01.04.2015 - 13:07 Uhr | News | Quelle: Soccerdonna
Sportclub will Wolfsburg ein Bein stellen

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©reignfc.com
Die Entscheidung, wer am 1.Mai das DFB-Pokalendspiel in Köln bestreiten wird, fällt heute in den beiden Halbfinalpartien zwischen dem 1.FFC Frankfurt und Turbine Potsdam (15.30 Uhr, live im RBB und HR), der SC Freiburg empfängt den VfL Wolfsburg (16.30 Uhr).

45 Tage nach dem Aufeinandertreffen in der Bundesliga können sich die Potsdamerinnen für die 1:5-Niederlage in Frankfurt revanchieren. FFC-Cheftrainer Colin Bell geht davon aus, dass es kein Spaziergang für sein Team werden wird: «Ich bin mir sehr sicher, dass sich Turbine diesmal ganz anders präsentieren wird. Partien zwischen dem FFC und Potsdam sind immer Highlights, wobei der Pokal-Charakter eines Alles-oder-nichts-Spiels für zusätzliche Spannung sorgt.»

Im Schlager gegen den Dauerrivalen aus Brandenburg kann Bell zum letzten Mal auf die Dienste der Mittelfeldakteurin Jessica Fishlock (Foto) zurückgreifen. Die 28-Jährige wird vor der Partie im Stadion am Brentanobad verabschiedet, sie kehrt zu Seattle Reign in die US-amerikanische Profiliga NWSL zurück. Fishlock will ihren Beitrag dazu leisten, dass Frankfurt gewinnt - es wäre das 14.Mal, dass die Hessinnen im DFB-Pokalfinale stehen. Die Statistik lässt die Mannschaft vom Main hoffen: Noch nie sind sie in einem Halbfinale ausgeschieden.

Während die Frankfurterinnen noch auf drei Hochzeiten tanzen und neben dem DFB-Pokal auch um die Deutsche Meisterschaft und die Champions League gewinnen können, sieht die Lage in Potsdam etwas anders aus: In der Bundesliga wurde die Turbine-Truppe vom Führungstrio etwas abgehängt; selbst der zweite Tabellenplatz, der zur Teilnahme an der Champions League in der nächsten Saison berechtigt, ist kaum noch zu erreichen. Somit liegt der Fokus voll auf dem Pokalfight in Frankfurt.

«Wir wissen, dass wir uns in allen Mannschaftsteilen steigern müssen», sagt Kapitänin Lia Wälti auf der Internetseite ihres Vereins nach dem mageren 1:0-Sieg gegen den MSV Duisburg am vergangenen Sonntag. An mangelnder Motivation vor dem Spiel der Spiele soll es nicht scheitern. «Wir wollen unbedingt ins Endspiel. Es ist immer noch ein Traum von mir, einmal den DFB-Pokal zu gewinnen», wird Tabes Kemme zitiert.

In Freiburg liegt die Favoritenrolle klar beim Gast aus Niedersachsen. Das liegt auch an der Schwächephase der Breisgauerinnen, die zuletzt zu Hause gegen das Tabellenschlusslicht Herford verloren und in Essen mit 1:5 unter die Räder kamen. Hatte die Mannschaft von Trainer Dietmar Sehrig schon zu sehr den DFB-Pokal im Kopf? Vielleicht, wobei das in Freiburg schon fast etwas Routine ist: Denn bereits zum dritten Mal in Folge hat der Sportclub das Halbfinale erreicht. Die ersten beiden Male kam in dieser vorletzten Runde das Aus, und nun hoffen alle im Verein, dass diese Serie durchbrochen wird und aller guten Ding drei sind - ausgerechnet gegen den scheinbar übermächtigen Gegner, den amtierenden Deutschen Meister und Champions-League-Gewinner aus der VW-Stadt. «Wir haben eigentlich keine Chance, also nutzen wir sie», zeigt sich SC-Managerin Birgit Bauer kampfeslustig. «Zu verlieren haben wir nichts, jeder erwartet doch einen Sieg von Wolfsburg. Wir können nur überraschen.»

So sieht es auch Freiburgs Kapitänin Laura Benkarth, die nach einer Achillessehnen-Verletzung gegen Wolfsburg ins Tor zurückkehren will. «Wir müssen versuchen, möglichst lange die Null zu halten. Vielleicht wird der VfL dann nervös. Der Druck liegt eindeutig bei ihnen, wir haben nichts zu verlieren!»

(cmu)

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