25.05.2019 - 22:41 Uhr | News | Quelle: Soccerdonna | von: Faiint
Spanien ein potentieller Weltmeisterkandidat

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2018 war das Jahr für den spanischen Frauenfußball. Nicht nur, dass die spanische Nationalmannschaft alle Qualifikationsspiele und den Cyprus Cup gewonnen hat, der spanische Nachwuchs spielte genauso erfolgreich. So wurde die spanische U17 Weltmeister in Uruguay, wo sie gegen Mexiko im Finale gewannen. Die U19 Spaniens wurde vergangenes Jahr Europameister und die U20 schaffte es bei der U20-WM bis ins Finale, welches mit 1:3 gegen Japan verloren ging. Die starke Form der spanischen Nachwuchsmannschaften hält nun schon einige Jahre an und man darf durchaus gespannt sein, wie die spanische Nationalmannschaft bei der diesjährigen Weltmeisterschaft abschneiden wird. Für Spanien ist es erst die zweite WM-Teilnahme.


Trainerin und Stab: Seit 2015 trainiert der 37-jährige Jorge Vilda die spanische Nationalmannschaft. Davor trainierte er unter anderem die U17 und U19. 2014 war er zudem für die Auszeichnung „FIFA World Coach of the Year“ nominiert.


Star: Der größte Star in der spanischen Nationalmannschaft ist die 29-jährige Stürmerin Jennifer Hermoso, welche in den vergangen vier Jahren drei Mal Torschützenkönigin der spanischen Primera Division wurde. Laut Gerüchteküche ist FC Barcelona an einer Rückkehr der Stürmerin interessiert.


Größtes Talent: Als grösstes Talent in Spanien gilt die 21-jährige Mittelfeldspielerin Aitana Bonmatí vom FC Barcelona, wo sie ihr Debüt als 18-jährige feiern konnte und noch einen Vertrag bis 2022 hat. Bonmati durchlief alle Juniorennationalmannschaften Spaniens und konnte mit der U17 sowie U19 den Europameistertitel feiern. Am 28. November 2017 feierte sie ihr Nationalmannschaftsdebüt. Trotz ihres Alters überzeugt die 21-Jährige mit ihrer Abgeklärtheit und ihrer Qualität.


Qualifikation: In der Qualifikation trat Spanien in der Gruppe 7 an, zusammen mit Österreich, Finnland, Serbien und Israel. Sie schafften es jedes Qualifikationsspiel zu gewinnen und können das drittbeste Torverhältnis vorweisen – nach Deutschland und England. So konnten die Spanierinnen ihre höchsten Siege gegen Israel (6:0) und Finnland (5:1) feiern.


Stellenwert des Frauenfußballs: Der Frauenfußball in Spanien boomt richtig zurzeit. Zuletzt feuerten über 60.739 Fans beim Spitzenspiel Atlético Madrid gegen den FC Barcelona die Mannschaften an. Noch nie zuvor waren so viele Zuschauer bei einer Partie zwischen zwei Clubmannschaften der Frauen vor Ort. Das Spiel war aber nicht das einzige, welches so viele Menschen anzog. Auch das Pokalviertelfinale der Frauen besuchten über 48.000 Menschen. Auch gibt es erstmals bei dieser WM ein Panini-Heft mit Klebebilder der Fußballerinnen. Auch die Trikotabsätze steigern sich von Woche zu Woche. Anders als in Deutschland werden pro Woche auch vier Erstligaspiele im öffentlichen Fernsehen gezeigt. Der erstarkte nationale Fußball lockt auch Sponsoren an. So erhalten alle Erstliga-Clubs zusätzliche Einnahmen von 200.000 Euro. Trotzdem gibt es noch Verbesserungspotential in Spanien. Denn außerhalb der Spitzenspiele kommen oft nur 700 Zuschauer in die Stadien – was mit den Zahlen aus Deutschland vergleichbar ist. Auch verfügen 35% der Spielerinnen in der ersten Liga nur über einen Zehn-Stunden-Vertrag.



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