22.12.2025 - 20:15 Uhr | News | Quelle: SD | von: Jan Klein Reesink
Drei Elfmeter unter dem Weihnachtsbaum: Bayern gewinnt in Leverkusen

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©FC Bayern München
In einer Anfangsphase geprägt von vielen Abspielfehlern der Spielerinnen des FC Bayern, gelang dank einer glänzend aufgelegten FCB-Stürmerin Pernile Harder und drei Strafstößen am Ende ein in der Höhe etwas zu deutlich ausgefallener 3:0 (1:0)-Auswärtssieg am Bayer-Kreuz.

Das Personal

Bayer-Trainer Roberto Pätzold wechselte gegenüber der 1:0-Niederlage beim SV Werder Bremen auf zwei Positionen. Für Innenverteidigerin Selina Ostermeier begann die Österreicherin Claudia Wenger. Im Sturm ersetzte Cornelia Kramer die verletzte Vanessa Fudalla. Bayerns-Coach José Barcala bot gegenüber dem 3:0-Sieg gegen Vålerenga Fotball in der Champions League, zwei neue Spielerinnen auf: Magdalena Eriksson spielte in der Innenverteidigung für Vanessa Gilles und im Mittelfeld ersetzte Arianna Caruso Top-Spielerin Klara Bühl.

Viele Fehler auf beiden Seiten

Bayer Leverkusen begann aktiv und setzte die Bayern-Defensive früh unter Druck. Bereits in der ersten Minute brachte Bayer-Flügelspielerin Loreen Bender eine Flanke auf Cornelia Kramer, doch Bayern-Torhüterin Ena Mahmutovic verhinderte mit einer starken Parade den frühen Rückstand. In der Folge schlichen sich bei den Münchnerinnen einige Fehlpässe ein. Bender versuchte es in der zehnten Minute aus der zweiten Reihe. In Minute dreizehn dann die erste Torannäherung der Münchnerinnen: Georgia Stanway setzte ihren Abschluss aus der Distanz allerdings deutlich über das Tor.

Die Führung fiel in der 16. Minute: Nach einem Gedankenblitz von Pernille Harder, die sieht, dass der Ball noch nicht im Aus war, landet die Kugel über Jovana Damnjanović bei FCB-Rechtsverteidigerin Franziska Kett, die zur verdienten Führung abschloss. Bayern blieb spielbestimmend, verpasste es jedoch nachzulegen. In der 24. Minute vergab der Tabellenführer einen Strafstoß durch Pernille Harder: Bayer-Innenverteidigerin Lilla Turányi traf Harder am Fuß. Die zahlreichen Bayern-Fans sorgten im ausverkauften Stadion dennoch für eine lautstarke Atmosphäre. Ein Freistoß von Bayer-Offensivspielerin Kristin Kögel brachte in der 30. Minute noch einmal Gefahr, aber ohne Erfolg.

Zwei strittige Elfmeter-Situationen und etwas Pech

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Leverkusen wie zu Beginn des ersten Durchgangs deutlich präsenter. In Minute 55 verzog Kögel nur knapp. Die Werkself übernahm zunehmend die Spielkontrolle, lief dabei jedoch immer wieder in Bayerns Umschaltmomente. Beispielhaft fand nach einem Konter die scharfe Hereingabe von der fleißigen Harder keine Abnehmerin in der Mitte.

Ein weiterer Bayern-Konter blieb in der 71. Minute ungenutzt, da Harder und Damnjanović sich nicht abstimmen konnten, wer den Abschluss suchen sollte. Kurz darauf gab es den zweiten Strafstoß an diesem Abend: Harder wird an der Strafraumgrenze gefoult, die Schiedsrichterin Miriam Schwermer entschied auf Foul innerhalb des Sechzehners und damit Elfmeter. Bayern-Offensivspielerinn Momoko Tanikawa nahm sich dessen an und verwandelte dieses Mal sicher.

Die Entscheidung fiel schließlich spät: Nach einem Handspiel zeigte die Schiedsrichterin in der 85. Minute auf den Punkt. Stanway übernahm Verantwortung und verwandelte sicher zum 3:0-Entstand für die Bayern-Spielerinnen.

Für beide geht es nach der Winterpause mit anspruchsvollen Aufgaben weiter. Bayer Leverkusen muss am Freitag, den 23.01.2026 um 18:30 Uhr, bei Union Berlin an der Alten Försterei ran. Am Sonntag (14 Uhr) empfängt dann der FC Bayern in ihrem neuen Stadion, dem Hachinger-Sportpark, RB Leipzig.

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