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25.02.2012 - 14:22 Uhr | News | Quelle: Soccerdonna | von: Ichthys/Jafowemei
Die verlässliche Torjägerin

©VfL Wolfsburg
Neuer Verein, neue Saison und eine Conny Pohlers, die wie eh und je spielt und trifft. Die Neu-Wolfsburgerin scheint ihren Zenit auch im Alter von 33 Jahren immer noch nicht überschritten zu haben, sondern ist im Gegenteil auch an ihrer neuen Wirkungsstätte einfach unaufhaltsam. Mit zehn Toren in elf Spielen liegt sie auf Platz zwei der Torschützenliste, nur die in der Hinrunde alles überragende Genoveva Anonma traf 15-mal und damit öfter. Allerdings lässt Pohlers dabei die deutsche Konkurrenz in Form von Celia Okoyino da Mbabi, Sandra Smisek und Fatmire Bajamaj mit je sechs Treffern deutlich hinter sich.
Ihr größster Verdienst mag dabei das Siegtor zum 1:0-Endstand gegen ihren alten Club 1. FFC Frankfurt gewesen sein, der die Südhessen um drei Punkte distanzierte und den Wolfsburgern nach zwei Niederlagen gegen Duisburg und Potsdam wieder alle Türen im Meisterschaftsrennen öffnete.
An ihre Quoten aus der vergangenen Spielzeiten wird sie aber wohl kaum mehr herankommen. Zum einen die 36 Tore in der Saison 2005/2006, als sie noch bei Turbine Potsdam spielte und zusammen mit Petra Wimbersky (19) und Anja Mittag (15) einen Traumsturm bildete, der maßgeblich am noch heute bestehenden Ligarekord von 115 Toren innerhalb einer Saison beteiligt war. Zum anderen die 25 Tore aus der vergangenen Saison, die für sich nichts Besonderes sind. Bedenkt man jedoch, dass Pohlers in 15 Spielen erst spät eingewechselt wurde und insgesamt überragende elf Jokertore erzielte, dann ist das eine Quote von etwa drei Toren pro Spiel. Damit wurde zum ersten Mal in der Bundesligageschichte eine Spielerin Torschützenkönigin, die eigentlich nur Ersatzspielerin war.
Die Wurzeln dieser einzigartigen Spielerin, die in 226 Ligaspielen 246 Tore erzielt hat, liegen – wie könnte es auch anders sein – in Potsdam. Bereits im Alter von 15 Jahren wechselte sie aus ihrer Heimatstadt Halle zum Ausbilderverein und blieb dort, inclusive zweier kurzer Intermezzi beim TuS Niederkirchen 1997 und bei Atlanta Beat 2003, insgesamt 13 Jahre. Nach einem Europapokalsieg, zwei Deutschen Meisterschaften und drei DFB-Pokalsiegen wechselte sie dann schließlich nach Frankfurt, wo sie nicht nur zum dritten Mal nach 2002 und 2006 Torschützenkönigin wurde, sondern 2008 auch das Triple gewann und 2011 zum insgesamt fünften Mal den DFB-Pokal holte.
Gerade ihrem unglaublichen Torriecher hatte sie es zu verdanken, dass sie es im vergangenen Jahr beinahe noch einmal in den WM-Kader geschafft hätte. Für ihre damalige Teamkollegin Dzsenifer Marozsan in den erweiterten Kader nachnominiert, konnte siesich allerdings nicht mehr gegen die junge Garde durchsetzen. So blieb es bei der Spätstarterin, die erst mit 22 ihr Debüt im Nationalteam gab, bei der Bilanz von 67 Länderspielen, in denen sie 28 Tore schoss. Zumindest vorläufig – sollte sich die Weltmeisterin von 2003 und Europameisterin von 2005 allerdings weiter auf diesem Niveau halten, so könnte es durchaus sein, dass sie doch noch einmal ihr Comeback in der Nationalelf geben wird. Dasd das Alter kein Hinderungsgrund ist, beweisen nicht zuletzt gerade ihr Sturmkollegin Martina Müller, die sich mit 31 Jahren immer noch ihren Platz in der Nationalelf verdient.
Die Soccerdonna-Elf der Hinrunde:
Alyssa Naeher, Torhüterin – Kerstin Boschert, rechte Innenverteidigerin – Babett Peter, Libero – Laura Neboli, linke Innenverteidigerin – Melanie Hoffmann, defensive Mittelfeldspielerin – Bianca Schmidt, rechte Mittelfeldspielerin – Nadine Kessler, linke Mittelfeldspielerin – Simone Laudehr, offensive Mittelfeldspielerin – Conny Pohlers, rechte Stürmerin – Celia Okoyino da Mbabi, Mittelstürmerin – Genoveva Anonma, linke Stürmerin
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