20.05.2021 - 10:46 Uhr | News | Quelle: dpa
Mitgliederversammlung bei Turbine: Fronten verhärten sich

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©1. FFC Turbine Potsdam
Seit 2015 ist Rolf Kutzmutz Präsident von Frauenfußball-Bundesligist Turbine Potsdam. Wenn es nach Tabea Kemme geht, würde diese Amtszeit in den nächsten Wochen zu Ende gehen. Denn die Ex-Nationalspielerin und Olympiasiegerin von 2016 tritt bei der nächsten Mitgliederversammlung als Gegenkandidatin gegen den 73-jährigen Kutzmutz an. Gehofft hatte die 29-Jährige, die lange Jahre das Turbine-Trikot trug, dass dies am 30. Mai gewesen wäre.

Nun wurde aber bekannt, dass die Präsidiumswahl erst am 18. Juni stattfinden soll. Darüber zeigte sich Kemme entsetzt. Auf ihrem Instagramkanal postete die Ex-Spielerin: «Turbine-Vorstand wischt Bitte der 1. Mannschaft vom Tisch, den Termin Mitgliederversammlung so zu legen, dass ihre Teilnahme oder schriftliche Abstimmung ermöglicht wird.» Anscheinend befürchtet Kemme, dass die meisten Spielerinnen Mitte Juni nicht mehr in Potsdam weilen könnten, da die Saison am 6. Juni endet. Und wohl auch keine Briefwahl möglich wäre.

Am Mittwoch antwortete Turbine Potsdam mit einer von Präsident Kutzmutz unterzeichneten Richtigstellung. In der heißt es unter anderem: «Ein Rechtsanwalt wurde mit der Sichtung unserer Satzung (.) beauftragt. Dabei lag das Hauptaugenmerk in der Prüfung der Möglichkeiten bei der Terminierung der Mitgliederversammlung sowie in der Frage bezüglich der Zulässigkeit einer Briefwahl. Die vorliegende Satzung des 1. FFC Turbine Potsdam ermöglicht keine Umsetzung einer Briefwahl, so dass keinem Mitglied diese Variante der Abgabe des Stimmrechts zulässig ist.»

Darüber hinaus wurde die spätere Terminierung der Mitgliederversammlung mit der einzuhaltenden Einladungsfrist begründet und dem Verein auch keine terminlichen Alternativvorschläge unterbreitet wurden.

Im März ging Kemme mit ihren Plänen erstmals an die Öffentlichkeit. «Ich bin in Kontakt mit vielen Spielerinnen und Fanvertretern. Sie unterstützen mein Vorhaben. Mit meinem Team will ich Turbine voranbringen», sagte die 29-Jährige damals der «Bild am Sonntag». Dafür erhielt Kemme, die sich nach ihrem verletzungsbedingten Karriereende vor einem Jahr unter anderem sozialen Projekten widmet, sehr viel Zuspruch aus dem Frauenfußball.

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