15.02.2026 - 12:15 Uhr | News | Quelle: sd | von: Michael Paral
Magdalena Rukavina: Zwischen Hörsaal und Champions League

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©SKN St. Pölten
In der Welt des österreichischen Frauenfußballs ist Magdalena Rukavina längst keine Unbekannte mehr. Die 21-jährige Mittelfeldakteurin, die im Sommer vom First Vienna FC zum Serienmeister SKN St. Pölten wechselte, hat sich in der Hinrunde fest in das Gefüge des Top-Clubs integriert. Doch hinter der Fußballerin steckt eine junge Frau, die einen beeindruckenden Spagat zwischen Spitzensport und einem der forderndsten Studienfächer meistert.

Ein „riesen Umbruch“ mit klarem Ziel

Der Wechsel von der Bundeshauptstadt nach St. Pölten war für die gebürtige Kärntnerin mehr als nur ein Vereinswechsel. Rukavina beschreibt die erste Jahreshälfte als eine Phase der Anpassung: „Es war ein riesiger Umbruch. (...) Ich brauche immer ein bisschen, bis ich mich richtig wohlfühle und die Leute kenne, aber jetzt fühle ich mich schon richtig wohl hier“.

Einer der Hauptgründe für den Schritt zum SKN war das sportliche Umfeld. Für Rukavina gibt es in Österreich aktuell keine bessere Adresse, um sich weiterzuentwickeln: „Ich liebe einfach das Trainingsniveau. Das war ein wichtiger Punkt, warum ich den Schritt gemacht habe, weil ich einfach richtig gefordert sein will, jeden Tag“.

„Realitätswatschen“ in der Königsklasse

Mit dem Wechsel kamen auch die großen Bühnen. Die Einsätze in der UEFA Women’s Champions League waren für die junge Spielerin eine prägende Erfahrung. Gegen die besten Spielerinnen der Welt auf dem Platz zu stehen, beschreibt sie gewohnt bodenständig als eine „Realitätswatschen“: „Es zeigt dir einfach, wenn du da am Feld stehst (...), was noch fehlt bis an die Weltspitze“.

Fußball und Medizin: Eine Frage der Energie

Was Magdalena Rukavina von vielen ihrer Kolleginnen unterscheidet, ist ihr Alltag abseits des Rasens. Seit einem halben Jahr studiert sie Medizin. Ein Pensum, das ohne Disziplin und Unterstützung – etwa durch die Organisation KADA – kaum zu bewältigen wäre. Das Pendeln zwischen St. Pölten und Wien sowie die Lernphasen kosten zwar oft Nerven, doch für Rukavina ist das Studium kein Klotz am Bein, sondern eine Bereicherung: „Mir macht es richtig Spaß, neben dem Fußball irgendwas zu haben, wo man ein anderes Umfeld hat. Es inspiriert mich und gibt mir irgendwie Energie“.

Die Rolle im Team und der Blick nach vorne

Innerhalb des Teams des SKN St. Pölten sieht sich die 21-Jährige in einer spannenden Zwischenrolle. Sie möchte ihre Energie einbringen und trotz ihres jungen Alters bereits Führungsaufgaben übernehmen: „Ich bin jung, aber versuche auch, eine Führungsspielerin zu sein – egal ob auf dem Platz oder von der Bank“.

Ihre Ziele für die Zukunft sind klar definiert: Sie will mit dem SKN so erfolgreich wie möglich sein und hofft darauf, ihre Erlebnisse im Nationalteam – wie ihr A-Team-Debüt, das sie als absolutes Karriere-Highlight bezeichnet – in den kommenden Monaten und Jahren zu wiederholen.

Mit ihrem sonnenscheinartigen Gemüt und ihrer Mischung aus sportlichem Ehrgeiz und akademischem Fokus beweist Magdalena Rukavina, dass man auch auf dem höchsten Niveau des österreichischen Fußballs erfolgreich über den Tellerrand hinausblicken kann.

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