19.04.2026 - 09:30 Uhr | News | Quelle: dpa
Wück nach Nullnummer in Österreich: «Treppe runtergefallen»

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©IMAGO
Das 0:0 in Österreich hat konsternierte Gesichter bei Deutschlands Fußballerinnen hinterlassen. Was der Bundestrainer sagt - und warum sogar der Ball ein Thema war.

Bundestrainer Christian Wück sieht das 0:0 in der WM-Qualifikation in Österreich als klaren Rückschritt bei den deutschen Fußballerinnen. «Heute sind wir vielleicht die Treppe, die wir schon oben waren, oder die Treppenstufe, die wir schon oben waren, wieder runtergefallen», sagte der 52-Jährige nach der enttäuschenden Vorstellung des DFB-Teams in Ried.

Gegen Norwegen nun unter Druck

Im vierten Spiel auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien verpasste das Nationalteam ausgerechnet gegen das Gruppen-Schlusslicht einen Sieg, bleibt aber Tabellenführer. Vor der nächsten Begegnung am 5. Juni in Köln gegen Norwegen liegt Deutschland einem Punkt vor den Skandinavierinnen.

«Wir haben noch alles selbst in der Hand. Und wir werden jetzt unsere Lehren daraus ziehen», sagte Wück. Nur der Gruppenerste qualifiziert sich direkt für die WM. Zum Abschluss müssen die deutschen Spielerinnen am 9. Juni nach Slowenien.

So viele leichte Fehler gemacht

«Wir haben so viele leichte Fehler gemacht. Wir haben so viele Pässe gespielt, die nicht gut waren. Und ja, wir müssen verstehen, dass wir unser Basispotenzial auf den Platz bringen müssen», bilanzierte der Bundestrainer, der bereits vier Tage zuvor beim 5:1 in Nürnberg gegen den gleichen Gegner deutliche Kritik geäußert hatte. «Ich hätte es gerne vermieden, aber es hat uns zumindest gezeigt, dass wir noch einiges in Arbeit vor uns haben.» Solche Spiele seien große Lehrmomente.

Vor 4.300 Zuschauern mühte sich das Gästeteam vergebens um Tore und zeigte sich im Angriff meist ideenlos. Zu allem Übel sah Abwehrchefin Janina Minge in der 79. Minute nach einer Notbremse noch Rot. «Es war halt einfach zu wenig heute», sagte Mittelfeldspielerin Sjoeke Nüsken.

Senß klagt über den Ball

Ihre Nebenfrau Elisa Senß klagte zudem: «Ich bin kein Freund davon, irgendwie Ausreden zu suchen, aber ich glaube, Platz und Ball hätten besser sein können.» Der Ball habe «sehr doll gehoppelt. Also wenn du das Spiel schnell machen willst und Druckball spielst, dann hoppst er halt komisch auf. Wenn du ihn nicht scharf spielst, dann ist er ewig lang unterwegs», so die Frankfurterin nach dem ersten sieglosen Spiel gegen das Austria-Team im neunten Duell.

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