06.02.2026 - 13:00 Uhr | News | Quelle: dpa
Bundesliga: DFB stoppt TV-Rechte-Verkauf

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Fernsehsender und Medien-Unternehmen müssen warten: Der DFB verschiebt die Rechte-Auktion für die Bundesliga der Fußballerinnen. Das hat auch mit dem Streit mit dem Ligaverband zu tun.

Inmitten des Streits zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und dem neuen Ligaverband Frauen-Bundesliga (FBL e.V.) ist der geplante Ablauf des TV-Rechte-Verkaufs gestoppt worden. Sender und Medien-Unternehmen sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur darüber informiert worden, dass die Auktion nicht wie geplant im Frühjahr, sondern erst im Herbst erfolgen soll.

Der DFB bestätigte auf Anfrage die Terminverschiebung und erklärte: «Wir befinden uns in der Vorbereitung und Marktsondierung, also in Vorgesprächen mit allen relevanten und interessierten Marktteilnehmern. In dieser vorgelagerten Phase holen wir ein Feedback aus dem Markt ein.» Dieses habe ergeben, dass der Start der Ausschreibung - auch vor dem Hintergrund der noch ungeklärten Entwicklungsperspektive der Bundesliga - in den Herbst verlegt werde.

Sender und Medien-Unternehmen sind bereits einen Tag vor der Eskalation des Streits benachrichtigt worden. Am Donnerstag hatten die 14 Erstligisten nach ihrer ersten Mitgliederversammlung in Frankfurt/Main mitgeteilt, dass die Gründung einer gemeinsamen GmbH mit dem DFB, die die Professionalisierung der Liga hätte vorantreiben sollen, geplatzt sei. Die Positionen und Rahmenbedingungen des DFB könnten nicht erfüllt werden, hieß es.

Noch gibt es keinen genauen Zeitpunkt für die Rechte

Der DFB erklärte zur Verschiebung der TV-Rechte-Ausschreibung in den Herbst: Es bleibe «immer noch ein knappes Jahr Zeit bis zur ersten vertraglichen Saison im neuen Rechtezyklus 2027/2028». Die Entwicklungen zu den strukturellen Fragestellungen um die Bundesliga «sind darin noch nicht berücksichtigt, werden es aber hinsichtlich der finalen Festlegung des Zeitpunkts für den Start des Prozesses».

Die bisher letzte TV-Rechtevergabe für die Bundesliga der Fußballerinnen unter der Federführung des jetzigen DFB-Generalsekretärs Holger Blask hatte eine Erhöhung der Lizenzeinnahmen um das 16-fache ergeben. Seit der Saison 2023/24 gibt es jährlich 5,17 Millionen Euro brutto.

Bis 2026/2027 laufen alle 132 Spiele beim Telekom-Sender MagentaSport und beim ebenfalls kostenpflichtigen Streamer DAZN. Zudem gibt es 22 Partien im frei empfangbaren Fernsehen bei Sport1 sowie zehn Partien bei ARD und ZDF.

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