26.05.2026 - 12:45 Uhr | News | Quelle: sd | von: Michael Paral
Mattner hält SKN in letzter Sekunde im Titelrennen

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©SKN St. Pölten
Die große Schlagzeile, die Meisterschaft in der Österreichischen Frauen Bundesliga sei entschieden, bleibt diese Woche überraschend noch aus! St. Pölten kommt nochmal zurück und die Austria vergibt zu Hause den ersten Matchball auf das Double. Was folgt ist ein Endspiel im direkten Duell der beiden Teams um die Meisterschale. Für die Teams in der Qualifikationsgruppe geht es nach dem vergangenen Wochenende bereits in die Sommerpause.

Last Minute Sieg hält die Hoffnung am Leben

In der Meistergruppe hieß es am vorletzten Spieltag für die Titelverteidigerinnen vom SKN St. Pölten, Punktverlust verboten! Bei einer Niederlage oder einem Unentschieden an diesem Freitagabend gegen den SK Sturm Graz hätten die Niederösterreicherinnen keine Chance mehr auf den Titel. Lange Zeit sah es auch danach aus. Die Gastgeberinnen aus Graz bewiesen sich einmal mehr als schwierige Gegnerinnen und erwischten den besseren Start ins Spiel. Die deutsche Stürmerin Pauline Deutsch brachte die Grazerinnen nach 17 Minuten in Führung. Den Jubel über das Tor konnte man wohl nicht nur in Graz, sondern auch in Wien hören. Die Serienmeisterinnen blieben jedoch unbeeindruckt und konnten nach gut einer halben Stunde durch Isabel Aistleitner ausgleichen. Nach dem Seitenwechsel war es aber erneut das Heimteam, das besser ins Spiel fand und nach einer Stunde die Führung durch Julia Keutz wieder herstellte. Im Anschluss hatte die Starstürmerin Zala Kuštrin die Möglichkeit die Partie, und damit wohl auch die Meisterschaft vorzeitig zu entscheiden, scheiterte jedoch an SKN-Schlussfrau Carina Schlüter. Da hatte die Austria bereits eine Hand an der Schale. In der 77. Minute konnten die Wölfinnen erneut zurückschlagen und durch Lisa Ebert den verdienten Ausgleich erzielen. Das Unentschieden wäre allerdings zu wenig. Die Erlösung aus Sicht von St. Pölten folgte in der 89. Spielminute, als Sarah Mattner ihr Team nach zweimaligem Rückstand doch noch zum 3:2 Sieg schoss. Die Serienmeisterinnen erledigten somit gerade noch ihre Hausaufgaben und mussten nun auf einen Patzer der Wienerinnen am Samstag hoffen.

Austria lässt gegen Salzburg Matchball liegen

1.333 Zuschauerinnen und Zuschauer pendelten am Samstag in die Generali Arena nach Wien, um mit der Austria den Meistertitel vorzeitig zu feiern. Dazu brauchte es allerdings einen Sieg gegen Red Bull Salzburg. Die Wienerinnen starteten ungewohnt nervös und ungenau ins Spiel. Die Gäste aus Salzburg beschäftigten sich intensiv mit dem Verteidigen und konnten in der ersten Halbzeit den Ball gut vom eigenen Tor fernhalten. In der zweiten Halbzeit wurde die Partie dann deutlich intensiver und emotionaler. Die „Veilchen“ taten sich weiterhin schwer klare Torchancen gegen die tief verteidigenden Salzburgerinnen herauszuspielen, kamen aber immer wieder zu Abschlüssen. Die Verteidigung, sowie die starke Torfrau der Gäste Lara Ritter hatten an diesem Nachmittag auf alles eine Antwort. Ein Torschrei hallte jedoch einmal durch das Stadion. Schiedsrichterin Lara Anderson durchbrach die Freude jedoch durch einen Pfiff, wegen eines angeblichen Foulspiels. Bei Elfmeterreklamationen von Carina Wenninger und Co. wegen eines Handspiels im Strafraum, blieb ein Pfiff jedoch aus. Bei beiden Aktionen hätten viele andere Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter wohl anders entschieden. Unglücklich aus Sicht der Austrianerinnen, die durch das 0:0 in ein Entscheidungsspiel gegen St. Pölten am letzten Spieltag müssen. Mit zwei Punkten Vorsprung haben die Veilchen jedoch weiterhin alles in der eigenen Hand und können sich vor heimischem Publikum das Double sichern.

