27.04.2025 - 15:55 Uhr | News | Quelle: dpa
Historischer Union-Tag: Frauen steigen in Bundesliga auf

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©1. FC Union Berlin
Die Fußballerinnen des 1. FC Union Berlin schreiben Vereinsgeschichte und spielen nächste Saison erstmals in der Bundesliga. Ein Torfestival vollendet den Masterplan.

Die wilde Aufstiegsparty startete unmittelbar mit Schlusspfiff. Der Rasen im Stadion An der Alten Försterei bekam eine Bierdusche nach der anderen ab. «Erste Liga, Union ist dabei», sang die Zweitliga-Rekordkulisse von 14.047 Zuschauern.

Die Fußballerinnen des 1. FC Union Berlin haben mit einem 6:1 (4:1) gegen Borussia Mönchengladbach den Durchmarsch von der Regional- in die Bundesliga perfekt gemacht. 15 Jahre nach dem Abstieg von Tennis Borussia hat die Hauptstadt wieder einen Verein in der nationalen Eliteliga.

Anna Weiß (7. Minute), Naika Reissner (10.), Dina Orschmann (34.) und Lisa Heiseler (40.) leiteten das Torfestival ein. Nach der Pause legten Tomke Schneider (54.) und Celine Frank (65.) nach. Suus van der Drift (18.) erzielte den Ehrentreffer für Gladbach.

Da die Bundesliga auf 14 Mannschaften aufgestockt wird, steigen in dieser Spielzeit drei Zweitligisten auf. Der Spitzenreiter aus Nürnberg steht bereits als Aufsteiger fest. Auch Hamburg und Meppen haben noch Chancen. Der einstige Serienmeister Turbine Potsdam steigt aus der Bundesliga ab.

Die klare Nummer 1 in der Hauptstadt

Der Unioner Erfolg im Frauenfußball ist kein Zufall. Vielmehr ist er die Vollendung eines durchdachten und finanziell geförderten Masterplans. Im Sommer 2023 hatte der Verein seine Frauenabteilung professionalisiert. «Sie üben ihren Beruf aus bei uns», begründete Clubpräsident Dirk Zingler damals den bedeutenden Schritt und sprach von einem Herzensprojekt. Alle Spielerinnen wurden mit Profiverträgen ausgestattet und können mittlerweile vom Fußball leben.

Die Fertigstellung des Trainingszentrums Oberspree im Sommer 2024, in dem neben dem Nachwuchs auch die Frauen- und Mädchenabteilung ihren Platz haben, war ein weiterer Meilenstein. Genau wie der Umzug ins Stadion An der Alten Försterei für die Heimspiele.

Durch die Professionalisierung sind die Unionerinnen ganz klar die Nummer 1 in der Hauptstadt. Die Leuchtturm-Projekte von Viktoria Berlin und Hertha BSC nach Neuausrichtung im Mädchen- und Frauenfußball entwickeln sich vielversprechend, haben aber noch einen gewaltigen Rückstand auf die Eisernen.

Bundesligareifes Personal in Köpenick

Auch im Personalbereich sind die Unionerinnen mittlerweile bundesligareif aufgestellt. Ailien Poese, die vor drei Jahren als neue Trainerin vom DFB geholt worden war, und Kaderplanerin Jennifer Zietz hatten entscheidenden Anteil am rasanten Aufstieg. Die Investitionen, für die der Verein scheinbar früh die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellte, zahlen sich aus.

Zu Saisonbeginn verstärkte man sich vor allem mit Spielerinnen, die über Erst- und Zweitliga-Erfahrung verfügten. Im Winter legte man mit weiteren Neuzugängen nach.

Und neues Personal ist laut Medienberichten schon im Anflug. Angeblich ist Wolfsburgs Interimstrainerin Sabrina Eckhoff bei den Unionerinnen als Co-Trainerin im Gespräch sein. Stürmerin Sophie Weidauer von Werder Bremen und Abwehrspielerin Anna Aehling von Eintracht Frankfurt sollen ebenfalls an die Spree kommen.

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