Popps emotionaler Pokal-Abschied: Noch mal die Bayern ärgern


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Popps emotionaler Pokal-Abschied: Noch mal die Bayern ärgern |  Startbeitrag 12.05.2026 - 18:55
  emiliebitsch
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Eintracht Frankfurt
Tränen, Reha und ein letzter großer Traum: Alexandra Popp kämpft um einen emotionalen Pokal-Abschied. Den VfL Wolfsburg will sie noch einmal zum Titel führen. Favorit ist aber der Gegner.

Viele Tränen kullerten Alexandra Popp über die Wangen, als die Wolfsburger Fußballerinnen ihrer Leitwölfin den letzten großen Traum vom Pokalfinale im grün-weißen Trikot erfüllten. Völlig aufgelöst hatte die verletzte Popp ihre Mitspielerinnen auf dem Rasen geherzt. «Ich bin innerlich explodiert», schilderte sie im April ihre Gefühle nach dem 5:4 im Halbfinal-Elfmeterkrimi gegen Jena. Popp und der Pokal, das ist eine ganz besondere Geschichte.

«Es würde mir extrem viel bedeuten, den Pokal noch mal zurück nach Wolfsburg zu holen», sagte die 35 Jahre alte Popp vor dem Traumfinale am Donnerstag (16.00 Uhr, ZDF/Sky) gegen Titelverteidiger FC Bayern München in Köln-Müngersdorf. Es soll ihr glanzvoller Abschied auf größtmöglicher nationaler Bühne werden. Im Sommer wechselt sie zu Borussia Dortmund, Popps Herzensclub seit Kindertagen.

«Ich weiß, was ich hier beim VfL Wolfsburg habe»

Für den bestmöglichen Abschluss in Wolfsburg quälte sie sich nach einem Muskelfaserriss in der Wade noch einmal durch die Reha. «Der VfL hat mich wachsen lassen, auch als Spielerin», sagte Popp jüngst in einer Medienrunde. «14 Jahre hier beim VfL, die gehen nicht einfach spurlos an einem vorbei und man sagt einfach, so jetzt bin ich weg.» Vor allem ihre erste Saison 2012/2013 in Wolfsburg sei «ganz besonders» gewesen, sagte Popp, als sie auf Anhieb mit dem Club das Triple holte. «Ich weiß, was ich hier beim VfL Wolfsburg habe.»

In Popp verliert der VfL das Gesicht des Teams und des gesamten Clubs. Popp-Interviews und -Meinungen waren in den vergangenen Jahren die gefragtesten bei den Grün-Weißen. Ihre unverstellte Art und Aura haben dem bisweilen matt wirkenden Wolfsburg Profil und Glanz verliehen. «Sie ist eine Legende des Vereins und ich glaube, es bedeutet ihr einfach sehr, sehr viel, in ihrem letzten Jahr mit uns noch einmal im Pokalfinale stehen zu können», sagte Wolfsburgs Nationaltorhüterin Stina Johannes bei Sky.

13 Pokal-Titel: Popp ist Rekordgewinnerin

Zum Abschied würde Rekord-Pokalsiegerin Popp, die 11 ihrer 13 Titel im DFB-Pokal mit den Wolfsburgerinnen gewann, liebend gern ihren 14. Cup holen. «Das wäre ein sehr, sehr schöner und runder Abschluss», sagte Popp, die mit Wolfsburg zudem sieben Meisterschaften und zweimal die Champions League holte. «Ich würde mich sehr freuen, wenn wir es schaffen, die Bayern zu schlagen.» Darauf hofft auch der langjährige VfL-Macher Ralf Kellermann, der wie Popp zum BVB wechselt.

Ob die Wolfsburger Abschiedswünsche wahr werden, hängt indes stark von den Münchnerinnen ab. Fast schon beispiellos dominieren Giulia Gwinn, Klara Bühl, Pernille Harder und Co. diese Saison. Vor dem letzten Bundesliga-Spieltag am Sonntag ist der alte und neue deutsche Meister noch ungeschlagen, 23 von 25 Partien gewann der FCB. 16 Punkte liegt das Team von Trainer José Barcala vor dem erneuten Vizemeister aus Wolfsburg. Auch die direkten Duelle gingen an München, 3:1 und 4:1 hieß es in der Liga, 4:2 vor Saisonbeginn im Supercup in Karlsruhe.

Nur der FC Barcelona war im Champions-League-Halbfinale etwas zu groß für die Münchnerinnen (1:1, 2:4). Das Double, wie im Vorjahr, soll es nun aber schon sein. Bei den Bayern funktioniere vieles «relativ schnell», sagte Popp mit Blick auf die starke Münchner Personalpolitik. Selbstkritisch merkte sie an: «Wir haben keine super Konstanz in dieser Saison.» Viel heißen muss das vielleicht nicht. Vor zwei Jahren war der VfL ebenfalls Außenseiter, gewann am Ende aber hochverdient mit 2:0. Der Pokal und seine Gesetze, Popp kennt sie am besten.
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