11.06.2020 - 15:10 Uhr | News | Quelle: soccerdonna.de
Neuanfang in Finnland: Saisonstart steht bevor

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Die Naisten Liiga ist Geschichte. Die neue Kansallinen Liiga startet an diesem Wochenende in ihre erste Saison. Das Jahr 2020 fungiert als Neubeginn im finnischen Frauenfußball. Im Zuge der weiteren Professionalisierung werden alle Spieltage im Fernsehen oder im Internet übertragen und es konnte zum ersten Mal ein Ligasponsor gewonnen werden. Aufgrund der Covid-19-Pandemie konnte die Liga nicht wie geplant im März starten und der Start musste bis in den Juni verschoben werden. Aus diesem Grund wird in diesem Jahr auf die übliche Meister- und Abstiegsrunde nach der Hauptrunde verzichtet und die Meisterschaft in einer klassischen Doppelrunde mit 18 Spieltagen entschieden.

HJK Helsinki
HJK geht als Doublegewinner in die neue Spielzeit. In der letzten Saison verloren die Hauptstädterinnen auf dem Weg zur Meisterschaft nur eine Partie. Die Mannschaft muss rund um Torschützenkönigin Jutta Rantala einige Abgänge verkraften. Auch Meistertrainer Joonas Rantanen hat den Verein verlassen. Unter Nachfolger Jonne-Jussi Kunnas war überraschend bereits im Viertelfinale des Pokals Endstation. Die bisherigen Neuzugänge sind eher der Rubrik Talente zuzuordnen. Die Titelverteidigung ist das benannte Ziel.

Top-Zugang: Kaylee Dao (University of Oklahoma, USA)
Größter Verlust: Jutta Rantala (Kristianstads DFF, Schweden)

FC Honka Espoo
Auch den Zweitplatzierten FC Honka haben wieder erfahrene Spielerinnen verlassen. Die Kaderplätze wurden wie schon in der letzten Spielzeit mit erfahrenen Neuzugängen und talentierten Jugendspielerinnen aufgefüllt. Ein Platz unter den Top 3 ist wohl wieder möglich.

Top-Zugang: Katarina Naumanen (KuPS)
Größter Verlust: Elli Pikkujämsä (KIF Örebro DFF, Schweden)

Åland United
Åland United konnte fast alle Schlüsselspielerinnen halten und sich zudem mit namhaften Spielerinnen verstärken. Nun verfügt das Team über einen breiten und ausgeglichenen Kader. Startet der Verein besser in die Saison als im letzten Jahr ist Åland einer der Meisterfavoriten der Saison 2020.

Top-Zugang: Ashley Riefner (HJK)
Größter Verlust: Bri Campos (Umeå IK, Schweden)

TiPS Vantaa
TiPS war die Überraschung der letzten Saison und konnte sich den vierten Platz sichern. Es konnten fast alle wichtigen Spielerinnen gehalten werden. Ferner wurden wieder zahlreiche Talente verpflichtet. Das Team geht mit Neo-Trainerin Pauliina Miettinen in die neue Spielzeit.

Top-Zugang: Roosa Ariyo (University of Bridgeport, USA)
Größter Verlust: Moona Talka (Ilves)

KuPS Kuopio
KuPS ist vielleicht der Geheimfavorit der neuen Saison. Die Leistungsträgerinnen sind dem Verein treu geblieben. Der Kader wurde gleichzeitig in der gesamten Breite verstärkt. Besonders auf das wiedervereinte Offensiv-Duo Lavdije Begolli und Gentjana Rochi darf man gespannt sein.

Top-Zugang: Lavdije Begolli (JyPK)
Größter Verlust: Marina Kiskonen (Deportivo Alavés, Spanien)

JyPK Jyväskylä
JyPK schloss 2019 auf einem sicheren sechsten Platz ab. Das Team musste allerdings einige Stammspielerinnen ziehen lassen. Mit Ausnahme von Rückkehrerin Henna Honkanen stammen fast alle Neuzugänge entweder aus der zweiten finnischen Liga oder dem eigenen Nachwuchs.

Top-Zugang: Henna Honkanen (Pink Sport Time Bari, Italien)
Größter Verlust: Lavdije Begolli (KuPS)

TPS Turku
TPS verbrachte die letzte Spielzeit ohne große Abstiegssorgen. Einige Schlüsselspielerinnen haben den im Vorfeld dieser Saison den Verein verlassen. Die Abgänge wurden bisher primär durch Jugendspielerinnen aufgefangen.

Top-Zugang: Gabriela Pelogi (Seattle Stars, USA)
Größter Verlust: Emma Santamäki (UPC Tavagnacco, Italien)

Ilves Tampere
Auch Ilves konnte im letzten Jahr den Klassenerhalt recht frühzeitig sichern. Der Verein geht mit allen Stammspielerinnen in die neue Spielzeit. Zudem wurden erneut talentierte Spielerinnen aus der Jugend in den Kader integriert.

Top-Zugang: Silja Tuominen (ONS)
Größter Verlust: Iida Laakkonen

PK-35 Vantaa
Der Serienmeister der letzten Jahre ist wieder da. Der Ausflug in die zweite Liga aufgrund des Entzugs der Lizenz dauerte nur eine Spielzeit. Der Kern der Mannschaft ist dem Verein treu geblieben und sicherte den souveränen Wiederaufstieg. Ein sicherer Platz im Mittelfeld sollte möglich sein.

Top-Zugang: Olivia Doak (Lipscomb University, USA)
Größter Verlust: Vilma Väisänen (Karriereende)

PK-35 Helsinki
Der zweite Aufsteiger heißt ebenfalls PK-35 und ist ein Schwesterverein der Namensvetterin aus Vantaa. Außer einer gemeinsamen Vergangenheit und dem selben Vereinswappen bestehen offiziell keine Verbindungen. Allerdings betreiben beide Vereine eine gemeinsame Jugendarbeit. PK-35 Helsinki setzte sich denkbar knapp in der Relegationsrunde gegen IK Myran durch und konnte den ersten Aufstieg der Vereinsgeschichte feiern. Der Verein sicherte sich zwar einige erfahrene Spielerinnen, dennoch wird der Abstieg kaum vermeidbar sein.

Top-Zugang: Katja Hakala (TPS)
Größter Verlust: Anna Nurmi (TiPS)

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