08.02.2011 - 20:03 | News | Source: Vereine
1. FFC Frankfurt Top-Favorit im „Spiel des Jahres“ für Zweitligist Gütersloh

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Der Meisterschaftstraum ist seit der 0:1-Niederlage in Potsdam am vergangenen Wochenende ausgeträumt. Nun hat der FCR 2001 Duisburg noch Titelchancen in zwei Wettbewerben: in der Champions League und im DFB-Pokal. Am morgigen Mittwoch wartet im Pokal schon die nächste hohe Hürde auf die Löwinnen: Sie müssen im Viertelfinale bei den Damen des FC Bayern antreten (18 Uhr, Sportpark Aschheim). Das zweite Viertelfinale, das morgen ausgetragen wird, führt den 1. FFC Frankfurt nach Westfalen zum Zweitligisten FSV Gütersloh 2009 (18 Uhr, Heidewaldstadion). Der SC 07 Bad Neuenahr und der 1. FFC Turbine Potsdam haben bereits den Einzug ins Halbfinale geschafft.

Natürlich kennt auch FCR-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg die alte, aber oft bestätigte Fußballerweisheit, dass es nach so einer schmerzlichen Niederlage mitunter hilft, sofort wieder vor einer neuen Herausforderung zu stehen. Doch der Chefcoach der Duisburgerinnen hat ganz andere Bedenken: „Am Samstag die lange Busfahrt nach Potsdam, am Sonntag das schwere Spiel und dann sofort die Rückfahrt – und am Dienstag sitzen wir dann schon wieder im Bus nach München. Niemand wird bestreiten, dass Regeneration und optimale Spielvorbereitung anders aussehen.“

Immerhin: das aufregende Spiel auf der Baustelle in Babelsberg (hier bekommen der SVB 03 und der FFC Turbine ein schmuckes, neues Stadion) hat der FCR 2001 ohne nennenswerte Blessuren überstanden, so dass der Kader für den Pokalfight wohl nicht geändert werden muss. Wichtigste Aufgabe also für das Trainerteam: sich um die dringend notwendige Fitness zu kümmern. Hier könnten die Gastgeberinnen aus München einen kleinen Vorteil haben: Die Bayern mussten in diesem Jahr nämlich noch keine Auswärtsreise antreten, und auch die sportlichen Herausforderungen gegen Jena (5:0) und Leverkusen (4:0) waren offenbar überschaubar.

Nach dem deutlichen 9:0-Erfolg gegen den 1. FC Saarbrücken in der Bundesliga am vergangenen Sonntag fährt der favorisierte 1. FFC Frankfurt zum Tabellensechsten der 2. Liga Nord nach Gütersloh. Das Spiel, das wegen des Winterwetters dreimal ausgefallen ist, sollte auf dem Papier eine eindeutige Sache sein. Der Frankfurter Trainer Sven Kahlert warnt davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. „Der FSV hat eine überwiegend junge Mannschaft mit vielen Talenten, bei denen U 20-Weltmeisterin Kristina Gessat heraussticht. Wir sind uns dessen bewusst, dass die Viertelfinal-Begegnung für Gütersloh das Spiel des Jahres ist und werden das Zweitliga-Team ganz sicher nicht unterschätzen“, so Kahlert, der bei allem Respekt vor Güterloh aber davon überzeugt ist, dass seine Mannschaft weiterkommen wird.

Birgit Prinz kuriert weiterhin ihre Oberschenkelverletzung aus und steht Frankfurt genauso wenig zur Verfügung wie Sara Thunebro, Valeria Kleiner und Silvana Chojnowski.

Der Sieger der Begegnung Bayern gegen Duisburg trifft im Halbfinale auf Potsdam. Im zweiten Halbfinale hat der Gewinner des Spiels in Gütersloh Heimrecht gegen Bad Neuenahr. Die Halbfinalpartien werden am 27. Februar 2011 ausgetragen.

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