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09.04.2011 - 10:23 Uhr | News | Quelle: FCR 2001
Bresonik: «Wir hauen Potsdam weg!»

©FCR 01 Duisburg
Beim Gastgeber dreht sich natürlich alles um die Form der eigenen Truppe und um das denkbar knapp verlorene Halbfinale vor einem Jahr gegen denselben Gegner – spukt diese Niederlage noch in den Köpfen herum? «Das glaube ich nicht», antwortet Linda Bresonik (Foto), und schickt direkt eine Kampfansage in die Hauptstadt von Brandenburg: «Fakt ist, dass wir noch eine Rechnung mit Turbine offen haben, wegen der ChampionsLeague, aber auch wegen der Saisonspiele, in denen wir nur einen Punkt geholt haben; deshalb haben wir uns ganz klar vorgenommen: Diesmal hauen wir Potsdam weg!» Diese frisch-offensive Prognose ist bezeichnend für die Stimmung in der Mannschaft, bestätigt Trainer Marco Ketelaer: «Wir haben konzentriert und intensiv trainiert, die Mannschaft ist hochmotiviert.»
Das sind natürlich ebenso positive Voraussetzungen wie die relativ guten Nachrichten von der Verletztenfront; der Kader ist nämlich komplett, bis auf zwei Ausnahmen: Nationaltorhüterin Uschi Holl fällt leider weiterhin wegen ihrer Rückenverletzung aus und Simone Laudehr ist bekanntlich gelb-gesperrt.
Mit welcher Mannschaft der FCR nun auflaufen wird, ist noch geheim, aber, so viel verrät der Trainer: Sowohl die langzeitverletzte Annike Krahn als auch Supertalent Luisa Wensing, die gerade drei U19-EM-Qualifikationsspiele hinter sich hat, «sind fit und eine Option für die Startelf».
Da auch bei Potsdam allenfalls Viola Odebrecht verletzungsbedingt ausfällt, wird dieser Kampf über 180 Minuten ein «Duell auf Augenhöhe sein», wie Bresonik und Spielführerin Inka Grings übereinstimmend bekunden. Was kann dann am Ende den Ausschlag geben? Marco Ketelaer analysiert: «Potsdam hat hohe Qualität im Angriff und kommt ansonsten über die starke Physis. Wir wiederum haben eine hohe spielerische Qualität – auch wenn die zugegebenermaßen in dieser Saison nicht immer zum Vorschein kam.» Wenn man sich gegenseitig so gut kennt, sind da überhaupt noch Überraschungen möglich? Ketelaer nimmt sich in die Pflicht: «Da bin dann auch ich als Trainer gefragt, um den letzten kleinen Unterschied heraus zu kitzeln, der entscheidend sein kann.»
Entscheidend können auch die stets recht bemerkenswerten Duelle zwischen Bresonik und Lira Bajramaj werden, auf die sich die Löwinnen-Weltmeisterin offenbar speziell vorbereitet: «Auf diesen Zweikampf freue ich mich schon, es ist ja bekannt, dass sich Lira leicht provozieren lässt. Generell muss man sagen, dass es uns viel mehr Spaß macht, gegen starke Mannschaften zu spielen.» Da stimmt auch die Kapitänin Grings zu – und gibt einen kleinen Einblick in ihr Seelenleben: «Ich habe vor so großen Spielen eigentlich nie ein Gefühl dafür, wie es ausgeht; diesmal bin ich mir aber ganz sicher, dass wir es schaffen werden.»
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