Münchner Dominanz – Rückblick Saison 2025/26


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Münchner Dominanz – Rückblick Saison 2025/26 |  Startbeitrag 18.05.2026 - 16:22
anika_kh
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Der Kampf um die Champions League Plätze war wie schon in der vergangenen Saison ein Kampf um Platz zwei und vor allem um Platz drei. Weder der VfL Wolfsburg noch Eintracht Frankfurt konnten den FC Bayern München wirklich angreifen. Im Gegenteil: Der Vorsprung von Bayern ist am Ende dieser Saison noch deutlich größer als 2024/25.

FC Bayern München unangefochten Meister

Am Ende der Hinrunde hatten die Münchnerinnen bereits sechs Punkte Vorsprung auf den VfL Wolfsburg auf dem zweiten Platz. Dieser Vorsprung konnte im Laufe der Rückrunde weiter ausgebaut werden, sodass Bayern letztendlich mit satten 16 Punkten Vorsprung Meister wurde. Die Meisterschaft gewann die Mannschaft dementsprechend bereits Ende April.

Letzendlich hat der FC Bayern 74 von 78 möglichen Punkten in der Bundesliga geholt. Lediglich zweimal konnte die Mannschaft von Trainer José Barcala nicht gewinnen: Bei einem 0:0 gegen Absteiger Jena im September und kürzlich im Nachholspiel gegen die TSG Hoffenheim, welches 1:1 endete. Niederlagen gab es in der Bundesliga keine.

Sowohl offensiv als auch defensiv verbesserte sich Bayern im Vergleich zur Vorsaison, das Torverhältnis von 90:9 spricht dabei Bände. Top-Torschützin war Pernille Harder, die 16 Tore in der Liga erzielte

Kampf um Platz zwei und drei

Im Gegensatz zur Meisterschaft war der Kampf um die Plätze zwei und drei spannender. Am Ende der Rückrunde stand der VfL Wolfsburg bereits auf Platz zwei und hatte sich auch ein Polster von fünf Punkten Vorsprung zu Werder Bremen auf dem dritten Platz aufgebaut. Diesen Vorsprung hielt Wolfsburg fast konstant durch die Rückrunde. Einmal kam Eintracht Frankfurt auf vier Punkte heran, aber geringer wurde der Abstand nie.

Auch der Kampf um den zweiten Platz war dementsprechend eher ein Kämpfchen, welches nach elf Spieltagen bereits vorbei war: An diesem Spieltag gewann der VfL Wolfsburg in Leipzig, während die Verfolger Frankfurt, Leverkusen, Hoffenheim und Bremen alle patzten. Somit konnte Wolfsburg den Vorsprung bereits Ende November auf fünf Punkte ausbauen. Am Ende der Saison hatte der VfL Wolfsburg einen Vorsprung von sieben Punkten zu Eintracht Frankfurt auf Platz drei.

Dass Frankfurt diese Saison auf dem dritten Platz beenden würde, war nach der Hinrunde nicht absehbar. Nach 13 Spieltagen stand Werder Bremen auf dem dritten Platz und die Eintracht mit satten sechs Punkten weniger lediglich auf Platz sechs.

Doch Eintracht Frankfurt kämpfte sich nach einer eher verbrauchten Hinrunde zurück. Während die Mannschaft von Trainer Niko Arnautis in der Hinrunde noch fünf Niederlagen und zwei Unentschieden hinnehmen musste, reduzierte die Eintracht den Punktverlust in der Rückrunde auf zwei Niederlagen und ein Unentschieden. Somit stehen den 20 Punkten aus der Hinrunde eine Ausbeute von 31 Punkten in der Rückrunde entgegen.

Ausblick

Was bedeutet die Entwicklung für die kommende Saison? Insgesamt dominiert der FC Bayern die Bundesliga. Bereits zum vierten Mal in Folge gewann die Mannschaft die Meisterschaft und das mit wachsendem Abstand. 2022/23 trennten Bayern und Wolfsburg lediglich zwei Punkte, 23/24 waren es schon sieben, 24/25 waren es acht und 25/26 sind es nun 16. Die Dominanz der Bayern nimmt also zu und es ist nicht abzusehen, dass Wolfsburg oder ein anderer Verein die Lücke schließen kann.