LASK siegt zum Saisonabschluss

In der Qualifikationsgruppe empfingen die Linzerinnen vom LASK zum Abschluss nochmal den FC Südburgenland/Hartberg. Das Team von LASK-Trainer Markus Eitl wollte sich für eine solide Saison gegen das Tabellenschlusslicht belohnen und setzten früh die ersten Akzente. Jedoch dauerte es lange bis Andrea Švíbková für die Erlösung der Gastgeberinnen sorgte. In der 77. Spielminute brachte die Tschechin ihr Team in Führung, ehe sie kurz vor Schluss den Doppelpack zum 2:0 Endstand schnürte. Der FC Südburgenland beendet damit die Aufstiegssaison auf dem letzten Tabellenplatz, dürfen sich jedoch nächste Saison erneut in der höchsten Spielklasse beweisen. Durch das Ausscheiden des USV Neulengbach bekommen die Aufsteigerinnen der Vorsaison eine zweite Chance. Für den LASK geht mit dem siebten Rang eine versöhnliche Saison zu Ende. Nach dem Abstiegskampf im letzten Jahr, konnten die Linzerinnen eine deutliche Entwicklung schaffen und sich im Tabellenmittelfeld etablieren.

Blau-Weiß zeigt nochmal auf

Für die Stadtrivalen vom FC Blau-Weiß Linz/Kleinmünchen gab es zum Saisonabschluss nochmal ein Ausrufezeichen. Die Linzerinnen hatten den SCR Altach zu Gast. Die Vorarlbergerinnen konnten seit Monaten nicht an die Leistungen des Herbstes anknüpfen, was sich auch durch dieses Spiel zog. Nach einer torlosen ersten Spielhälfte kamen die Gastgeberinnen besser und frischer aus der Kabine. Nach knapp einer Stunde setzte Daniela Kittel den Ball per Direktabnahme sehenswert in die lange Ecke. Ihr Treffer sollte auch der einzige an diesem Nachmittag sein. Die Altacherinnen bleiben somit seit Februar ohne Sieg, dürfen sich jedoch dank des starken Herbstes über Platz sechs freuen. Erste Reaktionen des Vereins gab es aber bereits unter der Woche. Trainer Bernhard Summer, wird nächste Saison nicht mehr Trainer des SCR Altach sein. Auf ihn folgt Leandro Simonelli auf der Trainerbank. Blau-Weiß Linz konnte durch die drei Punkte noch punktetechnisch den USV Neulengbach überholen und sich auf den achten Platz schieben. Nach einem schweren Start in die Saion, können die Linzerinnen die Saison somit mit erhobenem Haupt beenden.

Showdown am letzten Spieltag

Während die Teams der Qualifikationsgruppe bereits den Urlaub genießen, geht es in der Meistergruppe in das wichtigste Spiel des Jahres. Während es beim finalen Aufeinandertreffen zwischen dem SK Sturm Graz und dem FC Red Bull Salzburg sportlich um wenig geht, wartet in Wien ein Showdown um die Meisterschale. Zwei Punkte trennen den FK Austria Wien und den SKN St. Pölten. Für St. Pölten muss also ein Auswärtssieg gegen die Wienerinnen her, um die elfte Meisterschaft in Serie zu feiern. Die Austria möchte sich aber nach dem Cup-Triumph mit dem Double belohnen und die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte einfahren. Erstmals seit der Saison 2012/13 fällt die Entscheidung um den Titel erst am letzten Spieltag. Anpfiff zum finalen Showdown ist am Samstag, 30.05. um 14:00 Uhr in Wien. Für beide Teams heißt es jetzt: Alles oder Nichts!

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