19.09.2025 - 12:00 Uhr | News | Quelle: dpa
Eintracht-Fußballerinnen für Königsklasse nicht gut genug

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©IMAGO
Die Tür zur Champions League bleibt für die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurts erneut zu. Immerhin bleibt dieses Mal ein Trostpreis.

Frustriert und mit leerem Blick stand Laura Freigang nach dem Aus in der Champions-League-Qualifikation auf dem Rasen von Madrid. «Uns hat der letzte Biss gefehlt», sagte die Kapitänin der Bundesliga-Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt über das ernüchternde 0:3 (0:2) bei Real Madrid und haderte: «Nach einem Jetzt-oder-Nie-Spiel darfst du das nicht sagen müssen. Da musst du alles gegeben haben.»

Offenbar war der Druck zu groß gewesen für die Eintracht, die schon das Heimspiel gegen den Vorjahreszweiten der spanischen Liga mit 1:2 verloren hatte. Erneut scheiterten die Hessinnen damit am Einzug in die Königsklasse, der bei vier Versuchen erst einmal gelang.

Dieses Mal darf das Team von Trainer Niko Arnautis wenigstens im neuen Women's Europa Cup weiterspielen. Dort steigt die Eintracht am 7./8. Oktober in der zweiten Qualifikationsrunde ein. «Wir gehören in den internationalen Wettbewerb, und ich bin froh, dass wir das weiter zeigen können», sagte Freigang.

Eintracht klar unterlegen

Real zeigte den Frankfurterinnen im Estadio Alfredo di Stéfano deutlich die Grenzen auf. Vom frühen Rückstand durch die Französin Naomie Feller (9. Minute) erholte sich die Eintracht nicht mehr.

Signe Bruun (35.) und Linda Caicedo (60.) trafen nach der Pause. «Das war mental schwer. Real hat reifer gespielt und uns vor große Aufgaben gestellt, die wir nicht bewältigen konnten», resümierte Arnautis.

Das erste Saisonziel, das Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche ausgegeben hatte, hat der Meisterschaftsdritte der Bundesliga damit verpasst. Ganz überraschend kommt das nicht, gab es im Sommer doch einen großen personellen Umbruch.

Stammspielerinnen wie Barbara Dunst, Sophia Kleinherne, Sara Doorsoun oder Lara Prašnikar haben den Club verlassen. Die neue Truppe mit elf Zugängen ist noch in der Findungsphase. Nach nur wenigen Wochen Vorbereitung lässt die Eintracht bei ihren Abschlüssen Genauigkeit und Konsequenz vermissen. Bei den sommerlichen Temperaturen in Spanien wirkten die Spielerinnen zudem früh hilf- und kraftlos.

Fokus liegt auf dem Bundesliga-Alltag

Der Blick muss sich nun schnell wieder auf die Bundesliga richten, in der die Eintracht sich mindestens die nächste Chance auf die Königsklasse sichern will. Zum Auftakt hatten die Frankfurterinnen mit einem 5:0-Erfolg gegen die SGS Essen geglänzt, dann jedoch beim 0:3 in Hoffenheim enttäuscht.

Am Montag (18.00 Uhr) steht das Heimspiel gegen die nach zwei Spieltagen punktgleichen Leipzigerinnen an. Freigang verkündete deshalb die Botschaft: «Ich möchte jetzt keine Spiele mehr verlieren. Wir haben die Qualität dafür, aber wir müssen Ergebnisse erzielen. Das erwarte ich jetzt als Reaktion von uns und von mir.»

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