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10.06.2025 - 20:00 Uhr | News | Quelle: dpa
Depression: Fußballerin Magull spricht über Erkrankung

©FC Bayern München
Die Selbsteinweisung in eine psychiatrische Privatklinik hat der früheren Fußball-Nationalspielerin Lina Magull möglicherweise das Leben gerettet. Die bei Inter Mailand unter Vertrag stehende 30-Jährige erzählte im Podcast „Wie gehts, Lina Magull?“ über eine schwerwiegende Depression im vergangenen Sommer. „Ich hätte kein Problem gehabt, zu sterben“, sagte Magull.
Sportliche und private Gründe für die Erkrankung
Die Krankheit habe sportliche und private Gründe gehabt, berichtete die frühere Kapitänin des FC Bayern München. Nach dem absoluten Hoch ihrer Karriere mit der Europameisterschafts-Silbermedaille 2022 in England sei sie schleichend in ein mentales Loch gefallen, was nach dem Vorrunden-Aus bei der WM 2023 in Australien und Neuseeland größer geworden sei. Säulen wie ihre Rolle beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft seien weggefallen, auch habe es in ihrem privaten Umfeld tiefgreifende Veränderungen gegeben.
Ihre erste Konsequenz, die Münchnerinnen Richtung Mailand zu verlassen, sei eine Flucht gewesen, die aber auch keinen Erfolg gebracht habe. Schließlich habe sie sich im vergangenen Sommer selbst in eine Privatklinik eingewiesen. „Ich wusste, ich muss jetzt irgendwohin, komplett raus aus allem, ich muss das behandeln lassen“, sagte Magull.
Stolz auf die eigene Klinikeinweisung
Nach sechs Wochen Klinikaufenthalt konnte sie wieder frei denken, habe wieder Freude am Leben und am Fußball gefunden. „Das ist die Sache, wo ich am stolzesten auf mich bin, egal welche und wie viele Titel ich gewonnen habe. Es macht mich stolz, dass ich in diese Privatklinik gegangen bin, vor allem aber, wie ich wieder herausgegangen bin“, sagte die Fußballerin.
„Die Monate zuvor, das war nicht ich. Die Depression hat sich einfach über meine Persönlichkeit geschoben. Du brauchst dann Behandlung, du brauchst Therapie“, meinte Magull, die auch fehlende Behandlungsmöglichkeiten in Deutschland bemängelte. Es fehle an Psychotherapeuten und Psychiatern, die eine regelmäßige intensive Behandlung ermöglichen könnten.
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