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21.01.2026 - 17:50 Uhr | News | Quelle: sd | von: eb
FannetzwerkFF positioniert sich gegen Montagsspiele in der Bundesliga

In dem Schreiben betont das Fannetzwerk zunächst das wachsende Interesse am Frauenfußball – sowohl international als auch in Deutschland. Gleichzeitig verweisen die Fans auf die zentrale Rolle der Zuschauenden im Stadion, die in den vergangenen Jahren zu einer vielfältigen und lebendigen Fankultur beigetragen hätten. Diese Entwicklung werde von Vereinen und Verbänden regelmäßig hervorgehoben und beworben.
Mit zunehmender Kritik beobachten die Unterzeichnenden jedoch die Spieltagsgestaltung, insbesondere die Ansetzungen am Montagabend. Diese stellten für viele Fans eine erhebliche Hürde dar. Laut dem Fannetzwerk erschweren Montagsspiele Auswärtsfahrten, führten zu Urlaubs- oder Übernachtungskosten und machten Stadionbesuche für Familien, Kinder und Jugendmannschaften – eine wichtige Zielgruppe im Frauenfußball – nahezu unmöglich. Auch für Heimfans sei ein Stadionbesuch an einem regulären Montagabend oft nur schwer umsetzbar.
Darüber hinaus thematisiert das Schreiben die Auswirkungen auf die Atmosphäre in den Stadien. Fußball lebe von regionaler Nähe, Auswärtsfahrten und aktiver Unterstützung, heißt es. Spiele ohne oder mit deutlich weniger Fans würden diesen Charakter gefährden. Kritik äußern die Fans auch an den Fernseh-Anstoßzeiten: Die Verlegung von Montagsspielen auf 18 Uhr werfe Fragen zur Vereinbarkeit mit dem Alltag vieler Zuschauerinnen und Zuschauer auf – sowohl im Stadion als auch vor dem Fernseher.
Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Vergabe der Medienrechte befürchtet das Fannetzwerk, dass Montagsspiele weiterhin Teil der Spieltagsplanung bleiben könnten. Entsprechend formulieren die Fans eine klare Forderung: Vereine, DFB und die neu gegründete Frauen-Bundesliga (FBL) sollen sich eindeutig gegen Montagsspiele positionieren und ein „Commitment zu den Fans“ zeigen.
Der Protest reiht sich in eine grundsätzliche Debatte ein, die den Frauen- wie auch den Männerfußball seit Jahren begleitet: das Spannungsfeld zwischen medialer Vermarktung, Reichweitensteigerung und den Bedürfnissen der aktiven Fans vor Ort. Wie die Verantwortlichen diese Interessen künftig gewichten, dürfte auch im Zuge der neuen TV-Rechte eine zentrale Rolle spielen.
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