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02.02.2026 - 20:30 Uhr | News | Quelle: sd /kicker.de | von: Jan Klein Reesink
Erster Sieg 2026: Effiziente Wolfsburgerinnen schlagen 1. FC Köln

©VfL Wolfsburg
Kölner Blitzstart und kalte Dusche
Die Rollenverteilung schien nach dem Hinspiel (Wolfsburg gewann mit 2:1 in Köln) klar, doch Köln startete in einem mutigen 4-3-3 und mit extremem Pressing. Die zentrale Mittelfeldspielerin Adriana Achcińska und Flügelstürmerin Weronika Zawistowska kehrten in die Startelf zurück, dafür saß die rechte Mittelfeldspielerin Laura Donhauser und die offensive Mittelfeldspielerin Zoë Hasenauer auf der Bank.
Das Team von Trainerin Britta Carlson setzte Wolfsburg früh unter Druck, sodass Torhüterin Stina Johannes oft gezwungen war, Bälle lang und unkontrolliert zu schlagen. Den Wölfinnen zu gute gehalten werden muss die Tatsache, dass sie bisher noch kein Pflichtspiel bestreiten konnten, aufgrund von Spielabsagen.
Doch mitten in die Kölner Drangphase der Schock: In der vierten Minute tauchte Wolfsburg erstmals in der gegnerischen Hälfte auf. Die Ex-Wolfsburgerin Sara Agrež stand defensiv zu hoch, VfL-Angreiferin Kessya Bussy nutzte den Raum für einen perfekten Steckpass auf Sturm-Kollegin Lineth Beerensteyn, die Irina Fuchs im FC-Kasten keine Chance ließ und zum 1:0 einschob.
Zawistowska-Show und der verdiente Ausgleich
Köln ließ sich nicht beirren. Besonders Weronika Zawistowska wirbelte auf dem Flügel. Nach einer vergebenen Großchance durch FC Top-Torjägerin Sandra Jessen (8.) belohnten sich die Gäste in der 22. Minute: Eine Flanke von Kölns Linksverteidigerin Martyna Wiankowska, die leicht von DFB-Verteidigerin Sarai Linder abgefälscht wurde, entwickelte sich zur Bogenlampe und senkte sich unhaltbar über die deutsche Torhüterin Stina Johannes hinweg ins Netz.
Trotz des Jubiläumsspiels von VFL-Kapitänin Janina Minge (200. Bundesliga-Spiel) wirkte Wolfsburg unsicher. Die Passquote der Wölfinnen litt massiv unter dem Kölner Pressing. Jessen hätte das Spiel drehen müssen, nach einem zu kurzen Rückpass von Linder (25.) scheiterte die Isländerin aber an der glänzend aufgelegten Torfrau.
Wolfsburg findet die Stabilität
Gegen Ende der ersten Halbzeit fand der VfL besser in die Spur. Alexandra Popp agierte gewohnt spielintelligent als verkappte Spielgestalterin im zentralen Mittelfeld. Wenn Wolfsburg das Tempo anzog oder mit hohen Bällen agierte, geriet die Kölner Defensive ins Schwimmen. Fuchs rettete stark gegen Wolfsburgs niederländische Mittelfeldspielerin Ella Peddemors (38.).
Beerensteyn macht den Unterschied
Im zweiten Durchgang verflachte die Partie zunächst etwas, bis die individuelle Qualität entschied. Während Köln weiterhin viel Aufwand betrieb (14:8 Torschütze für die Gästinnen), blieb Wolfsburg gnadenlos. Statistisch gesehen benötigen die Kölnerinnen 11,1 Schüsse pro Tor. In der 68. Minute klaffte im Kölner Sechserraum eine riesige Lücke. Die eingewechselte Flügelflitzerin Vivien Endemann spazierte durch das Mittelfeld, bediente Beerensteyn, die im Eins-gegen-Eins erneut die Nerven behielt – 2:1.
In der Schlussphase schwanden den Kölnerinnen bei den eisigen Temperaturen die Kräfte. Ein Abspielfehler von Vogt ermöglichte Peddemors noch eine Chance aus der Distanz (80.), doch der Ball war zu zentral. Am Ende hatten beide Mannschaften eine unbefriedigende Passquote von 72 Prozent Wolfsburg zu 62 Prozent bei den Kölnerinnen (lt. kicker.de).
Das Soccerdonna-Fazit
Köln war spielbestimmend, scheiterte aber an der eigenen Chancenverwertung und der Wolfsburger Abgeklärtheit. Der VfL feiert einen Arbeitssieg, der vor allem der individuellen Klasse von Beerensteyn zu verdanken ist.
Die Wolfsburgerinnen bekommen es am kommenden Samstag um 12 Uhr auswärts mit Werder Bremen zu tun. Die Kölnerinnen müssen erneut am Montag ran. Sie spielen im heimischen Franz-Kremer- Stadion gegen die SGS Essen. Anstoß ist um 18 Uhr.
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