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01.06.2014 - 18:20 | News | Source: Soccerdonna/dpa
Turbine raus aus dem Titelrennen

Nun kommt es am letzten Spieltag zum großen Showdown: Kommenden Sonntag spielen der 1.FFC Frankfurt und der VfL Wolfsburg im direkten Duell um den Meistertitel. Durch den Sieg über Potsdam steht fest, dass sich der Pokalsieger aus Hessen bereits für die Champions League qualifiziert hat. «Unsere zwei Saisonziele haben wir damit erreicht. Jetzt fehlt noch die Kür und die deutsche Meisterschaft», sagte Frankfurts Manager Siegfried Dietrich nach dem Erfolg über den langjährigen Rivalen. Frankfurt geht mit der besseren Ausgangslage in die Partie in Wolfsburg. Der 1.FFC führt mit 53 Punkten die Tabelle vor dem Champions-League-Sieger (52) an. Wolfsburg gewann beim BV Cloppenburg mit 2:0 (0:0).
Vor der Frankfurter Liga-Rekordkulisse von 7250 Zuschauern sorgten Lira Alushi (42. Minute), die wahrscheinlich ihr letztes Heimspiel für Frankfurt absolvierte und nach Paris wechseln wird, und Kerstin Garefrekes (90.+3) für den glücklichen Erfolg. Überschattet wurde der Sieg von der schweren Verletzung der Nationalspielerin Saskia Bartusiak. Nach einer ersten Untersuchung soll sich die 31-Jährige einen Riss des hinteren Kreuzbandes im linken Knie zugezogen haben. Eine Bestätigung stand zunächst noch aus. Bartusiak wollte in der 61. Minute eine weite Potsdamer Flanke klären, traf ins eigene Tor und verletzte sich bei der Landung. «Das ist ein großer Verlust für uns, Saskia ist in der Abwehr praktisch unersetzlich», meinte Frankfurts Trainer Colin Bell.
«Das Eigentor hat uns gut getan», befand allerdings der Engländer. Erst danach habe sein Team besser gespielt. Aber Potsdam, das schon in der ersten Halbzeit beste Chancen nicht verwerten konnte, war mindestens gleichwertig und hatte die größte Möglichkeit zum Sieg. Doch Maren Mjelde scheiterte in der 82. Minute mit einem Foulelfmeter und dem Nachschuss an FFC-Torfrau Desirée Schumann. «Der Elfmeter hat uns das Genick gebrochen», bekannte Potsdams Trainer-Oldie Bernd Schröder. Für den 72-Jährigen bricht mit dem Scheitern im Kampf um einen internationalen Startplatz keine Welt zusammen. «Wir sind vorbereitet, wir werden wieder eine gute Mannschaft mit jungen Spielerinnen haben. Wir denken langfristig», erklärte Schröder.
Die vorzeitige Meisterkrönung der Frankfurterinnen verhinderte Martina Müller (Foto), die dem VfL Wolfsburg in einer umkämpften Begegnung mit ihren Treffern (55./90.+2) ein 2:0 beim Aufsteiger BV Cloppenburg bescherte. «Die Wolfsburgerinnen sind nach wie vor das Maß der Dinge. Sie haben die Champions League verteidigt und über 30 Mal zu Hause nicht verloren. Wenn wir wie heute so viele Torchancen zulassen, haben wir keine Chance. Wir brauchen Topform», sagte Frankfurts Bell.
Cloppenburg kann trotz der Niederlage noch auf den Klassenerhalt hoffen, weil dem FF USV Jena zwei Minuten vor dem Abpfiff der Ausgleich gegen den MSV Duisburg gelang. Julia Arnold glich die frühe Führung des MSV durch Sofia Nati (6.) vor der Jenaer Rekordkulisse von 2703 Zuschauern aus. Duisburg hat vor dem letzten Spieltag allerdings weiterhin die besseren Karten als Cloppenburg: Der MSV hat zwei Punkte mehr auf dem Konto und empfängt am kommenden Tonträger das Schlusslicht VfL Sindelfingen. Der BVC muss beim SC Freiburg dreifach punkten und auf einen Ausrutscher der Zebras hoffen.
Gerettet hat sich die TSG 1899 Hoffenheim durch einen 3:2 (1:2)-Erfolg in München beim FC Bayern. Dabei begann es gar nicht gut für die Gäste: Leonie Pankratz unterlief bereits in der ersten Minute ein Eigentor, Lena Lotzen erhöhte für die Bayern in der 17. Minute auf 2:0. Mana Iwabuchi (21.) gelang der Anschlusstreffer, und in der 55. Minute glich Sabine Stoller aus. Fünf Minuten vor dem Spielende drehte Iwabuchi das Spiel sogar komplett und erzielte den Siegtreffer für die TSG, die nun mit 22 Punkten den Klassenerhalt sicher hat.
Der Absteiger VfL Sindelfingen verabschiedete sich mit einer 0:6 (0:2)-Schlappe gegen Bayer 04 Leverkusen von seinem Heim-Publikum aus der Bundesliga. Sharon Beck (15.), Marisa Ewers (44.), Carolin Simon (66.), Francesca Weber (69.), Isabelle Linden (71.) und Lisa Schwab (81.) trafen für die Werkself.
Die SGS Essen besiegte den SC Freiburg mit 2:1 (0:1). Sara Däbritz (29.) brachte die Breisgauerinnen in Führung, doch Charline Hartmann (55.) und Vanessa Martini (88.) drehten die Partie zugunsten der SGS.
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