30.10.2010 - 15:37 | News | Source: Eigener Bericht
Bundesliga-Vorschau: Bayern will Frankfurt ein Bein stellen

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©www.fcb-ff.de
Am morgigen Sonntag empfängt der FC Bayern München ab elf Uhr im Sportpark Aschheim den 1.FFC Frankfurt. Mit dabei sind Diego Contento, David Alaba und das FCB-Maskottchen Berni. Das Spiel wird auf DFB-TV live übertragen.

Die Frankfurterinnen waren jahrelang das Frauenfußball-Topteam schlechthin. Doch in den beiden vergangenen Spielzeiten sprang nur Platz drei und vier in der Bundesliga heraus. Nach wie vor stellt das Team um Birgit Prinz viele Nationalspielerinnen. Zudem haben die Frankfurterinnen das mit großem Abstand älteste Team der Bundesliga: Bei einem Altersschnitt von etwa 28.5 Jahren treffen die Frankfurterinnen in der Liga auf Teams mit durchschnittlichem Alter von 20 bis 25 Jahren.

Der FC Bayern war zuletzt immer wieder ein Stolperstein für die Frankfurterinnen: Viermal hintereinander gewannen die Bayern zuhause gegen Frankfurt in Bundesliga und Pokal. Vor fast genau einem Jahr folgte dann sogar der erste FCB-Sieg in Frankfurt, was damals zum Trainerwechsel beim FFC führte. Für den seit damals aktiven FFC-Trainer Sven Kahlert liegt die Bayern-Serie gegen sein Team aber nur am „Quäntchen mehr Glück" der Bayern.

Nicht so viel zugetraut hat Ex-FCB-Spielerin Melanie Behringer, die vor der Saison nach Frankfurt wechselte, ihren Ex-Kolleginnen: „Es ist schön, dass es bei Bayern so gut läuft. Das war vor der Saison so nicht unbedingt zu erwarten."

Die Bayern können gelassen in das Spiel gehen. Trainer Thomas Wörle (Foto) ist optimistisch: „Wir sind für das Top-Duell gegen die Frankfurterinnen gerüstet und wollen gegen die Hessinnen zuhause ungeschlagen zu bleiben. Dazu müssen wir die offensivstarken Frankfurterinnen neutralisieren und trotzdem immer wieder selbst Akzente nach vorne setzen." Beim FCB weiterhin auf der Verletztenliste sind Katharina Baunach, Corinna Paukner, Ivana Rudelic und Lena Lotzen.

Nach der überragenden 5:1-Pokalkür in Wolfsburg und dem Länderspiel-Ausflug des FCR-Quartetts Popp, Grings, Holl und Laudehr in dieser Woche wartet auf den FCR 2001 Duisburg am Sonntag wieder der Bundesliga-Alltag mit einem immens wichtigen Spiel: Um elf Uhr wird die Partie beim 1.FC Saarbrücken angepfiffen. Die Löwinnen sind beim Tabellen-Drittletzten klarer Favorit, auch wegen der zwei deftigen Schlappen der Gastgeberinnen in den zwei letzten Begegnungen gegen Bad Neuenahr: dem 0:6 im Punktspiel folgte am Wochenende sogar ein 0:7 im Pokal.

Doch werden sich die in der Meisterschaft mitunter schwächelnden Duisburgerinnen wieder zu einer Galavorstellung aufschwingen? Cheftrainerin Martina Voss-Tecklenburg hat dafür zumindest einige gewichtige Argumente: „Mein Team hat in der vorigen Woche endlich als Mannschaft funktioniert und dadurch auch gut Fußball gespielt. Ich werde den Spielerinnen in dieser Woche schon klar machen, dass Saarbrücken genauso wichtig ist und dass es keinen Grund gibt, den 1.FCS auf die leichte Schulter zu nehmen; angeschlagene Gegner sind immer brandgefährlich, zumal die beiden Niederlagen auswärts zustande kamen.“

Und auch die oft erlebte Erfahrung, dass die Duisburgerinnen besonders in Ko-Spielen zu großen Leistungen fähig sind, hat Voss-Tecklenburg in ihre Vorbereitung eingebaut: „Wenn es denn so ist, gilt das jetzt auch für die Bundesliga: Bei fünf Punkten Rückstand auf den Tabellenführer ist für uns ab sofort auch jede Bundesliga-Partie ein Ko-Spiel.“

Am Kader von Wolfsburg wird sich kaum etwas ändern, Linda Bresonik wird wohl noch nicht wieder spielen können. Also setzen die FCR-Fans mit ihrer Trainerin ganz fest darauf, dass die Mannschaft „die Explosion von Wolfsburg“ mitnimmt ins Saarland.

Die weiteren Begegnungen des letzten Hinrundenspieltags der Bundesliga: FF USV Jena - VfL Wolfsburg (11 Uhr), Hamburger SV - Herforder SV, Essen-Schönebeck - Turbine Potsdam, Bayer 04 Leverkusen - Bad Neuenahr (alle 14 Uhr).

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