Was macht eigentlich Karólína Lea Vilhjálmsdóttir?


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Was macht eigentlich Karólína Lea Vilhjálmsdóttir? |  Startbeitrag 28.02.2026 - 10:32
WinklerP
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In Deutschland nennt man sie „Vinnie“. In ihrem Heimatland und auf internationaler Bühne ist sie besser bekannt als Karólína Lea Vilhjálmsdóttir. Doch was macht die Isländerin seit ihrem Weggang aus der Bundesliga?

Fangen wir erstmal dort an wo sie das Fußballspielen erlernte. In Islands Hauptstadt Reykjavík ist sie am 8. August 2001 auf die Welt gekommen. Als Kind spielte sie Handball. Lange gedauert, bis sie sich für den Fußball entschied, hat es nicht. Im Alter von 14 Jahren debütierte sie 2016 bereits in der ersten Liga für FH Hafnarfjörður. Im gleichen Jahr begann sie ihre Karriere in der isländischen U16 Nationalmannschaft, durchlief anschließend die weiteren U-Mannschaften, ehe sie 2019 erstmals in die A-Nationalmannschaft berufen wurde.

Meistertitel und Königsklasse in jungen Jahren

2018 wurde sie bereits nach ihrem Wechsel zu Breiðablik Kópavogur, isländischer Meister und Pokalsieger. In der Champions League lief sie erstmals in der Saison 2019/20 auf. Kurz darauf wurde der FC Bayern München auf die Nationalspielerin aufmerksam und verpflichtete sie im Januar 2021. Dort lief sie im offensiven Mittelfeld sowie für die Erst- als auch für die Zweitvertretung auf. Mit den Bayern holte Karólína Lea in ihrer ersten Saison, sowie 2023 die Meisterschale. Anschließend wurde sie an Bayer 04 Leverkusen ausgeliehen. In der Werkself etablierte sie sich schnell als Stammspielerin und wurde zur Leistungsträgerin unter dem Bayerkreuz.

Im Sommer 2022 stand Vilhjálmsdóttir bei der Europameisterschaft in England, ebenso wie auch bei der UEFA EURO 2025 in der Schweiz auf dem Platz. Sie schied, bei beiden Turnieren im Einsatz für die Nationalmannschaft, mit ihrem Team in der Gruppenphase aus. Am Tag des ersten Gruppenspiels im Juli vergangenen Jahres wurde das Leihende bekanntgegeben und Karólína Lea wechselte in die Lombardei zu Inter Mailand. Dort unterschrieb sie einen Vertrag bis 2028. In ihrem ersten Spiel für die Italiener, dem Freundschaftsspiel gegen Atlético de Madrid verwandelte sie direkt vom Elfmeterpunkt und verhalf der Mannschaft zu einem 5:2 Sieg. Bei dem neu ins Leben gerufenen Serie A Women’s Cup erreichte ihr Team das Halbfinale und schied gegen Juventus FC aus. In der Champions League Qualifikation, in der sie sowohl ihr Pflichtspieldebüt für die „Nerazzuri“ („Die Schwarz-Blauen“), als auch ihr erstes Tor in einem italienischen Pflichtspiel feierte, konnte sich nicht für die Hauptrunde qualifiziert werden. Die Quali für den Europa Cup konnte wiederrum erfolgreich abgeschlossen werden. Jedoch schied man im Achtelfinale gegen den BK Häcken aus.

Starkes Comeback nach Winterpause

Anfang des Jahres verpasste die 24-jährige das Wintertrainingslager auf Malta aufgrund einer Verletzung. Anschließend kam sie im letzten Heimspiel der Hinrunde in der „Arena Civica Gianni Brera“ gegen Juventus FC mit frischem Wind zurück und schoss ihr erstes Tor in der Serie A. Knapp einen Monat später wurde Vilhjálmsdóttir am 14. Spieltag zum „MVP“ (Most Valuable Player) gekürt, nachdem sich das Team durch Karólína Lea frühe Chancen erspielte und letztendlich in der dritten Minute der Nachspielzeit durch ihren Siegtreffer zum 3:2 den achten Ligasieg in Folge sicherte.

Die Aussichten

Derzeit steht Inter auf Rang zwei hinter AS Rom, dicht verfolgt vom Tabellendritten Juventus. Die beiden Mannschaften trennen lediglich zwei Punkte. Gegen den Tabellenführer aus der italienischen Hauptstadt geht es im Halbfinale der Coppa Italia. Mit Blick auf den bisherigen Saisonverlauf in der Serie A, dürfte das Team rund um Karólína Lea auch im italienischen Pokal gute Chancen auf den Titel haben. Auf die beiden Halbfinalspiele im März kann man schon jetzt gespannt sein. Ganz getreu dem Lebensmotto der Isländer „Petta Reddast“, auf das auch Vinnie großen Wert legt. Es bedeutet: „Die Überzeugung, dass am Ende alles von alleine gut wird.“ Diese Überzeugung braucht es auch Anfang März, wenn die Mittelfeldspielerin zusammen mit Cecilía Rán Rúnarsdóttir und Telma Ìvarsdóttir, ihren isländischen Teamkolleginnen von Inter Mailand, in der WM-Qualifikation auswärts auf Spanien und England trifft.
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