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05.03.2026 - 13:00 Uhr | News | Quelle: dpa
Iranische Fußballerinnen salutieren bei Nationalhymne

Drei Tage nach ihrem stillen Protest bei der Fußball-Asienmeisterschaft haben die Spielerinnen des Iran vor ihrer Partie gegen Gastgeber Australien (0:4) ein gegenteiliges Zeichen gesetzt. Diesmal sangen sie die Nationalhymne mit und salutierten sogar dazu.
Am vergangenen Samstag hatten Israel und die USA Luftangriffe auf den Iran gestartet. Zwei Tage später schwiegen die iranischen Spielerinnen sowie ihr Trainerstab vor dem ersten Turnierspiel gegen Südkorea (0:3) beim Abspielen der Nationalhymne. Gewertet wurde dies als Zeichen gegen die Machthaber im Iran. Denn begleitet wurde es auch von Protesten von Exil-Iranern gegen die iranischen Machthaber im Stadion der australischen Stadt Gold Coast.
Die Szenen in Australien erinnern an das Verhalten der iranischen Männer-Nationalmannschaft während der Fußball-WM 2022 in Katar. Auch da blieb das Team vor dem ersten Spiel gegen England stumm und sang die Nationalhymne vor der zweiten Partie gegen Wales wieder mit - mutmaßlich auch auf Druck des Verbands.
Proteste vor dem Stadion
«Natürlich machen wir uns große Sorgen um die Gesundheit unserer Familien, unserer Angehörigen und aller anderen Menschen im Iran, zu denen wir derzeit keinerlei Kontakt haben», sagte die iranische Trainerin Marziyeh Jafari vor dem Spiel gegen Australien. Ihr Team war vor dem Ausbruch des Krieges zum Asien Cup gereist. Die Angst um die Familien in der Heimat könnte ein möglicher Grund für das Salutieren der Spielerinnen vor der Partie sein.
Im Stadion und außerhalb des Stadions gingen die Proteste vor dem Australien-Spiel weiter. Einige Zuschauer pfiffen beim Abspielen der iranischen Nationalhymne. Die australische Nachrichtenagentur AAP berichtet von Exil-Iranern, die in Gold Coast «Thank you Bibi, thank you Trump» riefen. Dies war an Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und US-Präsident Donald Trump gerichtet, die die Luftangriffe autorisiert hatten, bei denen unter anderem der iranische Revolutionsführer Ali Chamenei ums Leben kam.
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