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11.09.2023 - 11:45 Uhr | News | Quelle: dpa
Wo die Frauen-Bundesliga im TV zu sehen ist - und was sie kostet

Mehr Geld, mehr Sender: Mit der neuen Saison ändert sich vieles bei
der TV-Berichterstattung aus der höchsten Fußball-Liga für Frauen.
Wirken sich die Top-Quoten der Nationalmannschaft aus?
Mit dem Start der neuen Saison am Freitag gelten in
der Fußball-Bundesliga der Frauen die neuen TV-Verträge, die bis zur
Spielzeit 2026/2027 gültig sind. Das bringt zahlreiche Änderungen.
Ein Überblick über die Sender und Sendungen.
Was ist ohne Zusatzkosten zu sehen?
Von der Frauen-Bundesliga gibt es wesentlich mehr Live-Spiele im frei
zugänglichen Fernsehen als von der Männer-Bundesliga - insgesamt 32
Partien. Neu dabei ist der Sender Sport1, der Eurosport abgelöst hat.
Der Spezialanbieter zeigt insgesamt 22 Partien, vor allem die Partie
am neuen Montag-Spieltag.
Es gibt auch Ausnahmen, so startet Sport1 an diesem Freitag mit der
Auftaktpartie SC Freiburg gegen Meister Bayern München. Das erste
Live-Spiel an einem Montag ist am 2. Oktober Bayern gegen Köln.
Zusätzliche Begegnungen im frei empfangbaren Fernsehen gibt es bei
ARD und ZDF, die zusammen Rechte für zehn Live-Übertragungen gekauft
haben.
Was gibt es im Pay-TV?
Alle 132 Partien der Frauen-Bundesliga werden live übertragen - und
das sogar von zwei verschiedenen Sendern. Wie bisher laufen alle
Begegnungen beim Telekom-Sender MagentaSport. Das gleiche Rechtepaket
hat zudem der ebenfalls kostenpflichtige Sport-Streamingdienst DAZN
erworben.
Was kostet das?
DAZN zeigt die Frauen-Bundesliga für Kunden des World-Pakets ab 6,99
Euro pro Monat. Deutlich teurer ist es bei der Telekom. MagentaSport
kostet 19,95 im Monatsabonnement, beim Jahresvertrag sind es 12,95
Euro. Günstiger ist es nur für diejenigen, die bereits Telekom-Kunden
sind (12,95 oder 7,95 Euro). Bei beiden Sendern gehören auch andere
Sport-Übertragungen zu den Paketen.
Wie viel Geld bringt das der Liga?
Die neuen TV-Verträge machen sich auch finanziell bemerkbar. Die
Lizenzeinnahmen erhöhen sich laut DFB im Vergleich zur abgelaufenen
Rechteperiode um das 16-fache und liegen jetzt bei jährlich 5,17
Millionen Euro brutto. «Das große Interesse im Free- und Pay-TV ist
ein klares Zeichen für die hohe Attraktivität», sagte
DFB-Geschäftsführer Holger Blask zu den Verträgen. Im Vergleich zur
Männer-Bundesliga mit mehr als einer Milliarde Euro pro Saison ist
das dennoch bescheiden.
Was bekommen die Vereine?
Der DFB schüttet 90 Prozent der TV-Einnahmen an die Vereine aus. Das
sind 4,657 Millionen Euro. Anders als bei den Männern erhält jeder
Club den gleichen Anteil. Das ergibt 388 000 Euro pro Verein, das ist
fast sechsmal so viel wie bisher.
Wie viele Menschen schauen zu?
Die Top-Quoten der Nationalmannschaft bei der EM des Vorjahres halfen
dem DFB beim Verkauf der TV-Rechte, wie Blask erklärte. Die Euphorie
hat sich aber nicht auf die Fernseh-Spiele der Liga bei Eurosport
übertragen. Während die Zuschauerzahlen in den Stadien deutlich
stiegen, war die Veränderung bei den Free-TV-Übertragungen nur
minimal. Die durchschnittliche Reichweite der Live-Übertragungen lag
nach Angaben des Spartensenders lediglich bei 106 000 Zuschauern.
MagentaSport hat die Reichweiten der Frauen-Bundesliga nach eigenen
Angaben um 148 Prozent gesteigert. Doch die Telekom nennt dazu keine
konkreten Zuschauerzahlen.
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