18.05.2026 - 12:30 Uhr | News | Quelle: dpa
Großer Jubel: Mainz 05 jetzt erstklassig

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©BV Cloppenburg
Die Fußballerinnen des FSV Mainz 05 marschieren innerhalb von drei Spielzeiten aus der Regionalliga in die Bundesliga durch. Dort warten jetzt große Herausforderungen - auf und neben dem Platz.

Die ausgelassene Aufstiegsparty der Fußballerinnen des FSV Mainz 05 endete erst im Morgengrauen. Mit dem Durchmarsch von der Regionalliga in die Bundesliga schrieben die Mainzer Kickerinnen ein kleines Fußball-Märchen und freuen sich nun auf Duelle mit Bayern München, Eintracht Frankfurt oder dem VfL Wolfsburg. «Jedes Spiel in der Bundesliga wird besonders», sagte Stürmerin Nadine Anstatt.

Das Investment des Vereins in den Frauen-Fußball begann erst vor vier Jahren, als die 05er eine Kooperation mit dem TSV Schott Mainz eingingen. «Das war die einzig richtige Entscheidung», befand der Mainzer Vorstandschef Stefan Hofmann und stellte erfreut fest: «Der Aufstieg ist die Krönung.»

Bundesliga als große Herausforderung

Doch wie geht es weiter? «Jetzt gilt es, unseren Weg zu finden, unsere Infrastruktur so aufzubauen, dass wir bestmöglich mithalten können», sagte die Sportliche Leiterin Nadine Kreß. Dabei werde man «das Ganze nicht ganz so aggressiv betreiben wie der eine oder andere Verein, einfach weil wir auch nicht die Mittel dazu haben.»

Das Ziel für die kommende Saison kann nur Klassenerhalt lauten. Das wird schwer genug, denn mittlerweile tummeln sich in der Bundesliga ausschließlich Clubs, deren Männerteams im Profifußball unterwegs sind. Entsprechend professionell sind die Strukturen, die in Mainz noch geschaffen werden müssen.

«Wir haben verschiedene Baustellen, die wir angehen möchten. Zum einen die Trainingsbedingungen, die sicherlich nicht optimal sind. Da sind wir dran. Zum anderen die personelle Situation. Auch da wird es Anpassungen geben müssen», sagte Kreß, die bisher ehrenamtlich arbeitet.

Mainz will sich treu bleiben

Hinzu kommt die Kaderplanung. Ohne Verstärkungen wird die Klasse kaum zu halten sein. Große finanzielle Sprünge können und wollen die Mainzerinnen aber nicht machen. «Grundsätzlich betreiben wir die Kaderplanung immer nach den Mitteln oder nach den Möglichkeiten, die wir haben. Wir sehen uns auch weiterhin als einen Ausbildungsverein. Insofern werden wir jetzt nicht die Taschen öffnen und groß einkaufen, sondern ganz gezielt schauen, welche Qualität wir im eigenen Team haben», kündigte Kreß an.

Fest steht: Irgendwie wurde der Verein vom Erfolg auch ein wenig überrollt. Drei Aufstiege in Serie seien «der Wahnsinn», konstatierte Kreß und räumte ein: «Wenn mir das jemand vor drei, vier, fünf Jahren gesagt hätte, hätte ich das wahrscheinlich ungläubig weggelächelt. Das ist schon verrückt, was wir für eine Entwicklung hingelegt haben.»

Der rasante Aufstieg zu einem Bundesligateam ist eng verknüpft mit Trainer Takashi Yamashita. «Er und sein Team haben einen überragenden Job gemacht. Da ist eine ganz klare Handschrift zu erkennen, die sich immer weiterentwickelt hat», würdigte Kreß die Arbeit des Japaners. Der Trainer selbst richtete einen Dank an seine Spielerinnen und den Blick schon ein bisschen voraus: «Sie haben eine super Entwicklung genommen. Das ist unsere Stärke. Die Mädels haben Bock, immer besser zu werden und in der Liga zu überleben.»

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