09.02.2026 - 21:00 | News | Source: sd/Opta | von: Jan Klein Reesink
Punktgewinn im Franz-Kremer-Stadion: SGS Essen trotzt Kölner-Wucht

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Am 17. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga hat sich die SGS Essen ein hart umkämpftes 0:0-Unentschieden beim 1. FC Köln gesichert. Vor stimmungsvoller Kulisse im Franz-Kremer-Stadion stand die Defensive der Gäste im Fokus, während der FC die mangelnde Chancenverwertung trotz deutlicher statistischer Überlegenheit beklagte.

Die Partie begann ohne langes Abtasten. Bereits in der 4. Minute setzte Ramona Maier das erste Ausrufezeichen, kurz darauf prüfte Sandra Maria Jessen die Essener Hintermannschaft (7.). Die SGS hatte sichtlich Mühe, sich dem aggressiven Pressing der beiden Kölner-Stürmerinnen Jessen und Anna-Lena Stolze zu entziehen. Vor allem über die Außenbahnen erzeugte Köln immer wieder Druck, doch die Flanken, wie in der zwölften Minute auf Jessen, blieben oft einen Tick zu ungenau. Essen beschränkte sich in dieser Phase fast ausschließlich auf die Verteidigung und agierte bei Ballbesitz häufig mit langen Bällen, die jedoch postwendend von der Kölner Defensive abgefangen wurden. Erst gegen Ende der ersten Hälfte wurde das Spiel ruppiger: Anna Gerhardt sah nach einem taktischen Foul am Mittelkreis Gelb (40.), kurz darauf folgte Paula Flach auf Essener Seite (42.).

Taktische Disziplin schlägt Balldominanz

Im Vergleich zum letzten Auftritt präsentierte sich die SGS Essen deutlich kompakter. Die neue Trainerin Heleen Jaques setzte auf eine defensivere Grundordnung, um die Räume vor der Strafraumkante eng zu machen. Dies zeigte Wirkung: Zwar blieb Köln auch nach dem Seitenwechsel mit rund 67 Prozent Ballbesitz balldominant, doch klare Torchancen wurden seltener. In der 63. Minute war es erneut Jessen, die zum Abschluss kam, doch ihr Versuch blieb zu zentral auf SGS-Keeperin Kim-Lea Sindermann.

In der Schlussphase trauten sich die Essenerinnen vermehrt aus der Deckung. In der 73. Minute wäre der Spielverlauf beinahe auf den Kopf gestellt worden, als Maria "Kirchmann" Agerholm Olsen die hochstehende Kölner Torhüterin Irina Fuchs mit einem Heber überraschen wollte, das Leder jedoch knapp neben das Gehäuse setzte. Ein Entlastungsangriff in der 81. Minute unterstrich, dass Essen bis zum Schluss auf den "Lucky Punch" lauerte, wenngleich es beim leistungsgerechten Remis blieb.

Schwierige Aufgaben

In der Domstadt herrscht hingegen Ernüchterung. Trotz drückender Überlegenheit, einer Vielzahl an Abschlüssen und einer fast perfekten Kontrolle über das Mittelfeld belohnte man sich nicht mit drei Punkten. Die Kölnerinnen müssen sich vorwerfen lassen, im letzten Drittel nicht zwingend genug agiert zu haben. In der Tabelle tritt der FC durch das Remis auf der Stelle, da man den hohen Aufwand nicht in Zählbares ummünzen konnte. Am kommenden Karnevals-Freitag steht dann das rheinische Duell bei Bayer Leverkusen an (13.02.26, 18:30 Uhr).

Für die SGS Essen ist dieser Punktgewinn ein Erfolg der moralischen Sorte. Nach zuletzt wackeliger Defensive zeigte man sich gegen spielstarke Kölnerinnen stabil und diszipliniert. Dass man trotz der massiven Drangphase des Gegners die Null hielt und am Ende sogar durch Olsen den Siegtreffer auf dem Fuß hatte, wird als wichtiges Signal für den Abstiegskampf gewertet. Die SGS nimmt das Selbstvertrauen mit, auch gegen dominante Teams bestehen zu können. Am kommenden Sonntag geht es dann zum Tabellenzweiten VfL Wolfsburg (15.02.26, 14 Uhr).

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