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08.03.2026 - 18:00 Uhr | News | Quelle: dpa
Iranische Fußballerinnen erleben chaotische Abreise

Nach ihrem Aus bei der Asienmeisterschaft haben die iranischen Fußballerinnen einem Medienbericht zufolge eine chaotische Abreise vom Stadion erlebt. Laut der australischen Nachrichtenagentur AAP blockierten Demonstranten den Mannschaftsbus und sorgten rund eine Viertelstunde lang für Tumulte.
Einige der rund 200 Demonstranten sollen demnach gegen den Bus geschlagen und «Lasst sie gehen!» geschrien haben. Daraufhin sei die Polizei eingeschritten. Laut AAP seien die iranischen Spielerinnen dabei gefilmt worden, wie sie Fotos von den Protesten machten. Iran hatte zuvor in Gold Coast 0:2 gegen die Philippinen verloren und war damit beim Asien Cup punkt- und torlos ausgeschieden.
Wann und wie kehren die Iranerinnen heim?
«Wir wollen so schnell wie möglich in den Iran zurückkehren», sagte die iranische Trainerin Marziyeh Jafari laut AAP: «Ich möchte bei meinem Land und den Iranern in meiner Heimat sein. Wir sehnen uns nach der Rückkehr.» Allerdings war angesichts der dramatischen Lage im Iran zunächst offen, wie und wann das Team in die Heimat zurückkehren kann.
Laut AAP haben zwölf iranische Gemeindeorganisationen und zivilgesellschaftliche Gruppen einen Brief an den australischen Innenminister Tony Burke geschickt, in dem sie «ernsthaften Bedenken» wegen der Sicherheit der iranischen Auswahl zum Ausdruck gebracht haben. Das Team war vor dem Beginn des Krieges zum Asien Cup gereist. Die Sorge um ihre Familien trieb die Spielerinnen während des Turniers um.
Parallele zum Männer-Team bei der WM 2022
Vor dem Anpfiff gegen die Philippinen hatten die Spielerinnen und die Trainerin wie schon zuvor beim Gruppenspiel gegen Gastgeber Australien die Nationalhymne gesungen und dazu salutiert. Beim Auftaktspiel gegen Südkorea unmittelbar nach den Luftangriffen auf den Iran durch die USA und Israel hatte das Team mit einem stillen Protest ein gegenteiliges Zeichen gesetzt.
Die Szenen in Australien erinnern an das Verhalten der iranischen Männer-Nationalmannschaft während der Fußball-WM 2022 in Katar. Auch damals blieb das Team vor dem ersten Spiel gegen England stumm und sang die Nationalhymne vor der zweiten Partie gegen Wales wieder mit - mutmaßlich auch auf Druck des Verbands.
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