19.05.2016 - 21:38 Uhr | News | Quelle: dpa
DFB-Pokal: Fischingers Finalspiel

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©SC Sand
Der SC Sand könnte bald noch etwas bekannter sein. Der Verein aus einem Ortsteil von Willstätt steht erstmals im DFB-Pokalfinale. Seinen Fußballerinnen könnte eine Sensation gelingen, wenn sie am Samstag (15 Uhr/ARD) Titelverteidiger VfL Wolfsburg schlagen und damit den Pokal in die badische Rheinebene holen; in ein ruhiges Nachbarörtchen des französischen Straßburg.

Aber die Vorzeichen sind schlecht. Seit dem schon äußerst überraschenden Halbfinal-Sieg gegen den FC Bayern München läuft es für die Sander in der Bundesliga richtig mies. Alle fünf Partien hat der SC seit dem Halbfinal-Coup Anfang April verloren.

Dennoch: «Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft gegen Wolfsburg wieder ihr normales Gesicht zeigen wird», sagt SC-Trainer Alexander Fischinger (Foto), der den Verein nach dem Pokalfinale verlassen wird. Als hauptberuflicher Leiter einer Fußballschule ist er zu stark eingebunden. «Ich gehe ungern, aber mir bleibt keine andere Wahl», sagte er am Donnerstag.

Sein Abschiedsspiel als SC-Coach will er unbedingt gewinnen - obwohl seine Spielerinnen nach dem Erfolg gegen den alten und neuen Meister aus Bayern nur noch ein Tor schossen. Bei einer 1:4-Klatsche gegen den SC Freiburg.

Trotzdem glauben sie in Sand an ihre Chance am Samstag beim Finale in Köln. Ein bisschen wenigstens. «Pokalspiele sind im Vergleich zu Ligaspielen etwas komplett anderes», sagt SC-Stürmerin Jovana Damnjanovic, die vor der Saison aus Wolfsburg nach Sand gewechselt war.

Genau wie die 24 Jahre alte Verteidigerin Laura Vetterlein. Zusammen hatten die beiden mit dem Final-Gegner bereits unter anderem Pokal und Champions League gewonnen. «Wir müssen in diesem Finale über uns hinauswachsen, um gegen den VfL bestehen zu können und das Unmögliche möglich zu machen», fordert Vetterlein.

Doch nach der Pleitenserie im Frühling wurde das Team in der zweiten Saison seit dem Bundesliga-Aufstieg nur Neunter - Klassenverbleib immerhin. Zum Schluss fiel das Team aber stark ab. Vor dem Halbfinale gegen die Bayern, Ende März, war Sand noch Vierter und dicht hinter dem Zweiten aus Wolfsburg.

Ein Sieg wäre auch deshalb eine große Überraschung. Aber die Außenseiter-Rolle hat im Fußball und gerade im Pokalwettbewerb selten geschadet. Verteidigerin Vetterlein stapelt dennoch tief: «Ich denke, wir gehen natürlich als Underdog in das Finale und nur eingefleischte Sander Fans glauben an einen Sieg unsererseits.»

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