17.05.2026 - 17:10 Uhr | News | Quelle: dpa
SGS Essen steigt nach 22 Jahren aus der Bundesliga ab

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©Michael Gohl
Für die SGS Essen endet eine Ära. Der letzte reine Frauenfußball-Verein der Bundesliga muss den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Das sorgt auch beim DFB für Betroffenheit.

Als letzter reiner Frauenfußball-Verein ist die SGS Essen aus der Bundesliga abgestiegen. Das Team von Trainerin Heleen Jaques trennte sich am letzten Bundesliga-Spieltag 1:1 (0:0) vom SC Freiburg und muss als Tabellenvorletzter neben Schlusslicht Carl Zeiss Jena den Gang in die zweite Liga antreten.

Beke Sterner brachte Essen in Führung (71. Minute), Svenja Fölmli erzielte kurz vor Schluss den Ausgleich (86.). Doch auch mit einem knappen Sieg hätte sich Essen nicht mehr retten können. Seit 22 Jahren gehörten die Essenerinnen der Bundesliga ununterbrochen an.

Mainz als zweiter Aufsteiger

Aus der zweiten Liga steigt neben Meister VfB Stuttgart auch der Vizemeister Mainz 05 erstmals in die Bundesliga auf.

Die Torschützenkönigin kommt von Werder Bremen

Als Torschützenkönigin beendet Larissa Mühlhaus von Werder Bremen die erneut von Meister FC Bayern dominierte Spielzeit. Sie erzielte 17 Tore. Dahinter verpassten Selina Cerci (TSG Hoffenheim/16) und Pernille Harder (FC Bayern/16) und knapp die begehrte Auszeichnung.

Was die DFB-Vizepräsidentin zu Essens Abstieg sagt

Sie persönlich bedauere den Abstieg der Essenerinnen, sagte DFB-Vizepräsidentin Heike Ullrich, die für Mädchen- und Frauenfußball zuständig ist, in einer Medienrunde. «Ich habe eine unheimliche Hochachtung vor dem, was Essen hier geleistet hat.»

Die SGS habe jungen Spielerinnen Verantwortung gegeben und mit kleinerem Budget «hervorragende Arbeit» geleistet. Etliche Nationalspielerinnen wie Lena Oberdorf, Lea Schüller oder Linda Dallmann sammelten in Essen wichtige Erfahrungen für ihre weitere Karriere.

Der Abstieg sei auf die Entwicklung zurückzuführen, «dass einfach die Investments der anderen Clubs und der Lizenzvereine solchen Strukturen wie der SGS Essen ein bisschen überlegen sind», erklärte Ullrich.

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