau diese Energie fordern. Das erste Saisonspiel hat gezeigt, dass der Club auch gegen einen Topgegner für Überraschungen sorgen kann. Frankfurt erwartet somit trotz des unterschiedlichen Saisonstarts und der vergangenen direkten Duelle keine leichte Aufgabe.

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