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18.08.2023 - 09:00 Uhr | News | Quelle: dpa
Abenteuer für den HSV beginnt: «Erst mal kleinere Brötchen backen»

©Thorsten Witt
Sarah Stöckmann kann den Start in das Abenteuer 2. Fußball-Bundesliga kaum erwarten. «Lampenfieber habe ich nicht, es ist einfach pure Vorfreude, dass es jetzt endlich losgeht», sagte die 30 Jahre alte Kapitänin vom Hamburger SV. «Wir haben jetzt zwei Jahre darauf warten müssen, das erste Zweitliga-Spiel mit dem HSV bestreiten zu dürfen.» Und dann komme auch noch in Mitaufsteiger Borussia Mönchengladbach «gleich ein großer Name im Fußball, der hoffentlich auch viele Zuschauer zieht».
Auf die Unterstützung der Zweitliga-Fußballer und ihrer Club-Kollegen des Hamburger SV müssen Stöckmann und ihre Mitspielerinnen am Samstag (14.00 Uhr) aber verzichten. Auch ihr aktuell verletzter Kapitäns-Kollege und Abwehrchef Sebastian Schonlau wird im Sportpark Eimsbüttel beim Saisonauftakt der Frauen nicht dabei sein. «Ich bin und will dann bei meiner Mannschaft sein», sagte der 29-Jährige. «Deswegen kann ich leider beim Auftaktspiel der Mädels nicht vor Ort sein.»
Denn nur sechseinhalb Stunden später wird es zum zweiten Mal am Tag Zweitliga-Fußball beim HSV zu sehen sein. Um 20.30 Uhr wird die Mannschaft von Trainer Tim Walter in dem mit 57 000 Zuschauer wieder einmal ausverkauften Volksparkstadion Bundesliga-Absteiger Hertha BSC zum Top-Spiel empfangen.
Während für Schonlau und seine Mannschaft auch in dieser Saison endlich der Aufstieg in die Bundesliga gelingen soll, heißt es für die Frauen, erst einmal in der 2. Bundesliga anzukommen. Doch gibt es nicht wenige, die dem Team des bisherigen Assistenz- und neuen Cheftrainers Marwin Bolz gleich eine gute Rolle in der Liga zutrauen.
«Es ist, glaube ich, ganz gut, erst mal kleinere Brötchen zu backen und zu versuchen, sich in der Liga zu etablieren», sagte Stöckmann, die im Hauptberuf als Erzieherin in einer Kindertagesstätte arbeitet. «Trotzdem glaube ich, dass wir, was die fußballerische Qualität angeht, auf jeden Fall eine gute Rolle spielen können.»
Das Abendprogramm am Samstag steht für sie und ihre Teamkolleginnen schon fest. Dann werden sie ebenfalls im Volksparkstadion unter den 57 000 Menschen sein, um die Zweitliga-Kollegen anzufeuern. Irgendwann würde Sarah Stöckmann gern aber selbst noch einmal dort spielen. «Der Traum ist natürlich groß.»
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