16.11.2025 - 15:10 Uhr | News | Quelle: SGS Essen/sd | von: eb
SGS Essen ringt Turbine Potsdam nieder

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©Michael Gohl
Die SGS Essen hat das Ticket für das Viertelfinale im DFB-Pokal gelöst. In einer intensiven, lange offenen Begegnung setzte sich das Team von Jessica Wissmann mit 1:0 beim Zweitligisten Turbine Potsdam durch und profitierte dabei von einem späten Tor der Kapitänin Jacqueline Meißner.

Beide Mannschaften starteten mit viel Energie in die Partie, doch die erste Großchance gehörte den Gastgeberinnen: Bereits nach wenigen Minuten tauchte Potsdam gefährlich vor dem Essener Tor auf, doch SGS-Schlussfrau Kim Sindermann, die heute ihr 50. Spiel für die SGS bestritt, verhinderte mit einem starken Reflex den frühen Rückstand. Auch im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts zeigte die Turbine-Offensive Präsenz, während Essen noch Schwierigkeiten hatte, Ruhe in das eigene Spiel zu bekommen.

Nach rund einer Viertelstunde rückte Sindermann erneut in den Mittelpunkt, als sie einen weiteren Abschluss der Potsdamerinnen entschärfte. Erst im Laufe der Halbzeit gelang es den Gästen, die Partie etwas zu beruhigen. Viele Zweikämpfe, wenig Spielfluss und zahlreiche Unterbrechungen prägten das Geschehen zwischen den Strafräumen. Kurz vor der Pause hatte dann auch Essen die Chance zur Führung: Natasha Kowalski prüfte Potsdams Keeperin – erfolglos. Torlos ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung taktisch geprägt. Beide Teams suchten geduldig nach Lösungen, zwingende Chancen blieben aber Mangelware. Essen übernahm mit zunehmender Spielzeit zwar die Kontrolle und mehr Ballbesitz, doch Potsdam verteidigte engagiert und hielt das Duell offen.

Als sich vieles bereits auf eine Verlängerung zubewegte, schlug die SGS dann doch noch zu: Kowalski flankte präzise an den zweiten Pfosten, wo Meißner mit maximalem Einsatz den Fuß hinhielt und den Ball über die Linie drückte – das späte 1:0, das letztlich den Unterschied machte.

Für Trainerin Jessica Wissmann war es ein emotionaler Abend: „So eine Freude und so einen Jubel habe ich selten erlebt. Das war ein richtiger Pokalfight und man merkt, wie viel Ballast einigen von den Schultern gefallen ist.“

Gleichzeitig übte sie leichte Kritik am Auftakt ihres Teams: „Wir sind schlecht reingekommen und mussten zwei hundertprozentige Chancen von Potsdam überstehen. Der Platz war schwierig bespielbar, die Stimmung sehr intensiv – wir brauchten eine Weile, um uns zu fangen. Aber im Verlauf des Spiels haben wir die Oberhand gewonnen und uns mit dem späten Tor endlich belohnt.“

Mit dem Erfolg hat Essen nicht nur einen Platz im Viertelfinale sicher, sondern auch Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben gesammelt. Bereits am Wochenende wartet in der Bundesliga mit dem Auswärtsspiel bei Bayer 04 Leverkusen eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Auslosung der nächsten Pokalrunde erfolgt am 7. Dezember.

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