Der VfL Wolfsburg war zwar jahrelang tonangebend und sicherlich haben die Wölfinnen auch die Möglichkeit zu alter Stärke zurückzufinden, aber dafür benötigt es ein klares Investment des Vereins, um den Kader gezielt zu verstärken.

Für einen Paukenschlag in die entgegengesetzte Richtung sorgte beim VfL aber erstmal der Abgang von Alexandra Popp, die in Zukunft für den BVB auflaufen wird. Mit Lineth Beerensteyn und Viven Endemann werden zwei weitere Offensivkräfte den Verein im Sommer verlassen. Beerensteyn und Popp sind für 21 der 69 Tore verantwortlich, Ersatz für gleich zwei Topstürmerinnen zu finden wird sicherlich kein leichtes Unterfangen.

Es wurde allerdings bereits bekanntgegeben, dass Nationalspielerin Giovanna Hoffmann von RB Leipzig zum VfL Wolfsburg wechselt. Die Stürmerin hat sich im Oktober 2025 das Kreuzband gerissen, wann sie also dem VfL wirklich zur Verfügung stehen wird, ist offen.

Nachdem die Eintracht bereits im vergangenen Sommer einige namenhafte Spielerinnen verloren hat, muss sich die Mannschaft auch in diesem Jahr von mehreren Stammspielerinnen verabschieden. Mit Elisa Senß, Nicole Anyomi und Géraldine Reuteler verlassen drei wichtige Säulen das Team. Nach unseren Informationen wird zudem Lisanne Gräwe die Eintracht am Ende dieser Saison verlassen.

Reuteler, Senß und Gräwe kamen dabei nach Torhüterin Lina Altenburg auf die meisten Einsatzminuten im Laufe dieser Saison und auch Anyomi stand in der Regel in der Startelf. Alle vier Spielerinnen werden schwer zu ersetzen sein. Für den Sturm wurde bereits Larissa Mühlhaus von Werder Bremen verpflichtet und für das Mittelfeld Paulina Krumbiegel. Aber die Lücke, die Senß, Gräwe und Reuteler im Mittelfeld hinterlassen, wird Krumbiegel nicht alleine schließen können.

Fazit

Rückblickend war die Saison 2025/26 eine Saison, in der wieder Bayern Meister wurde und Wolfsburg und Frankfurt sich die Plätze für die Champions League Qualifikation in der kommenden Saison gesichert haben. Nicht nur die Meisterschaft ging zum vierten Mal in Folge an denselben Verein, auch die Tabellenkonstellation München-Wolfsburg-Frankfurt ist seit der Saison 2022/23 dieselbe.

Den dritten Platz sicherte sich die Eintracht allerdings nicht problemlos. Bis zum letzten Spieltag war offen, ob Leverkusen oder Hoffenheim noch vorbeiziehen können. In der Saison 2024/25 spielte Frankfurt eine sehr gute Hinrunde und ließ dann in der Rückrunde nach, 2025/26 war dies umgekehrt. Der Verlauf dieser beiden Spielzeiten zeigt, dass es Frankfurt an Konstanz mangelt, eine durchgehend gute bis sehr gute Saison spielen zu können. Ob Frankfurt sich auch in Zukunft mit dem dritten Platz zufrieden geben kann und möchte, ist zu hinterfragen.

Die nun abgelaufene Saison kann man entweder als Konstanz der Leistung der oberen zwei oder als Stagnation bezeichnen. Dabei kommt es sicherlich auf die Perspektive an, für Spannung im Kampf um die oberen Plätze oder gar um die Meisterschaft sorgt dies allerdings nicht. Morgen werfen wir einen Blick auf die Vereine, die oben angreifen könnten, es bisher aber nur sporadisch taten.
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