25.07.2026 - 20:15 Uhr | News | Quelle: WAFCON
16 Teams und große WM-Chancen: WAFCON startet in Marokko

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©IMAGO
Nur eine Woche nach dem Finale der Männer-Weltmeisterschaft steht das nächste große Nationalmannschaftsturnier bevor. Am Sonntag beginnt in Marokko der Women’s Africa Cup of Nations 2026. Die 14. Ausgabe der Afrikameisterschaft wird erstmals mit 16 Nationen ausgetragen und umfasst bis zum Endspiel am 16. August insgesamt 34 Partien in Rabat und Casablanca.

Ursprünglich sollte das Turnier bereits vom 17. März bis zum 3. April stattfinden. Zwölf Tage vor dem geplanten Beginn verschob die CAF die Endrunde jedoch aufgrund nicht näher erläuterter „unvorhergesehener Umstände“. Auch Fès fiel als Austragungsort weg, sodass die Begegnungen nun ausschließlich in Rabat und Casablanca ausgetragen werden.

Die Erweiterung von zwölf auf 16 Mannschaften wurde erst nach Abschluss der Qualifikation beschlossen. Kamerun, die Elfenbeinküste, Mali und Ägypten ergänzten das Teilnehmerfeld als die vier bestplatzierten Mannschaften der FIFA-Weltrangliste, die in der letzten Qualifikationsrunde ausgeschieden waren. Mit Kap Verde und Malawi nehmen zugleich zwei Nationen erstmals an einer Frauen-Afrikameisterschaft teil.

Gastgeber Marokko trifft in Gruppe A auf Algerien, Senegal und Kenia. Gruppe B bilden Südafrika, die Elfenbeinküste, Burkina Faso und Tansania. Titelverteidiger Nigeria bekommt es in Gruppe C mit Sambia, Ägypten und Malawi zu tun, während Ghana, Kamerun, Mali und Kap Verde in Gruppe D aufeinandertreffen. Die jeweils beiden besten Mannschaften erreichen das Viertelfinale.

Eröffnet wird das Turnier am Sonntag um 18 Uhr Ortszeit mit der Partie zwischen Algerien und Senegal. Drei Stunden später startet Gastgeber Marokko gegen Kenia in den Wettbewerb. Zu den Höhepunkten der Gruppenphase zählen das Duell zwischen Nigeria und Sambia am 1. August sowie die Begegnung zwischen Ghana und Kamerun einen Tag später.

Als großer Favorit geht erneut Nigeria in das Turnier. Die Super Falcons gewannen zehn der bisherigen 13 Austragungen und drehten im Endspiel der vergangenen Afrikameisterschaft einen 0:2-Rückstand gegen Marokko noch in einen 3:2-Sieg. Kapitänin Rasheedat Ajibade, Torhüterin Chiamaka Nnadozie und die sechsmalige Afrikas Fußballerin des Jahres Asisat Oshoala gehören zu den bekanntesten Spielerinnen des Titelverteidigers.

Marokko erreichte bei den vergangenen beiden Austragungen jeweils das Finale und hofft vor heimischem Publikum auf den ersten Titel. Mit Kapitänin Ghizlane Chebbak verfügen die Atlas Lionesses über die Torschützenkönigin der letzten beiden Turniere. Auch Südafrika, Afrikameister von 2022, Sambia um Barbra Banda und Racheal Kundananji sowie der amtierende Bronzemedaillengewinner Ghana gehören zum erweiterten Favoritenkreis.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt Debütant Malawi. Kapitänin Tabitha Chawinga und ihre Schwester Temwa zählen seit Jahren zu den international erfolgreichsten afrikanischen Spielerinnen. Ghana setzt unter anderem auf Evelyn Badu und die kürzlich zur PSV Eindhoven gewechselte Princess Marfo.

Neben dem kontinentalen Titel steht die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien im Mittelpunkt. Alle vier Halbfinalisten lösen direkt das WM-Ticket. Die vier im Viertelfinale ausgeschiedenen Mannschaften bestreiten zwei zusätzliche Entscheidungsspiele. Die beiden Sieger qualifizieren sich für das interkontinentale Play-off-Turnier der FIFA.

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